Freiheit – woher wir kommen, wohin nur manche gehen

Da ich mit dem Thema „Computer“ die letzten 33 Jahre aufgewachsen bin, stieß ich heute wieder einmal über dieses, weil es einen weiteren Hinweis zur Freiheit enthält.

„Ein Transputer ist ein Parallelrechner, der mit einer zusätzlichen Kommunikationshardware ausgestattet ist, um den Datenaustausch zu benachbarten Rechnern mittels Message Passing effizient zu ermöglichen. Das Wort ist ein Kofferwort aus „Transistor“ und „Computer“. Entwickelt wurden entsprechende Geräte seit 1978 von der in England gegründeten Firma Inmos. 1983 wurde der Transputer offiziell vorgestellt. Dabei handelt es sich um vollständige Mikrorechner, die nach der Von-Neumann-Architektur aufgebaut sind.

Wesentlich an dem Konzept des Transputers waren seine Cluster-Fähigkeiten und die darauf basierenden Versuche der Parallelisierung der Rechenprozesse. Dafür wurde die neue Programmiersprache Occam entwickelt.“ Wikipedia

Als ich „Occam“ las, dachte ich spontan an „Occam’s Razor“ was im Deutschen „Ockhams Rasiermesser“ heißt und nach dem Namen von Wilhelm von Ockham (1288–1347) benannt wurde.

„Ockhams Rasiermesser“ ist eine Methode die besagt, dass aus einer Vielfalt von Erklärungen zu einem einzigen Sachverhalt stets die einfachste Theorie vorzuziehen ist, die möglichst wenige Hypothesen und Variablen enthält und diese in einer klaren und logischen Beziehung zueinander und zum erklärenden Sachverhalt stehen.

Die Metapher des „Rasiermessers“ besagt, dass die einfachste Erklärung eines Phänomens alle anderen „abrasiert“.

„Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag.“ Sherlock Holmes

Was hat das mit Freiheit zu tun?
Ganz einfach: Recht ist nur ein vorgeschobenes Mittel der Macht und dient die Auswirkungen mehrheitlich konditionierter Unvernunft symptomhaft zu bekämpfen, also zu bestrafen.

Belohnung und Bestrafung sind zwei Methoden, die sich aus dem „Vertrag“: Du bist solange gut, wie mir dies gefällt“, aus der Beziehung zwischen Mutter und Kind entstanden sind. Diese Abhängigkeit führt dazu, dass andere sich über einen erheben oder man sich unterwirft.

Aus dieser Überlassung heraus entsteht die Entmündigung und andere befinden fortan, was für einen selbst gut und richtig sein soll: die Abgabe der Verantwortung.

Darüber hinaus entsteht eine vordringlich im Außen konditionierte Haltung, die einen manipulierfähig hält (artgerechtes Verhalten). Dies führt zu einer Verdrehung der Wahrnehmung: weg von der Selbstreflektion, hin zur Projektion (Z. B.: Die anderen sind Schuld.).

Mit „Wer an sich denkt, ist ein Egoist“, hält man die Manipulation des anderen im Extremfall weiter „aufrecht“.

„Solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst…“

Aus der Projektion sind Probleme immer „woanders“ zu lösen und da man nur gelernt hat, Probleme dort lösen zu wollen, wo sie sicht- und spürbar auftreten, handelt es sich in der Regel auch nur um eine Symptombekämpfung, die wirksame Strukturen in marode verwandelt, die letztlich mit den Teilnehmern absterben (z.B. die ökonomische Basis).

Aus dem Umstand heraus, dass andere über einen befinden, kann der Mensch nicht die notwendige Erfahrung im Umgang mit dem eigentlichen vernunftvollem Handeln entwickeln und bleibt so in einer Betreuung (Abhängigkeit), die sich im Kindergarten, in der Schule und im Beruf fortsetzt. Sogar das Geldsystem wurde zu diesem Zweck geschaffen. Wer nicht brav/artig ist, wird bestraft und wer hört, was der „Vorgesetzte“ sagt, wird belohnt.

Vernunft ist der intuitiv getriggerte Prozess zwischen Geben und Empfangen. Da diese natürliche Balance gewöhnlich nicht gelernt wurde, verbleibt der Mensch in der Regel im Haben, Erhalten, Bekommen, Kriegen, Bewahren, Sichern und Verteidigen. Er hat es ja nicht anders „gelernt“.

Hinzukommt sein Opferverhalten.

Aus der Abgabe der Verantwortung heraus ersteht die Hierarchie, die sich als Widersacher der natürlichen Ordnung „gewohnt“ präsentiert. Konventionell ist hierbei alles, was die Gesellschaft toleriert, was zur Erhaltung des bisher Erreichten beiträgt. Und wer anders denkt, wird stigmatisiert, was nur ein anderer Begriff für das Ende der bedingten und artgerechten Zugehörigkeit darstellt.

Bisheriges scheint nur wenig mit Freiheit zu tun zu haben und wer sich innerhalb dieser Denkstrukturen bewegt und „Unkonventionelles“ außen vorlässt, darf sich nicht wundern, wenn er sich unwissend im Kreise dreht und beschäftigt – es sei denn, er stellt das oben Genannte infrage. Oben ist alles genannt, womit man Freiheit nicht erfahren und in gewohnter nicht Anwendung erreichen kann – jedoch durch seine Infragestellung.

Wer hierbei nur Probleme sieht, bewegt sich konditioniert in der Problemorientierung, die ein Fundament jenes Systems darstellt, was er gleichzeitig zu verlassen gedenkt.

P. S. Man sieht, da hilft keine Staatsangehörigkeit, kein „Gelber Schein“ und kein Personenausweis oder eine Gruppenzugehörigkeit nach dem Prinzip: „Gemeinsam sind wir stark.“

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