Summierend

Ich weiß nicht, ob Sie’s schon wussten…, so fing so mancher Monolog an, der das Publikum in einen Taumel aus Lachen und Tränen warf. Ich hatte gerade den Gedanken, so etwas wie eine Zwischenbilanz zu formulieren.

Rückblickend ab 2005, als ich das Dokument „Ganzheitliche Neuorientierung ökonomischer System“ das erste Mal in Händen hielt, war es verständlicher Weise notwendig, dass ich mir selbst ein Bild zu machen und mich damit zu beschäftigen begann – sichtlich, weil mein damaliger Fokus rein auf  Unternehmenskommunikation lag und ich kaum Ahnung von dem hatte, was man Ökonomie nennt.

In 2006 mit einer gewissen Basis darüber ausgestattet, begann ich sowohl national, wie auch international – mit dem Anschreiben von Unternehmen, Zeitungen, Ministerien, Verbänden, Verlagen, Bildungseinrichtungen, Unternehmensberatern, Wissenschaftler, Banken, Stiftungen, Politik, Unternehmervereinigungen, IHKs, Regierungen usw. Ziel: Informationen über das Modell zu verbreiten.

Bis heute – wenn das mal ausreicht – sind es wohl an die 4.000 bis 5.000 E-Mails und Briefe geworden, Gespräche und Telefonate zusätzlich. Ich tat das nicht einfach, weil mir danach war, denn war und ist ein notwendiger Bedarf überall erkennbar, der nicht selten auch offen propagiert wurde und wird.

Als ich so alles „abgeklappert“ hatte, begann ich mir Gedanken über die Gesamtstruktur zu machen, warum trotz Klagen und der Ruf nach Lösungen, das Feedback doch eher mager ausfiel. Erkennbar, dass die Vorstellung über „ganzheitlich“ im Markt eine vollkommen andere war und ist. Oder sollte da noch etwas anders „herrschen“?

„Die herrschende Meinung, ist die Meinung der herrschenden – Masse.“

Und je mehr ich mich damit beschäftigte und mit weiteren Themen zusammentraf, umso mehr wurde mir bewusst, dass „eigentlich“ niemand an einer Veränderung interessiert war und sich das ganze Tamtam lediglich mit Willensbekundungen und Absichtserklärungen abtat.

Heute ist mir klar, dass die Situation, wie sie aktuell ist und sich zunehmend zuspitzt, eine Notwendigkeit darstellt.

„Wer nicht wach ist, wird wachgemacht.“

Die Summe konventionell-traditioneller Meinungen, die das System ausmachen, an dem man nach wie vor daran festzuhalten gedenkt, sind viel weitreichender und tiefgreifender, als dass man es mit BRD und Deutsches Reich und über 100 Jahre Krieg oder gewohnter Betrachtung von Geschichte und Gesellschaft und den vielen Beschäftigungsthemen abtun könnte.

Das System zu verstehen bedeutet nicht, alle seine Inhalte zu kennen, bevor man von „ganzheitlich“ sprechen mag. Es geht im Wesentlichen darum, sich der Prinzipien bewusst zu werden und wo diese ihren Ursprung haben, der zu jenem System führte, was man sichtlich zu verlassen versucht – ohne jedoch die Prinzipien und Ursachen betrachten zu wollen. Das wird in der Regel geflissentlich mit gewohnter Schuldzuweisung und Stigmatisierung abgetan.

„Man kann nicht alles Wissen!“ „Bei Inhalten mag das sogar stimmig sein.“

Ein System, was sich aus dem „Wesen“ seiner Teilnehmer nährt, kann der Teilnehmer selbst nicht durch gewohntes Bekämpfen überwinden. Dies geschieht zudem und zunächst rein auf mentaler Ebene. und mit gewohnter Polarisation ist es auch nicht getan. Tipp: Kategorischer Imperativ.

Die Prinzipebene überlagert im Hintergrund die Ebene der Inhalte, aus deren die Inhalte heraus entstehen. In der Regel bewegt und agiert der traditionell-konventionelle Betrachter sich auf der Inhaltsebene genauer gesagt: innerhalb des Systems und unterwirft sich so den dort geltenden Regeln.

Spricht man ihn darauf an, so kann er nur seine Situation innerhalb des Systems erkennen und beschreiben. In der Tat ist das so wie im Film „Matrix“, wobei die „Systemsoftware“ den Kondtionierungen und Konventionen entspricht.

„Krieg, Tod, Mord. Die Geschichte wiederholt sich.“ „Das liegt daran, dass sich die Verhaltensmuster der Menschen nicht verändert haben, da sich kaum jemand um diese eigentlichen Verursacher Gedanken macht und die Mehrheit läuft mit denselben Mustern herum. Und dies in einer sich zuspitzenden Situation unweigerlich mit nur einem Ausgang für die Inhaber jener Denk- und Verhaltensmuster. Das kann man bei jeder Art von Organisation erleben, die sich innerhalb der Konventionen bewegt und alsbald vergeht. Was hilft, ist umdenken.“

In diesem kurzen Dialog liegt der Weg aus der kollektiv selbstgeschaffenen Misere eines über 100.000 Jahre alten Systems, wo BRD, Deutsches Reich, Krieg usw. nur Randerscheinungen einer kollektiven Denkweise sind, die sich nach wie vor auf dem Weg zum letzten Geschehen zu machen scheint.

Wer allerdings im Glauben ist, mit „Ipp, zipp, zapp“ sei dies erledigt, denn kann ich hiermit beruhigen, dass dem aus eigener Erfahrung heraus nicht so ist. Aber aus über 100.000 Jahren mal  fünf Stunden zu machen, könnte dem einen oder anderen sehr hilfreich sein, um für sich selbst einen Weg entwickeln zu können.

Überholte Denk- und Verhaltensmuster immer noch wirksam
(Bonn) Nach nun über 2.300 Beiträgen und noch so ein oder zwei sich entwickelnden Themen in der Pipeline, etlichen 1.000 Gesprächen, Telefonaten und erhaltenem Feedback mag ich für mich eine Zwischenbilanz ziehen, dass die Mehrheit mit der Bestrebung nach einem „Rechtsstaat“ nur das gewohnte Hamsterrad gegen ein anderes auszutauschen versucht. Das hat null mit Souveränität zu tun. Sie gelangen über die Willkür ihrer Vortänzer nur wieder in die nächste Betreuungsanstalt. Solange die eigenen Konditionierungen unbetrachtet bleiben, drehen sich die unbewussten Träger weiter fleißig im Kreis. Es besteht jedoch ein Ausweg, doch…

In Gesprächen mit Einzelnen wird das Festhalten an alten Zipfeln nicht selten von Aussagen befördert wie: „Die anderen verstehen das nicht. Die sind noch nicht so weit.“
Die Frage hierbei ist, warum immer einige darüber befinden wollen, was viele nicht verstehen würden. Und ob es sich letztlich nicht nur um eine Projektion des eigenen Unvermögens handeln könnte. Befragte bleiben hier in der Regel eine Antwort schuldig oder verschweigen sich von dannen.
Erfahrungen aus der Vergangenheit haben ergeben, dass jene Wenigen wieder einmal über viele zu befinden versuchen, was letztlich nichts anders ist, als die üblichen Machtstrukturen, indem Entscheidungen über den Kopf einer Mehrheit getroffen werden. Aber vielleicht muss das auch so sein.
Verfestigt wird dies mit der Erwartung nach der einfachen Lösung, die wohl bestenfalls leicht verständlich und kopierbar ist oder man sich nur in der entsprechenden Reihe anzustellen hat. Bestenfalls beschäftigt man sich mit denselben Themen, die andere Gruppen längst hinter sich gelassen haben, weil diese letztendlich zu keinem Ergebnis führten.

Die jedoch in der Regel eher provokant formulierte Fragestellung von so manchem Gruppenvorsprecher, nach der dreizeiligen Lösungsantwort – die erfahrungsgemäß dann natürlich auch den „Erwartung“ des Fragestellers zu entsprechen hat zeigt, dass es wenig Sinn macht, sich in solchen Umfeldern zu bewegen.

Gut, dass es bereits einige gibt, die erkennt haben, worum es letztlich wirklich geht und wie das miteinander zusammenhängt. Und es zeigt, dass eine große Mehrheit noch einen guten Weg vor sich hat. Doch wer weiß, vielleicht ist das Ziel letztlich doch nur von einigen wenigen erreich- und erlebbar.

Das Tor steht jedoch jedem offen. Er braucht nur den Mut zu besitzen, sich notfalls von seinen Begleitern zu „trennen“.

Zumindest kann ich für mich heute entspannt sagen: Die Lösung zu kennen ist besser, als gewohnt nach Lösungen zu suchen. Denn Lösung hat immer etwas mit der eigenen Aufgabe zu tun. Die kenne ich und sie betrifft trotzdem jeden.