Wie man „die Kurve“ erkennt

Wenn ich irgendwo eine Weile bin, kommt stets die Frage auf, warum ich gerade dort bin. Nicht immer offenbart sich das Eigentliche sofort.

Das das Ganze verbindet sich – wenn man meinen Blog verfolgt – stets mit einem Lern- und Erkenntnisprozess, der in der Beobachtung einer vorbeiziehenden Art und Weise stattfindet. Zunächst natürlich auf der Ebene der Philosophie. Denn erst über das Erkennen gelangt man zu einer Entscheidung und damit verbundener Veränderung in seinen Denk- und Handlungsweisen.

Wer also auf das Neue hofft, jedoch das Alte und somit auch seine eigenen Verhalten nicht hinterfragt, tut gut daran den Selbstbetrug zu lassen.

So kam gerade der Gedanke, einen Beitrag zu einem Thema zu schreiben, was „scheinbar“ vergessen worden ist, dennoch ist es von wesentlicher Bedeutung: Dem Sinn des Gebens.

Denn es bedarf nicht nur der Betrachtung des bedingten Empfangens (durch kriegen, nehmen, erobern), was unsere Welt schuf, sondern auch des bedingten Gebens (besitzen, sichern, schützen und verteidigen). Wenn wundert es nun, dass es Steuern gab und jene, die darüber befanden. Man sieht wie kleinkariert man versuchte, sich gegenseitig die „Butter vom Brot zu nehmen“ und durch übermäßige Besitzanreicherung das erheischte immobil zu machen und ins Private verschwinden zu lassen.

„Über Geld spricht man nicht, das hat man… oder träumt davon.“

Das Geben, was die Welt in der wir leben wieder heilt, blieb zunehmend auf der Strecke und im Kern jeder, der noch so an seinem Erreichten hängt und festhält, ist ein Teil jenes Systems, was wir gerade am Verlassen sind.

Denn das Unheile heilt, wenn man bedingungslos gibt – man nennt es ein Geschenk. Doch das ist nicht immer der Fall. Denn es bedarf auch des bedingungslosen Empfangens. Treffen beide aufeinandertreffen, findet das, was wir mit Leben bezeichnen, erst Einzug in diese Welt.

„Geben ist seliger, denn nehmen.“

Alles andere war bisher nur eine Übung, wie das Leben sein könnte und damit ist auch der Einzelne wieder gefragt. Denn nur das Misstrauen, also das projizierte, mangelnde Selbstvertrauen trennt die Menschen voneinander. So schuf sich der Mensch selbst ein System, was sich gegen die Prinzipien des Lebens wendet, und sich der Mensch darin zunehmend selbst entfremdet.

Und was gibt es Wichtigeres, als das Leben selbst?

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