Was man so alles traktieren muss, damit sich die Masse bewegt

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(v1.2*) Es war wohl in 2013, als ein Bekannter von der Firma „Finanzamt“ über 40 mal „Gelbe Post“ innerhalb weniger Tage bekam und sich tierisch darüber aufregte.

Man hatte ihm, wegen vom „Finanzamt“ erfundenen ca. 30.000 Euro, über 2,2 Mio. an Pfändungen verpasst, weil er weiter auf die geltenden Rechtsgrundlagen dafür pochte – ungeachtet der Frage nach der Verhältnismäßigkeit. Am Ende haben sie seine Konten gesperrt und sich die „Flocken“ geholt.

Wer weiß schon, dass „Existenz“ etwas anderes ist, als das Leben?

„Die Mehrheit wird dann ins „Neue“ gelangen, wenn sie mehr Angst vorm Alten, als vorm „Neuen“ hat.“

„Angst ist lediglich ein Signal für fehlende Informationen. Umerzogen wird es jedoch als Warnsignal für eine mögliche Bestrafung gedeutet, bei „neuen“ Informationen.“

Wie man es drehen und wenden mag: Es ist und bleibt die Entscheidung des Einzelnen, ob er weiter die Rolle „des lautstarken Opfers der Umstände“ spielen mag oder auch nicht.
Allerdings hat er auch nicht besonders viel Auswahl, was den Ausweg aus dieser selbst geschaffenen Situation anbelangt.
Doch. Er kann sich in seiner gewohnten Rolle auch etwas vormachen, dass er etwas anderes ist. Einmal mehr ein Hinweis auf das „alternativlose“ Rollenspiel.

Warum es alternativlos erscheint? Weil es mit äußeren Dingen belohnt wird, damit die Rolle des Untergebenen weiter beibehaltent wird.

Verlust ist eine anerzogene Erscheinung, die mit dem Irrglauben einhergeht, dass einem etwas oder jemand gehören würde. Denn wer meint, dass er hat, kann auch verlieren.

Eigentum und Besitz – ja die Vorstellung an sich, dass einem etwas oder jemand „gehören“ würde sorgen dafür, dass er einen künstlich eingebauten Schwachpunkt hat.

Ihm deswegen an einen möglichen Verlust zu erinnern reicht aus, dass der gewohnte Mensch fremdbestimmt weiter in seiner untergebenen Haltung verweilt.
Letztlich nutzt man einfach nur die in der Gesellschaft anerzogenen Denk- und Verhaltensweisen, um die Massen in die richtige Richtung zu schieben.
Das wiederum zeigt, welche Macht im Einzelnen selbst steckt, die er irrtümlich von sich zu weisen meint, wenn er sagt: „Er könne ja sowieso nichts machen“.

Er verleugnet und entmachtet sich dabei nur selbst – besser: er verleugnet das Leben in ihm und verdrängt es mit seine üblichen Denk- und Verhaltensweisen, die für das System der alten Ordnung verantwortlich und typisch sind.
Dabei bestimmt er das noch nicht einmal selbst, sondern eben seine Denk- und Verhaltensweisen, die ihn so „funktionieren“ lassen, eben weil er sie nicht betrachtet.

„Die Würde des Menschen ist das Leben selbst, was in ihm wirkt und aus diesem Grunde sie unantastbar.“

Und weil er so „funktioniert“ klappt es auch ganz prima, mit seiner Fremdbestimmbarkeit, eben auf Grund der anerzogenen Gehorsamsbereitschaft.

Der Glaube für sein artig sein belohnt zu werden, wie er es in der Regel in der Kindheit erfahren hat, lässt ihn ab da selbst zum Sklaven der anderen werden.
Und wenn die „gerechten“ Vorgesetzten einmal nicht mehr so reagieren, dann sucht er sich eben neue… Vorgesetzte.

Wenn man damit beginnt, seine eigenen Denk- und Verhaltensweisen zu hinterfragen und sich dieser durch eigenständige Umerziehung „entledigt“, so werden ihm jene, die ihm „Komisches“ wollen, nichts mehr anhaben können – besser: gar nicht mehr an ihm interessiert sein.

An diesem Punkt ein weiterer Gedanke: Wer in der Vorstellung lebt, es ginge bei dem Thema „Selbstbestimmung“ weiter nur um Geld, Eigentum, Besitz, Hab und Gut in ihren klassischen Bedeutungen sowie der Vorstellung, dass ihm etwas oder jemand (weiter) gehören würde, kann sich alle Anstrengungen zum Thema „Freiheit“, „Frieden“, „Gerechtigkeit“, „Selbstbestimmung“ &c. getrost ersparen. Er macht sich nur selbst etwas vor.

Es gibt nichts zu verlieren, weil einem noch nie etwas gehört hat. Und das ist wiederum für alle, die sich an allem festzuklammern zu meinen, ihr Schwachpunkt.

Es geht darum, das kollektive Rollenspiel zu verlassen, was man als alternativlose Realität angenommen hat und nun die Zeit angebrochen ist, sich dieses Rollenspiels zu entledigen. Existenzverlust ist letztlich nur ein Rollenverlust.

„Der Mensch in der anerzogenen Rolle des Opfers wartet auf die Erfüllung seiner eigenen Prophezeiung, um so seiner Rolle gerecht zu werden („Siehste, ich habe es immer gesagt, sie wollen uns alle nur versklaven.“), während er nicht weiß, dass er lediglich ein Untergebener seiner eigenen Denk- und Verhaltensweisen ist.“

Wer das im Video Gesagte mit den aktuellen Kanzlerambitionen in der CDU in Verbindung bringt, dem sollte klar sein, dass man sich da bereits selbst zu Grabe trägt.
Also steckt hinter dem ganzen Polit-Geplänkel etwas anderes.
Für die Opfer bedeutet das natürlich ihre ultimative Auslöschung. Das war ja die ganze Zeit bereits geplant… Haben Sie gerade beim Lesen Ihre Gefühle betrachtet? Interessant, nicht wahr?

An diesem Punkt geht es schon lange nicht mehr um die künstlich geschaffenen Institutionen „Familie“, wo man sich gewohnt gegeneinander abzugrenzen versucht, wo es einen nicht interessiert, welche Probleme „die Anderen“ haben, mit denen man selbst nichts zu tun haben mag.

Auch reicht es nicht, die Welt einfach nur in „Gut“ und „böse“ zu unterteilen, da dies letztlich eine recht kindliche Vorstellung von der Welt ist, ähnlich wenn man die Augen zuhalten würde, um nicht gesehen zu werden.

„Der Terrorist im fremden Land, ist der Held im eigenen.“

Die Gesellschaft erscheint nur deswegen schwach, weil sie anerzogen (indoktriniert in den eigenen Familien), gemeinsam und fest entschlossen gegeneinander arbeitet, lieber auf ihren wohlwollend erscheinenden, „gerechten“ Erlöser hofft, damit sie später so weitermachen kann, wie bisher – während sie gleichzeitig Veränderung fordert.

Ein Hinweis am Rande. Wer sich noch an die Zensuren auf Youtube erinnern kann und wie sich viele darüber aufgeregt haben: Auch die Betreiber der Videokanäle zensieren, wie dies erst vor kurzem jemandem „rausgerutscht“ ist.

Das „Miteinander“ gestaltet sich innerhalb der alten Ordnung durch den Tausch, weswegen gewohnte Lösungen keine wirkliche Änderung in der menschlichen Entwicklung bedeuten – außer man erkennt im Tauschen, dass man sich bisher selbst getäuscht hat.

„Tauschen, täuschen.“

Der Tausch ist deswegen eine Täuschung, weil man der Meinung ist, dass das Übergebene (nicht das Erbrochene), also das Getauschte etwas wert sei. Deswegen gibt es auch den Handel und den Betrug.

„Es ist leicht, Leute zu belügen, die sich schon selbst belügen.“ „Mysterio“, Spider-Man – Far From Home, 2019

Aus Sicht global gesellschaftlicher Entwicklung ist das ganze Affentheater insgesamt notwendig, weil es dem Einzelnen hilft, sich selbst zu erkennen.

Denn wenn es darum geht, eine träge Masse dazu zu bewegen, sich wieder eigenständig zu entwickeln, wie es in der Kindheit normalerweise der Fall war, bis zu dem Moment, wo man für eigenständige Entwicklung bestraft wurde.

Die Entscheidung was man ist, ob Opfer oder Entwickler, trägt jeder in sich selbst. Es gibt keine anderen, die ihn davon abhalten.
Es sind lediglich seine eigenen Denk- und Verhaltensweisen, die ihn davon abhalten und nicht die anderen, denen er nur allzu gern die Schuld gibt und sie „weg haben“ will, was nur ein Verdrängungskonzept ist und die eigene Entwicklung zu verhindern versucht.

Einmal mehr ist es ratsam, die eigenen „Schwachpunkte“ zu betrachten, statt die Bedränger nur verdrängen zu wollen, während die eigene Entwicklung weiter ausbleibt.

„Der Starke ist am mächtigsten allein.“ „Arthur Curry“, Zack Snyder’s Justice League“, 2021

„Wenn die Vorstellung besteht, dass man nur gemeinsam stark sei, bedeutet das im Umkehrschluss, dass der Einzelne nichts ist. Wenn also viel Nichts zusammenkommt, dann ist es letztlich immer noch Nichts.“

Nachtrag: Warum übrigens das ganze Tamtam stattfindet: Das alte ist bereits vorbei, nur sind sich die meisten nicht wirklich darüber bewusst und machen weiter wie bisher.

„Die meisten Menschen, hören nur gerne, das was ihnen gefällt und wo auch sichergestellt ist, dass sie sich nicht wirklich verändern müssen. Da das System der alten Ordnung ein vom Mensch künstlich geschaffenes System ist, bleibt ihm letztlich nichts übrig als sich an die Arbeit zu machen. Wer nun fragt, was denn da zu tun sei, so ist dies die Infragestellung seiner eigenen Denk- und Verhaltensweisen, über die er an das System gekoppelt ist.“