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Wenn es Kritik hegelt

Lesezeit: ca. 22 Minuten

(v1.0) Philosophie findet sich nicht nur in irgendwelchen dicken Schwarten und bei verschrobenen Sonderlingen, wo ab und zu mal was Schlaues abgesondert wird, während im Alltag „ja“ völlig andere Regel zu gelten scheinen. Weit gefehlt.
Sie ist permanent anwesend, kann und mag in ihrer Entfaltung zu einem wirksamen Werkzeug des Menschen werden und ist nicht nur eine Angelegenheit üblichen Auswendiglernens und Wiederkäuens.

Da setzen sich so manche als sogenannte „Linke“ in Szene, um etwas weiter „rechts“ das Sprengkommando mimen zu wollen. Wer es noch nicht erkannt hat: Übliche Denke bewegt sich vordringlich in der Trennung, des Gegeneinanders unter Anwendung künstlicher Regelwerke, während im einfachsten Fall die Feindbildprojektion zum Besten gegeben wird. Jene, gefangen auf der gewohnten Ebene des sich für sie alternativlos präsentierenden Rollenspiels – ob nun absichtlich oder auch nicht.

Anmerkung: Wer noch der Meinung ist, es gäbe so etwas wie eine 0815-Lösung, wo er nur auf „gerechte Vorgesetzte“ („Führer“ oder „Erlöser“) oder auf einen „gerechten Staat“ zu warten braucht, sei an dieser Stelle enttäuscht. Es ist nicht weit genug gedacht. Denn jeder ist sein eigener Befreier, weswegen man auch auf keinen anderen warten braucht, bis der mal seinen Hintern bewegt.

Selbst der hoffnungsvolle Blick nach USA reicht nicht, dass sich hier auf diesem Boden irgendwann etwas bewegt – ebenso wenig wie Seminare, die über das aufklären, was die Seminarbesucher gerne hören mögen – nochmals: einschließlich der Vorstellung über die Rückkehr zu einem Rechtsstaat.

Zumindest haben einige der bisher hart gesottenen Zeitgenossen, dieses Kapitel endlich hinter sich gelassen. Die gelegentliche Frage, ob der „Gelbe Schein“ ein Geschäftsmodell sei, mag an dieser Stelle letztmalig bestätigt werden.
Es gibt kein Dokument, was einem jene Souveränität verschafft, damit man weiterhin unverblümt dem Gelde hinterherrennt, mit dem einzigen Unterschied, dass man einfach noch mehr für sich hat, während man weiter an die Arbeit gehen darf.

Solange nur das System der alten Ordnung erkannt wird, wird der Versuch, eine Fiktion gegen eine andere eintauschen zu wollen, die Akteure weiter im Kreisverkehr halten – ob als Bundesstaat, König- oder Kaiserreich oder was auch immer, um eine hierarchische Ordnung oder das bekannte Rollenspiel weiter damit „beflügeln“ zu wollen.

Und solange das als „richtig“ erachtet wird, wird es immer wieder welche geben, die sich in ihren gewohnten Rollen nachher lautlos zu integrieren wissen, um ihr eigenes Spiel, getarnt durch das beliebäugelte Hauptstück, weiter treiben zu wollen – natürlich befürwortet von ihren auf Belohnung und Privilegien hoffenden „Zuschauern“.

Was vom System der alten Ordnung übrig geblieben ist, ist das Beziehungsmuster aus Untergebenen und ihren (gesetzgebenden) Erhabenen. Alles andere ist mehr oder weniger nur ein realistisch erscheinendes Possenspiel erzwungener Wichtigkeit.
Die Mehrheit suhlt sich im Faschismus, in der Regel ohne dies zu wissen, weil sie im Grunde nicht weiß, was Faschismus ist. Das zu wissen, dafür wird sie ja auch nicht bezahlt.

Alles kunstvoll verpackt in unterschiedlichen Länderbezeichnungen, politischen Ideologien, „Amtsbezeichnungen“ und streng voneinander getrennten Fürsten- und Besitztümern &c, spielt sich die „Nummer“ nahezu auf jedem Flecken auf diesem Planeten ab. Und warum?
Weil die Mehrheit durch ihre Denk- und Verhaltensmuster mit dem System verknüpft ist, was sie auf der Flucht nach „Woandershin“ nur mitnehmen würde, während sich weiter am Glauben an den Wert von Arbeit und dem Wert von mit Zahlen bedrucktem Papier festgehalten wird.

Nicht zu vergessen die Vorstellung, etwas oder jemand würde ihnen gehören, wo die „wertvollen“ Arbeiter ihre Nachkommenschaft selbstständig zu gehorsamen Arbeitern erziehen.

Jedoch:
„Wir haben nicht die Verfassung Deutschlands oder Westdeutschlands zu machen. Wir haben keinen Staat zu errichten. Wir haben etwas zu schaffen, das uns die Möglichkeit gibt, gewisser Verhältnisse Herr zu werden, besser Herr zu werden, als wir das bisher konnten.“ Aus der Rede des Carlo Schmid vom 08.09.1948

Goethe: „Man muss das Wahre immer wiederholen.“ Kaufmann: „Man muss die Ware immer wieder holen.“

Erfahrungen haben gezeigt, wenn man zwischen zwei Parteien eine neutrale Haltung inne hat, dann wird man allzu gern als „Kollaborateur aus dem Lager der Anderen“ erkannt. Geprägtes.

„Bist du auf unserer Seite?“ „Ich glaube, so einfach ist das nicht.“ „Dann sollte es aber schnell so einfach werden.“ „Ich bin auf der Seite des Lebens.“ Dialog aus Avengers: Age of Ultron, 2015

Wenn man auf dem Weg der Infragestellung des Systems unterwegs ist, stolpert man irgendwann auch über Marx’ „Kapital“ (Anmerkung: Was ich lediglich überflogen habe.):

„Die Gleichheit der menschlichen Arbeiten erhält die sachliche Form der gleichen Wertgegenständlichkeit der Arbeitsprodukte, das Maß der Verausgabung menschlicher Arbeitskraft durch ihre Zeitdauer erhält die Form der Wertgröße der Arbeitsprodukte, endlich die Verhältnisse der Produzenten, worin jene gesellschaftlichen Bestimmungen ihrer Arbeiten betätigt werden, erhalten die Form eines gesellschaftlichen Verhältnisses der Arbeitsprodukte.
Das Geheimnisvolle der Warenform besteht also einfach darin, daß sie den Menschen die gesellschaftlichen Charaktere ihrer eignen Arbeit als gegenständliche Charaktere der Arbeitsprodukte selbst, als gesellschaftliche Natureigenschaften dieser Dinge zurückspiegelt, daher auch das gesellschaftliche Verhältnis der Produzenten zur Gesamtarbeit als ein außer ihnen existierendes gesellschaftliches Verhältnis von Gegenständen. (…)
Es ist nur das bestimmte gesellschaftliche Verhältnis der Menschen selbst, welches hier für sie die phantasmagorische Form eines Verhältnisses von Dingen annimmt. (…)
Dies nenne ich den Fetischismus, der den Arbeitsprodukten anklebt, sobald sie als Waren produziert werden, und der daher von der Warenproduktion unzertrennlich ist.“ PDF: „Das Kapital“, Band 1, Seite 44

Und später:

„Die Funktion des Geldes als Zahlungsmittel schließt einen unvermittelten Widerspruch ein. Soweit sich die Zahlungen ausgleichen, funktioniert es nur ideell als Rechengeld oder Maß der Werte. Soweit wirkliche Zahlung zu verrichten, tritt es nicht als Zirkulationsmittel auf, als nur verschwindende und vermittelnde Form des Stoffwechsels, sondern als die individuelle Inkarnation der gesellschaftlichen Arbeit, selbständiges Dasein des Tauschwerts, absolute Ware.
Dieser Widerspruch eklatiert in dem Moment der Produktions- und Handelskrisen, der Geldkrise heißt.[99] Sie ereignet sich nur, wo die prozessierende Kette der Zahlungen und ein künstliches System ihrer Ausgleichung völlig entwickelt sind. Mit allgemeineren Störungen dieses Mechanismus, vorher sie immer entspringen mögen, schlägt das Geld plötzlich und unvermittelt um aus der nur ideellen Gestalt des Rechengeldes in hartes Geld.
Es wird unersetzlich durch profane Waren. Der Gebrauchswert der Ware wird wertlos, und ihr Wert verschwindet vor seiner eignen Wertform. Eben noch erklärte der Bürger in prosperitätstrunknem Aufklärungsdünkel das Geld für leeren Wahn. Nur die Ware ist Geld. Nur das Geld ist Ware! Gellt’s jetzt über den Weltmarkt.
Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit seine Seele nach Geld, dem einzigen Reichtum. In der Krise wird der Gegensatz zwischen der Ware und ihrer Wertgestalt, dem Geld, bis zum absoluten Widerspruch gesteigert. Die Erscheinungsform des Geldes ist hier daher auch gleichgültig. Die Geldhungersnot bleibt dieselbe, ob in Gold oder Kreditgeld, Banknoten etwa, zu zahlen ist.“ PDF: „Das Kapital“, Band 1, Seite 87

Das man irgendwann seinen eigenen Weg geht, der mitunter aus dem System der alten Ordnung herausführt, konnte ich das erste Mal sehr deutlich während der Zeit der „Occupy-Bewegung“ bei mir selbst beobachten.

Während es damals noch darum ging, den vielen Forderern wirtschaftlicher Veränderungen ein Lösungsmodell aufzuzeigen, erkannten die Alten im Schubäus-Modell das Neue und die angeblich neuorientierten Generationen darin nur das Alte.

Letztlich erkannte ich (für mich) einen dritten Weg, da ich weder zu den einen, noch zu den anderen zu gehören schien.

Jene zu überzeugen, schien mir nicht wirklich sinnvoll, weshalb ich mich auch dazu entschied, lediglich nur noch über das Vorhandensein eines grundsätzlichen Lösungsmusters zu informieren, was mir sichtlich eine grundsätzliche Erleichterung verschaffte.

Als sich trotz vieler Kritiken und Forderungen nach wirtschaftlicher Veränderung, jene selbst aus der Entscheidungs- und Handlungsbereitschaft herauszogen, schien es wohl noch etwas anderes geben, was über den Aspekt wirksamer ökonomischer Strukturen (einschließlich der Beweisführung der Wirksamkeit aus der Praxis) hinausging und -geht.

Aus heutiger Sicht lag die langfristige Absicht des Schubäus Modells darin, in einer immer komplexer werdenden (ökonomischen) Welt, die Grundlagen für lautlos funktionierende Prozessstrukturen zu schaffen – basierend auf über 40 Jahren Praxis ganzheitlicher Neuorientierung – über konventionell-traditionelle Vorstellungen hinaus. Nur wie erklärt man jemandem etwas, was er mit seinen gewohnten Denk- und Verhaltensmustern nicht verstehen wird? Gar nicht.

Wenn üblicherweise von Lösungen gesprochen wird, ist es immer wieder amüsant, wenn diese gefordert werden, die dann von jener Gestalt sein sollen, dass es insgeheim so weitergeht wie bisher, während dabei übersehen wird, dass gerade diese Denkweise stets zum Selben führt. Geistiger Kreisverkehr nennt sich das – und nebenbei auch Wahnsinn.

Um- und Weiterdenken finden nicht wirklich statt.

Es ist ein Irrglaube man bräuchte nur die Zigarettenmarke wechseln, wie so mancher die politische Partei bei der nächsten „Vorgesetztenwahl“ wechselt, in der Hoffnung, dass sich grundsätzlich etwas ändert – während letztlich nur die Gesichter andere sind, und die Verantwortung weiter an wenige abgegeben wird.

Jedoch besteht ein grundsätzlicher Unterschied zwischen dem Austausch von Inhalten und dem von Prinzipien – auf denen die Inhalte beruhen. Beim Menschen sind es seine Denk- und Verhaltensmuster, aus denen sich das System der alten Ordnung konstituiert.

Aus der „Nummer“ mit dem Glauben an den Wert von Geld und Arbeit gelangt man nicht durch finanzielle Freiheit, denn die ist letztlich nichts anderes als „Arbeit macht frei“.

In einem ersten Schritt geht es darum, das direkte Gegenstück zur alten Ordnung, durch ihre Infragestellung zu erkennen und in einem weiteren Schritt beide als Polaritäten der eigenen Entwicklung zu erfassen.

Nebenbei erwähnt: Alles Wissen nutzt nichts, wenn es nicht zur Veränderung der eigenen Denk- und Verhaltensmuster führt, auch was mit der passenden Fragestellung in Bezug auf das System der alten Ordnung anbelangt. Vereinfacht ausgedrückt.

Wer stets der Auffassung ist, erst einmal die Schuldigen suchen und bestrafen zu wollen, wird sich den Rest seiner Existenz im Rahmen der eigenen Ablenkung und Beschäftigung bewegen, denn es geht nicht darum, wer (letztlich an allem) „schuld“ ist, da Schuldzuweisung lediglich ein Verdrängungskonzept von vielen weiteren darstellt.

Die Konstellation, mit der man es zu tun hat, setzt sich aus auf Belohnung hoffenden und zur Gehorsamsbereitschaft erzogenen Untergebenen und ihren mit Privilegien sparsam umgehenden Erhabenen zusammen.
Wer nun der Meinung ist, Die anderen seien daran „schuld“, während er sich mit den üblichen gesellschaftlichen Wertvorstellungen (unter anderem: dass ihm etwas oder jemand gehören würde) umgibt, ist Teil der alten Ordnung.

Hinweis: Die Vorstellung, dass Lebenserfahrungen sich auf irgendeine Weise auf andere übertragen lassen würde, ist Unsinn, weswegen jeder seinen eigenen Weg zu gehen hat.
Aus diesem Grund sind die vielen Erkenntnisse auf diesem Blog mitunter auch sehr abstrakt gehalten, da man das Leben eines anderen nicht leben kann, es sei denn, man würde sich selbst aufgeben, was ebenfalls Unsinn ist. Allenfalls kann man beim Gemeinsamen von Prinzipien sprechen.

Eines ist in jedem Fall sicher: Es gibt kein Stück Papier, was aus der „Nummer“ herausführt, höchstens von einem Hamsterrad ins nächste – besser: von einer in die nächste (Rechts)Fiktion.

Die über die Zeit entstandenen Verdrängungskonzepte überlagern die gewohnte Entwicklung des Menschen, während die Realität, im Wesentlichen jedoch ihre Bedeutung, als alternativlos erscheint – jedoch nicht ist.

Um hier zu differenzieren, ist es notwendig, den Unterschied zwischen Rollenspiel, für was sich der gewohnte Denker hält (Beispielsweise: „Ich bin Maschinenbauer“, „ich bin Arzt“, ich bin Philosoph“, „ich bin Heiler“, ich bin Richter“ &c.), dieses als solches zu erkennen wie auch sich selbst, den Menschen.
Demnach ist auch das Rollenspiel eine Überlagerung – eine mit unter anderem eigenen, künstlichen Regelwerken.

Der Mensch unterscheidet sich von seinem Rollenspiel durch seine Selbstbestimmung, während im Rollenspiel in der Regel die Fremdbestimmung herrscht, weswegen „Staaten“ sich nur aus den Rollen (Personen, Hüllen) konstituieren, also selbst nur Fiktionen sind. „Freund“ und „Feind“ sind demnach auch nur zwei Rollen innerhalb des Rollenspiels, ebenso wie „Gewinner“ und „Verlierer“, „Arme“ und „Reiche“ usw.

Die Märchenstunde reicht also über das Kino hinaus.

„Die Personen und Ereignisse in diesem Spielfilm sind fiktiv. Jegliche Ähnlichkeit mit tatsächlichen Personen oder Ereignissen ist unbeabsichtigt.“ Aus einem Filmabspann

Ein „souveräner“ Staat ist demnach Unfug, ebenso wie von Vernunft zu sprechen, während das Konto nie voll genug sein kann oder „Gerechtigkeit“, die man zwar von anderen fordert, während sie jedoch dazu gedacht ist, selbst vorgelebt zu werden (was wiederum die Entwicklung von Vernunft und Gewissen voraussetzt).

Während eine hierarchische Ordnung aus gehorsamsbereit erzogenen Untergebenen und ihren wohlwollenden Vorgesetzten, durch den Austausch „ungerechter“ gegen „gerechte Vorgesetzte“ und damit verbundener Erziehung erhalten bleibt, wird mit der Begleitung (Anmerkung: statt Bevormundung) der Entwicklung des jungen Lebens in Vernunft und Gewissen, die gewohnte Struktur zunehmend obsolet.

Veränderung dauert im Rahmen gewohnter Denk- und Verhaltensmuster deswegen solange, weil zwar Veränderung gefordert wird, während die Fordernden selbst nicht davon betroffen sein wollen. Hierbei ist – nochmals erwähnt – zwischen inhaltlicher und prinzipieller Veränderung zu unterscheiden.

Gewohnte „liberale Politik“ entpuppt sich von ihrem Wesen bisher als eine umgefärbte konservative, da sie weiter am Bisherigen festzuhalten versucht, wo arbeiten, Geld verdienen und wieder ausgeben und ganz sicher „eine Rente“ erhalten bleiben sollen, eben weil die Masse vor langer Zeit von ihren eigenen Vorfahren auf Haben (Anmerkung: die üblichen gesellschaftlichen „Werte“) und Gehorsamsbereitschaft „getrimmt“ wurde.

Das System existiert jedoch nicht getrennt vom Menschen, sondern ist ein Produkt aus seinen kollektiv (wechsel)wirkenden Denk- und Verhaltensmustern, die sich unter anderem durch „Untergebene“ mit ihren „Erhabenen“ zum Ausdruck bringen – was ebenfalls nur Rollen sind.

Und wo man hinblickt, findet sich für so manch aufgebrachte Masse wieder irgendein „Führer“, der sie zu lenken weiß, damit die „gewohnte“ Richtung weiter beibehalten bleibt – ob das nun in der Gesellschaft oder im parteipolitischen Rahmen abläuft.
Für irgendeine Unsäglichkeit gibt es immer eine Partei und wenn nicht, wird einfach eine gegründet.

Tatsächlich bleibt die Trennung in der Gesellschaft deswegen erhalten, weil sich gegen Veränderung gewohnt isoliert wird. Nur wenige Akteure gehen den Weg der eigenen Entwicklung und lassen das Konventionelle hinter sich. Dazu braucht man noch nicht einmal im Wald zu leben.

In einer hierarchischen Ordnung gibt es keine wirkliche Selbstbestimmung, da die teilnehmende Mehrheit den anerzogenen Denk- und Verhaltensmustern unterworfen und für die Entstehung einer hierarchischen Ordnung typisch sind, während das ganze Tamtam mit den üblich wohlwollend überlassenen Privilegien, Wertvorstellungen (Sachwerte (Eigen- und Besitztümer, „Geld“ (u.a. mit Zahlen bedrucktes Papier und Zahlenreihen auf dem Konto) sowie dem Glauben an den Wert der Arbeit) und „Grundrechten“ aufrechterhalten wird.

Die gewohnt unbewusst teilnehmende Masse, die es nicht anders weiß, weil sie darin aufgewachsen ist, kennt in der Regel nicht den Unterschied zwischen Freiheiten und Freizügigkeiten der Person, die einer sie gewährenden Autorität bedürfen und der Freiheit des Menschen diametral gegenüber stehen.

Wenn also leichtfertig von „Freiheit“ gesprochen wird, und einem dabei „Grundrechte“ durch den Kopf gehen, bewegt man sich im üblichen Gefängnis des geschaffenen Rollenspiels, wo nahezu alles veranstaltet wird, damit es (auch weiterhin) alternativlos erscheint.

Gedeckelt wird das ganze Szenario übrigens mit einem falsch anerzogenen Umgang mit dem Signal „Angst“.

Während einige nach Lösungen Ausschau halten, üben sich so manche im Resignieren und Ignorieren, in der Hoffnung sich an den gewohnten Haltungen und Wertvorstellungen weiter klammern zu können: Arbeiten gehen (lassen), Geld verdienen (lassen) und wieder ausgeben.

Dabei wird immer das gekauft, was ein anderer produziert hat, während zwischen beiden die Rolle des Kaufmanns mit seiner Lebensenergie „Geld“ zelebriert wird.

Warum sich viele mit diesen Gedanken schwer tun, sich etwas grundsätzlich anderes vorzustellen, liegt einfach darin, dass sie es versuchen mit dem einst Gelernten, Etablierten, Konventionellen zu vergleichen und zu verstehen versuchen.

So mancher hofft auch, irgendwann seinen Rachegelüsten nachkommen zu können, während er geflissentlich übersieht, dass er die ganze Zeit seine Lebensumstände selbst verantwortlich war, ist und immer sein wird, gleich wen er zu verbannen, zu beseitigen oder „in Amt und Würden“ zu heben meint.

Wenn man das Gefühl hat, etwas tun zu müssen und gleichzeitig das Gefühl herrscht, dass es ja sowieso nichts bringen würde und man sich auf diesen Gedanken zurückzieht, hat man den einzigen Ausgang aus der „Nummer“ übersehen, nämlich aus und durch sich selbst heraus.

Das klingt erst einmal komisch, weil man übersieht, dass man die ganze Zeit in vollem „Funktionsumfang“ der eigenen Denk- und Verhaltensmuster, nicht wirklich etwas für sich selbst tat, sondern nur für sein Haben und das System der alten Ordnung.

Während das Tagewerk normalerweise als Reflektion der „eigenen“ Entwicklung dienen soll, sozusagen als Selbstbelohnung, wird es im Rahmen des Habens, Festhaltens und klassischer Wirtschaft zum Geschäftsmodell mit Ersatzenergie und Fremdbelohnung hochstilisiert.

Letztlich geht es „einfach“ um die Zurückeroberung des eigenen Belohnungssystems. Streben nach innerer Erkenntnis und Entwicklung steht dabei dem gewohnten Sammeln und Anhäufen von Dingen und Informationen diametral gegenüber.

Und wer nicht mehr nach den gewohnten Verhaltensmustern funktioniert, der wird für die gewohnten Denker zunehmend „unsichtbar“, während er für das Leben immer „sichtbarer“ wird.

Einmal mehr, dass sich der Mensch Gedanken um die Philosophie macht, nach der er zu leben gedenkt und so über sich hinauswächst.

„Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden. Aber ich fand, wir sollten uns versammeln und uns erinnern und ich fand das hier…ganz angemessen: Die Aufgabe des Menschen ist zu leben, nicht zu existieren. Ich verschwende meine Tage nicht mit dem Versuch, sie zu verlängern. Ich nutze meine Zeit.“ „M“, Keine Zeit zu sterben, 2021

Anmerkung: Schon interessant, wenn einem aus dem Kino die eigene, die wesentliche Aufgabe bestätigt wird.