Damals – oder: Der Sinn hinter der Staatenlosigkeit

(v1.1) Das waren noch Zeiten. Damals, als man noch danach trachtete, einem Staat seine untertänige Aufwartung machen zu wollen und darauf erpicht war, seine für ihn „gerechten Vorgesetzten“ in Verantwortung sehen zu wollen, damit man sich wieder in einem „souveränen Staat“ zuhause fühlen konnte.

Dort, wo alles äußere Ungemach fein säuberlich durch Grenzen von ihm abgehalten wurde, wo „Sicherheit“ herrschte und der „Schutz“ der Bürger dem Staat an wirkliches Anliegen war, nur damit er so weitermachen konnte, wie bisher.
Und so tauschte man – natürlich gegen eine Belohnung – Freiheit gegen Privilegien, Freiheiten und Freizügigkeiten.

Doch waren dies lediglich nur Vorstellungen innerhalb gewohnter Denkstrukturen, die ein System erzeugten, in dem sich die Mehrheit bewegte, ohne es selbst wahrzunehmen – aus Ermangelung an Selbstreflektion, die man ihr aberzogen/abgewöhnt hatte.

Durch gewohnte Staatsgebilde und weiterer Verhüllungstricks vor dem Leben selbst, wandte sich der Mensch mit der Überzeugung, dass Mehrheit ein Garant für Richtigkeit sei, sichtbar vom Leben selbst ab.

Zumindest hatte er irgendwann erkannt, dass die BRD selbst nur eine Rechtsstaatsimulation war, die damals in 1990 – aus Ermangelung ihrer eigenen Rechtsgrundlagen, hatte aufgehört zu existieren.

Was blieb, war der belohnte Glaube an sie und all jene, die das Geld als einzigen Wertbehälter zu erkennen meinten, getragen von freiwilligem und durchgesetztem Gewohnheitsrecht.

Wie sehr sich der Mensch, aus Mangel an Selbstreflektion, die er in der Jugend gegen Verdrängung getauscht hatte, in der Summe des Lebens, selbst vergessen zu haben schien. Auch konnte er es zu dieser Zeit nicht erkennen.

Zu sehr war er damit beschäftigt, sich gewohnt an den ihm herangetragenen Vorteile zu erfreuen und gegen Ungerechtigkeit energisch zur Wehr zu setzen.

Alles (Selbst)Beschäftigungen, damit der Prozess der Infragestellung möglichst lange hinausgezögert werden konnte.

Denn was er nicht wusste: Er war nicht „Herr über sich“ selbst, sondern „funktionierte“ nur nach seinen Programmierungen, die er für „normal“ hielt und dies lieber durch „Herr über andere“ zu kompensieren versuchte.

„Normal“ im Sinne des Systems, worin er sich dadurch bewegte, wo Entwicklung in Form vordringlicher, technischer Errungenschaften und Sammeln von Statussymbolen stattfand – während ökonomischer Raubbau an der Natur betrieben wurde.
Doch das bekam er vor lauter Werbebotschaften, Arbeiten und Geld verdienen müssen ja gar nicht mit. Er musste – besser: Er wollte nur funktionieren.

Aus dem System heraus
Damals tauchten die ersten „Staatenlosen“ auf und es wurde sich darüber aufgeregt: Man müsse doch einen Staat haben. Kaum jemand erkannte, dass „Staat“ unter den gewohnten Konditionierungen seiner Teilnehmer, nur einer Betreuungsanstalt glich. Die sich der Usige gern schön zu reden versuchte.

„Wer nicht erkennt, dass er nicht erkennt, hat einen längeren Weg vor sich.“

„Wer nicht erkennen will, darf sich nicht wundern, wenn er zurückbleibt.“

„Zur Freiheit bedarf es nur des Mutes. Doch wisse: Es gibt immer nur ein Mitkommen und kein Mitnehmen.“

Die Rechtfertigung, dass alles ja schon immer so war, machte sich der Mensch zur Regel – einer trügerischen Regel. So konnte er jedoch einfach leben und „einfach“ sein.

Der Mensch war nur dann schwach an Willen, da er sich nicht gegen seine eigenen Denk- und Verhaltensmuster durchzusetzen vermochte. All sein Gehabe, sein lautes Krakeele, seine Drohgebärden und seine üblichen Verdrängungskonzepte und die Gewalt, sie waren dabei nur Werkzeuge einer gesellschaftlich vereinbarten Unwissenheit.

Der Mörder, der Serienmörder, der Vergewaltiger, der Kinderschänder waren nur Erscheinungsformen, die innerhalb gewohnter Denk- und Handlungsweisen – was man als „Erziehung“ bezeichnete – herankonditioniert wurden. Der eigene Hass wurde auf den jungen Menschen projiziert, der sich später nur ein Ventil suchte.

Leb- und Lieblosigkeit einer sich selbst entmenschlichenden Masse, das aus der Verdrängung heraus mangelnde Selbstwertgefühl und Selbstliebe, die Haltung, dass alles Nachkommende den Regeln der vorangegangenen Autorität zu entsprechen habe, war nicht nur für diese Erscheinungsformen verantwortlich.

Die Gesellschaft durfte sich also nicht wundern, wenn sie an sich selbst zu ersticken drohte, während sie die Selbstreflektion abgeschaltet hatte und wild mit dem Zeigefinger fuchtelnd die „wahren“ Schuldigen zu erwählen versuchte.

Eine gut gehende Betreuungsanstalt benötigte viele funktionierende Unbewusste und vor allem auf Geld und Arbeit sich selbst reduzierende Teilnehmer. Denn Versklavung war ja offiziell verboten.

Um dies zu umgehen und den damit verbundenen Aufwand mit Gewalt besetzter Unterdrückung zu vermeiden, beließ man die Unterworfenen im Glauben, „Arbeit mache frei“ und so versklavten sie sich durch ihre eigenen Denk- und Verhaltensmuster selbst. „Ich muss ja und kann ja nicht anders“, war die gewohnte Parole.

Dass sich der Mensch nur seinen eigenen Denk- und Verhaltensmustern unterwarf, war ihm nicht bewusst. Man band es ihm natürlich auch nicht auf die Nase.
So wurde das, was er im Außen wahrnahm, zu seiner einzigen Realität, einen Schritt und doch Lichtjahre entfernt vom Leben selbst.

„Jeder hat ja seine Bewusstwerdung“, verkam so zu einer Ausrede, während gleichzeitig von notwendiger Zusammenarbeit gesprochen wurde.

Der Mensch sah und sieht sich auch heute noch den Entscheidungen und damit verbundenen Konsequenzen ausgesetzt. So etwas wie Objektivität gibt es jedoch nicht.

Sein gewohntes Klein-in-Klein-Denken ließ den Menschen die Dinge groß erscheinen. Auch für diese Haltung war er selbst verantwortlich. Das wusste er bloß nicht, denn er musste ja arbeiten und Geld verdienen und konnten sich nicht um seine Konditionierungen kümmern, die seine Wahrnehmung, sein Fühlen, sein Denken und Handeln beeinflussten.

Klein ist die wahre Gestalt, die sich hinter und in ihm zu verstecken versucht, aus Angst davor entdeckt zu werden und im Prozess der eigenen Entwicklung möglicherweise „unter die Räder zu kommen“ – sein „Ich“. Der Mensch hat ein „Ich“, er ist nicht sein „Ich“ – schon oder noch vergessen?

Dass weiter nur an kollektive Betreuungsanstalten geglaubt wurde, wobei sich das menschliche Bestreben dadurch bereits erschöpfte, das Etikett „BRD“ gegen ein anderes austauschen und mit künstlich geschaffenen Regelwerken bepackt, wieder mal einen „guten Vorgesetzten“ auserwählen zu wollen, zeugte von einer gelungenen Selbsttäuschung.

Früher war alles früher
Die Liebe zum Gestern beruhte auf einer meist durch Bestrafung oktroyierten (auferlegten) Anerkennung der Autorität und ihrer Regelwerke. Dies führte zu einer dem Leben abgewandten Haltung, die immer wieder auf das nachfolgende Leben gestülpt werden sollte – plus einem Mischmasch aus Traditionen und Konventionen.

Plus eine verdreht gelernte und unhinterfragt angenommene, gesellschaftliche Vorstellungen von Miteinander, eine aus der anerzogenen Abgrenzung heraus mangelnde Mitmenschlichkeit, machten dies möglich – verbunden mit einer vereinbarten Vorstellung von Alleinsein, Tod und Ableben.

Über das eigene Sein hinaus
Das was Leben wirklich ist, geht über die Lebensdauer einer gewohnt menschlichen Erscheinungsform innerhalb der Materie“ hinaus – sogar über die Raumzeit hinaus.

Wer sich und alles hingegen nur auf Materie reduziert, darf sich nicht wundern, wenn er Angst vor dem Tod hat und versucht, hinter dem nächsten Geschäft herzurennen. Es gibt sie, jene Emporkömmlinge, die eine Weile lautstark nach Patriotismus rufen und Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit fordern. Bis jetzt entpuppten sie sich als jene, die weiter nur Geld, Eigentum, Besitz, Hab und Gut ihr Eigen zu nennen und zu verteidigen bereit waren.

„So tun, als ob“, steht (stand) der Authentizität diametral gegenüber. „So tun, als ob“ schafft (schuf) Fiktionen und Luftschlösser, Wunsch- und Traumgebilde von Mein und Dein.

Dazu hatte der Mensch auch sehr häufig den gewohnten Umgang mit der Angst angenommen, die ihm hinweisend als Warnsignal vor Veränderung „vorgelebt“ wurde, statt als Signal für seine Entwicklung.

„Wenn aber ein Tiger…“

Wir wollen, dass ihr es mal besser habt, als wir
So laufen ziemlich viele als Materie-Zombies herum und halten dies für „normal“, während es gewollt an Bewusstsein ermangelt – eine gesellschaftlich mentale Erscheinungsform, gleich einer kollektiven, geistigen Besetzung, auf der Suche nach dem Leben selbst, während man ihnen bspw. das nächste Handy präsentiert – mit dem man sich noch mehr von der eigenen Bewusstwerdung ablenken kann.

„Ja, aber ich muss doch Handys produzieren, damit ich Geld für meine Arbeiter habe. Wir haben doch Wettbewerb, die Konkurrenz schläft nicht und der Verdrängungsmarkt ist hart umkämpft.“

Der Arbeiter wird nichts sagen, weil er seinen Lohn bekommt, sonst meint er nicht leben zu können.
Der Unternehmer wird nichts sagen, weil er sich ein Gehalt zahlt, sonst meint er nicht leben zu können.
Der Mann in der Werbung wird nichts sagen, denn er wird dafür bezahlt, zu erzählen, wie toll das Handy ist, sonst meint er nicht leben zu können.
Der „Finanzbeamte“ wird nichts sagen, weil er von den Steuern seine Brosamen bekommt, sonst meint er nicht leben zu können.
Der Politiker wird nichts sagen, da er den Deal mit dem Unternehmen mit Steuern bezahlen ließ, zum Zwecke der Schaffung von Arbeitsplätzen und um in der nächsten Wahlperiode wiedergewählt zu werden.
Der Kaufmann wird nichts sagen, weil er die Handys aus der Massenfertigung für einen kleinen Preis ersteht und wieder mit Gewinn verkauft, denn er lebt davon.
Der Handynutzer wird nichts sagen, denn er geht ja arbeiten, damit er sich schließlich ein tolles Handy kaufen und bei anderen seinen Status zeigen kann, die wiederum in den nächsten Handyladen gehen, um sich ein noch besseres Handy kaufen zu wollen.
Der Banker wird auch nichts sagen, da er von den Zinsen der Dar-Lehen lebt, die er dem Handykäufer, der Mann in der Werbung, dem Arbeiter und dem Unternehmer vergeben hat, damit diese sich alles leisten können, sonst meint er nicht leben zu können.

Die Natur schaut sich das Gehampel vielleicht noch eine Weile an, weil es auf ihrem Rücken stattfindet, während die Betreuer darüber schweigen, dass es im Grunde genommen nur um die gesellschaftlich tolerierte Unvernunft geht, die als „Vernunft“ nach außen verkauft wird, was wiederum die Funktion der Betreuung erforderlich macht und sonst gemeint wird dass sie nicht leben zu können.

Erkannt, wo der Ausgang aus der selbst geschaffenen Unmündigkeit zu finden ist? Versuchen Sie es mal ohne die übliche Schuldzuweisung mit eingebauter Feindbildprojektion.

Wenn in regulären Kinofilmen bereits auf den Zeitraum „nur noch eine Generation entfernt“ verwiesen wird, kann ich gut verstehen, warum die Wahrheit nur so leise geflüstert wird: Niemand will der erste sein, der das kollektiv vereinbarte Geschäftsmodell richtig ins Wanken bringt. Denn keiner will „das erste Arschloch“ sein!

Sich also selbst täuschen zu wollen, wissen sie alle und sind der festen Meinung, dass dies noch lange der Fall sein wird und so weitergeht, damit weiter „verdient“ werden kann. Man gibt sich unauffällig.

Was jedoch übersehen wird: Bewusstwerdung läuft in einem irreversiblen, exponentiell ab und nicht linear. Und für all jene, die gar nichts davon mitbekommen, mitbekommen wollen oder als Ausrede haben, dass sie ja müssten… wird ihnen das Erwachen ziemlich sauer aufstoßen. Denn wurde sich bisher darauf konzentriert alles mehren zu wollen, außer dem eigenen, dem inneren Wert – als einzig vernünftigen und sinnvollen Ausgang aus der selbstgeschaffenen, mentalen Sackgasse.

Die Methoden Bestrafung und Belohnung dienten dabei nur als Mittel, den Menschen von seiner eigenen Entwicklung abhalten zu wollen: Wer entspricht, der wird belohnt, wer sich gegen die Mehrheit entwickelt und hinterfragt, wird bestraft. Denn schließlich es ist der Wille der Mehrheit – dafür wurde manche ja gewählt. Wer will hierfür schon die Verantwortung tragen, wenn nicht der Einzelne selbst. Verantwortung hat etwas mit Würde zu tun. Die kann man nicht rechtlich einklagen, noch lässt sie sich verletzen. Verletzt ist höchstens das „Ich“ des Menschen, was mit jeder Verletzung nur an seiner erste (aus der Bestrafung heraus) erinnert wird.

Die Entwicklung wurde danach durch den Einzelnen ausgehebelt, indem er sich der gelernten Verdrängung in Form der überall als „normal“ betrachteten Schuldzuweisung bediente und „die Anderen“ für seine Situation verantwortlich machte.

Einen noch…
Nach der BRD/DR-Nummer war für den Menschen das Enttarnen von Simulationen noch lange nicht zu Ende.

In der Hoffnung, es genüge die eine Simulation (BRD) durch eine Fiktion (DR) austauschen zu wollen, dies beflügelt von so mancher „realen“ Aussage und Herleitung aus künstlich geschaffenen Regelwerken, bewegte sich der aufkeimende Mensch jedoch zunächst weiter in einer kollektiv vereinbarten Vorstellung und Kreisbahn, sich dabei beharrlich auf das „ewig Gestrige“ konzentrierend, damit es irgendwann wieder zu seiner patriotischen Realität werden würde.

Wie sehr er sich damals irrte – bis er erkannte.

P.S. Souveränität – besser Selbstbestimmung ist eine Eigenschaft des einzelnen Menschen und nicht eines fiktiven Gebildes. Der Mensch unterliegt keinem Staat und auch keinem positiven Recht und keinen Vorgesetzten. Vernunft, Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden sind ebenfalls Eigenschaften des Menschen, jenes Menschen, der sich in Vernunft und Gewissen entwickelt – ebenso wie Authentizität.