Offene Worte

Eigentlich wollte ich einen kurzen Beitrag über das Video von Jo Conrad „Wahlbetrug in der  BRD“ schreiben. Habe mich dann aber anders entschieden, da dort immer noch versucht wird, an den alten Konventionen der alten (verfallenden) Ordnung festhalten zu wollen – obwohl das Tor in die Neue Zeit offen steht und ein Durchgehen mit dem Ablassen von den alten Konventionen verbunden ist.

Lieber mag ich heute etwas zu mir schreiben.

In der letzten Zeit wird sich des Öfteren darüber aufgeregt, dass man sich eher für die Flüchtlinge interessiert, als für obdachlose „deutsche“ Menschen in diesem Lande. Dazu mag ich etwas schreiben, was ich persönlich selbst erlebt habe und noch selbst erlebe.

Wenn man sich entschließt, die Dinge zu hinterfragen, wie das viele tun, lösen sich in der Regel die Beziehungen auf. 2013/2014 traf ich ein Ehepaar, dem man die Kinder weggenommen hatte und was obdachlos war. Ich nahm sie über sieben Wochen auf, während ich selbst Hartz IV hatte.

Im Büro in Fulda wollte ich irgendwann auch mal sehen, ob die Zusammenarbeit mit Menschen auch dann noch funktioniert, wenn der Einzelne (in dem Fall ich) bewusst keine Leistungen mehr vom System bezieht und auf die Unterstützung anderer angewiesen ist. Das Ergebnis war eine zunehmende Ausgrenzung aus der Gemeinschaft – auch weil ich mich dort bereits mit dem Thema „System“ beschäftigte.

Als ich 2014 meine Miete nicht mehr bezahlen konnte, musste ich ausziehen und lebte eine Weile bei meiner damaligen Liebsten.
Doch wie die Dinge so sind, wenn man sich mit den Themen an sich beschäftigt – Ihr kennt es ja selbst – rührt das stets auch am Umfeld. So zog ich zu einem Kollegen nach Gießen. Dort angekommen stellte ich fest, dass er wohl alles andere, als mit seiner Frau über mich gesprochen hatte. So lebte mit meinen sieben Kartons und meinem Computer ein Weile in seinem Büro.

Eine Bekannte holte mich deshalb irgendwann nach Köln, bis ein paar Monate später die Wohnung ihres Freundes – wo ich lebte – aufgelöst wurde und er mit ihr zusammenzog.
So rief ich eine Bekannte in Gelsenkirchen an und kam später dorthin – und fand mich in der Situation wieder, dass sie selbst schon zur Untermiete wohnte und dem Kollegen, der die Wohnung gemietet hatte, natürlich nichts gesagt hatte.
Das führte mich ein paar Wochen später nach Bamberg, wo ich bei einem Kollegen in der Firma etwa ein halbes Jahr lebte und das eine oder andere regelte. Das Unternehmen stand jedoch erkennbar vor einem grundsätzlichen Umbruch und es war nichts mehr machbar.
Da rief mich eine Bekannte an und erzählte etwas von einem Verein. Ich sagte, ich könne ja auch meine Vorträge halten. So ging es wieder zurück nach Gelsenkirchen. Das Thema des Vereins stellte sich jedoch als kollektive Fehlentwicklung heraus und Vorträge wollte man plötzlich keine mehr halten und zwischen den Mitgliedern herrschte rege Unruhe bis es knallte.

Irgendwann musste ich dann auch ausziehen und kam in den Odenwald, wo ich einer Frau dabei half, eine Zwangsvollstreckung aufzuhalten. Wie der aktuelle Stand ist, weiß ich nicht. Da ich mich ja mit der Hinterfragung des Systems beschäftige und unverblümt darüber spreche, wird das für viele unangenehm, weil sie im Kern das Alte nicht verlassen wollen. Denn es soll sich immer „woanders“ ändern. So sollte ich irgendwann wieder ausziehen und bin jetzt noch ein paar Wochen im Allgäu.

In dieser ganzen Zeit lebte ich von ca. 200 Euro pro Monat in Form von Spenden damit ich mir (wenn ich alleine lebte) überhaupt etwas zu Essen und Trinken kaufen und am Leben teilnehmen konnte.

Das ist natürlich nur eine vereinfachte Darstellung. Die Verfolgung und Ausgrenzung findet nicht nur innerhalb der BRD-Muster statt. Ein Grund, das ganze Thema weiträumiger als durch „Recht und Gesetz“ definieren zu wollen.

Bei der ganzen Sache habe ich natürlich eine Menge Beiträge aus der Beobachtung heraus entwickeln und hier veröffentlichen können.

Und überall wo ich hinkomme, kann ich den unaufhaltsamen Verfall beobachten, weil man an den alten Gewohnheiten krampfhaft festhält, um die Kontrolle nicht zu verlieren, während man das Neue erhofft, jedoch Veränderung in jeder Form einer Information gleichzeitig verdrängt.

Im Kern wollen die Menschen ihre Ruhe und alles andere, als jegliche Informationen über Veränderungen.

Sie haben wirklich echte Probleme, die sie gelöst haben wollen, jedoch den Problemlöser nicht selten dann gerne wieder loswerden wollen (Ich schreibe „nicht selten“, da es nicht für alle gilt.).
Das liegt daran, dass man Probleme niemals mit der selben Denkweise lösen kann, aus denen sie entstanden sind. Und gerade eine andere Sichtweise auf die Dinge, lehnen sie selbst dabei ab, weil das für sie zu einer persönlichen Veränderung führt – was sie jedoch nicht wollen.

Natürlich liegt es auch an mir. Schließlich habe ich mich öffentlich(! und mit Gesicht und Erreichbarkeit) dazu bekannt, die Dinge zu hinterfragen und mit der Infragestellung der Dinge (Sachverhalte), fühlen sich viele persönlich angegriffen. Sie können zwischen einer Sachorientierung, persönlicher Befindlichkeiten und Emotionen nicht unterscheiden. In der Regel herrscht die Angst vor Veränderung und Kontrollverlust.

Dabei stellt sich in der Regel heraus, dass die Entscheidung zum Untergang von ihnen selbst getroffen werden. Das wiederum zeigt, dass sie stets über sich selbst befinden.

Man sieht an den wenigen Zeilen, über mein Leben seit Ende 2014, wie weit ich selbst für das Neue zu gehen bereit bin. Das schreibe ich auch mal, weil sicher so mancher denkt, dass ich wohlbehütet irgendwo sitze und mir keine Gedanken zu machen brauche. Das was mich beharrlich sein lässt, habe ich bereits die Tage in meinem Beitrag „Warum ich so beharrlich bin“ verfasst.

Und offen gesagt: Ich habe genug gesehen. Denn wenn ich von der aktuellen Situation spreche, sehe ich, dass Ausgrenzung nur stattfindet, wenn Menschen sich dem stattfindenden Veränderungprozess und damit verbundenen, unkonventionellen Informationen nicht öffnen.

Und wer es aufmerksam gelesen hat, wird erkennen, dass ich seit zwei Jahren ohne festen Wohnsitz und nur mit meinen Habseligkeiten unterwegs bin. Der Grund, warum ich das alles mitmache (man sagt auch „ertrage“) liegt einfach daran, dass ich fest daran glaube, dass alles seine Richtigkeit hat, weil ich auch bewusst seit über 11 Jahren an etwas mitwirke, was von grundsätzlicher Natur zu sein scheint, wenn ich die bis heute reichlich aufgetretenen und bestätigenden Signale mit einbeziehe.

Gerne mag ich einfach mal irgendwo eine Weile bleiben, mich einbringen und einfach nur sein.

Ich habe festgestellt, dass Menschen über das System klagen, wenn ihnen „Unrecht“ widerfährt. Gleichzeitig zeigt sich, dass sie es selbst nicht ertragen wollen (erst daran wächst man) und jede Möglichkeit nutzen, um diesen willkürlichen Druck (nach unten) weitergeben zu wollen.

Dabei erkennt man, wie sie sehr sie selbst noch an der Macht über andere hängen, Veränderung verdrängen und so die Deutschen ihre eigenen Leute und sich selbst aus dem Neuen ausgrenzen.

In dieser Situation trifft man auch auf Menschen, wo man sich einfach gegenseitig nur weiterhilft.

Im Kern bin ich allen dankbar.

„Die Letzten werden die Ersten sein.“

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