Professionelles Untergraben von Vertrauen

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,737869,00.html (Spiegel)

Es ist mehr, als nur eine Versuchung, sich schnell die Taschen vollmachen zu wollen. Es untergräbt und schwächt den Binnenmarkt , trägt zum Ablassen von Gewohntem und zu weiterem Vertrauensverlust bei. Die propagierte Angst, schwingt nicht nur in jedem Ei mit, sondern auch in alle Produkten, in denen das Ei vorkommt. Wer profitiert wirklich davon?

All diese „Ausblühungen“, sind Symptome unserer Wirtschaft. Symptome sich verändernder Märkte und Marktverschiebungen, in denen sich die Akteure dazu „gezwungen“ sehen so handeln zu müssen. Wenn natürliches „Wachstum“ und Märkte ihre „natürlichen Grenzen“ erreichen, versucht man mit allerlei Tricks diesem Umstand ein Schnippchen zu schlagen.

Was den Wenigsten bewusst ist, dass dies alles Symptome überfrachteter Unternehmensstrukturen sind, die sich von anfangs funktionell zu vollkommen insuffizienten, altersschwachen Pflegefällen entwickelt haben. Die gesellschaftlich gelehrte und gelernte Verantwortungslosigkeit zeigt , dass es so nicht weitergehen kann.

Wie es grundsätzlich dazu kam?

Der Mensch lernte Probleme überall dort lösen zu wollen, wo sie sensuell in Erscheinung treten. Durch dieses Verhalten entstand erst die „Komplexität“, die er nun versucht mit allen Mitteln aufrecht zu erhalten. Der Zweck heiligt die Mittel, sagte Machiavelli. Nun, dies ist die Rechung.

Was sie eigentliche Lösung ist?

Der Mensch muss lernen in dynamischen Systemen zu denken, die Welt nicht als unabhängig voneinander existierender Phänomene (Probleme) zu akzeptieren, sondern als dynamisch vernetztes Beziehungsmuster und ihre wechselseitigen Abhängigkeiten, kybernetischen, symbiotischen, synergetischen und kausalen Wirkmechanismen.

Erst dann wird es dem Menschen gelingen die Strukturen wieder so anzupassen, dass sie sich in die Gesellschaft, wie auch in die sich globale verändernden Märkte gesund einpassen.

Solange dies nicht geschieht, wird nur sich diese Tragödie ökonomisch-gesellschaftlich-ökologischer Unzulänglichkeiten weiter fortsetzen, solange sich die in Verantwortung Berufenen nur mit Symptomen beschäftigen, solange wird sich nichts ändern.

Die Frage ist, soll sich überhaupt etwas ändern? Haben doch alle reichlich zu tun. Aus Sicht des Ganzen, ist Selbstbefriedigung ja eigentlich verpönt.

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