Ein Signal, mit dem man was anfangen kann

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(v1.2) Gedankenfragmente zu einem recht kurzen Video. Offensichtlich macht sich der eine oder andere doch Gedanken, dass man dem ganzen Tamtam am Ende doch noch auf die Spur kommt, während andere hoffen, ihre die hörigen Mitarbeiter und die Bevölkerung mit allerlei Neuigkeiten weiter auf Trab zu halten.
Jeden Tag muss – belohnt – die „Sau durchs Dorf getrieben“ werden, damit alle immer gut mit Symptomen des Systems beschäftigt und abgelenkt sind.

„Demokraten“ heißen nur so, wie die Ordnung nur als eine „demokratisch-freiheitliche“ etikettiert wurde, während es sich üblicherweise nur um gewöhnliche Machtstrukturen handelt.

Für den gewöhnlichen Bürger reicht es, wenn die Dinge nur so heißen, wie „Freiheit“, „Gerechtigkeit“, „Frieden“ usw.

Welch tiefgründige Bedeutung sie für ihn und die Gesellschaft haben, daran ist er nicht wirklich interessiert. Schließlich muss er ja arbeiten, Geld verdienen und wieder ausgeben, um auf dieser Weise das System, dem er so unwissentlich dient und was gegen ihn gerichtet ist, weiter aufrecht zu erhalten.

Ein System der Umhüllung und Zweckentfremdung der Entwicklung des Menschen. So in etwa kann man das System der alten Ordnung bezeichnen. Früher nannte man das ganze Tamtam „Feudalismus“.

Die Rolle der „Feudalherren“ wurde mittlerweile durch die Rolle der „(Bank)Kaufleute“ ersetzt, während der ganze Zinnober nur deswegen funktioniert, weil der Masse anerzogen glaubhaft gemacht wurde, dass mit Zahlen bedrucktes Papier, Zahlenreihen auf dem Konto und die Arbeit, die damit zu begleichen sei, etwas wert seien.

„Zu Beginn schweigt man, weil man gehorcht. Dann schweigt man, damit man was „wird“, und am Ende schweigt man, damit man das Erreichte behält.“

Die Zweckentfremdung zeigt sich dahingehend, dass der natürliche Entwicklungsprozess des Menschen im Umgang mit der Materie (zur Reflektion des Gelernten) durch einen Entwicklungsprozess im Haben ersetzt wurde, während der Mensch seine eigene Entwicklung (von seinen Herren belohnt) vergessen hat.

Es geht auch darum, wieder „Herr“ über das eigene Belohnungssystem zu werden, statt es für artgerechtes Verhalten fremdbestimmen zu lassen und man dann geliebt wird und dazugehört oder seinen anerzogenen Süchten nachzugehen meint.

„Auf erschreckende Weise ist klar geworden, dass unsere Technologie unsere Menschlichkeit überholt hat.“ „Albert Einstein.“ „Ja, ich seh‘ dich an und denke, ich denke, dass irgendwann unsere Menschlichkeit vielleicht nicht mehr übertroffen wird von der Technologie.“ Dialog „Donald Ripley und Jeremy „Powder“ Reed“, Powder, 1996

Mittlerweile sind die Lücken dieser von Gehorsamsbereiten und ihren Herren aufrechterhaltenen alternativlosen Illusion so groß, dass es für die „Insassen“ das Wegschauen immer schwieriger zu werden scheint.

Noch kann man sich der gewohnten Verdrängungskonzepte bedienen, denen die Schaffung eines Feindbildes („Reichsbürger“, „Terroristen“, „Staatsfeinde“, „Extremisten“, „Demokratiegegner“, „Corona-Leugner“, „Querdenker“ &c.) vorausgeht, um die Konzepte rechtfertigen zu wollen, was über kurz oder lang zu einer recht netten „Psychosen-Arie“ verkommen wird, deren Druck man irgendwann nicht mehr standhalten kann.

Es lohnt sich, die Filme „Experimenter“ und „I, wie Ikarus“ anzuschauen, denn die Nummer läuft gerade auf globaler Ebene: das Milgram-Experiment.

Was da als „öffentlich-rechtliche Grundordnung“ bezeichnet wird, hat George Orwell in seinem Roman „1984“ mit „Großer Bruder“ bezeichnet. Es ist ein auf gleichgeschalteten Denk- und Verhaltensmustern entstehender Gruppenzwang, den zu erhalten, irgendwann alle Mittel dafür gerechtfertigt werden.
Faschismus ist dabei nur jenes Phänomen, was seine Energie aus der gesellschaftlich anerzogenen Gehorsamsbereitschaft zieht, wie sie auch in den meisten Familien als „normal“ erachtet wird.

„Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.“ hinweisend auf Art. 6, Abs. 1, Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

Ehe, Familie und „Staat“ sind lediglich künstlich geschaffene Institutionen IN und AN denen positivrechtliche Regelwerke zur Anwendung kommen, und wo der Mensch auf den „Ernst des Lebens“ vorbereitet wird.

Da es sich um künstliche Regelwerke handelt, bedarf es auch einer „Umgebung“ IN denen sie als geltend (an)erkannt werden, was man mit „räumlichen Geltungsbereich“ bezeichnet. Dazu eine kleine Aufgabe. Geben Sie spaßeshalber mal: „Ländercode ist kein Staatenschlüssel“ bei Google ein.

Wo wir beim vom Menschen geschaffenen, künstlichen Recht angekommen sind, was dem Vernunftrecht (überpositives Recht, Naturrecht) diametral gegenüber steht, siehe dazu: „Von Positivem und Überpositivem“.
Was das positive, vom Menschen geschaffene Recht selbst angeht, siehe dazu: „Im Banne der Fiktion“.
Das wiederum lässt die Kenntnis über den Unterschied zwischen „Person“ und „Mensch“ in einem ganz anderen Licht erscheinen.

„Die „natürliche Person“, ist der Mensch in der Rolle als…Rechtssubjekt.“

Der gewohnte Denker, der den Unterschied zwischen „Person“ und „Mensch“ nicht kennt – besser: oder nicht verinnerlicht hat, was zu einer signifikanten Änderung seiner Denk- und Verhaltensmuster führen würde, hält sich für die Person (also die Rolle), was ihn in einer Fiktion leben lässt, die für ihn von Seinesgleichen geschaffen wurde.

Realität ist etwas, was im Kopf entsteht, genauso wie die irrige Vorstellung, dass einem etwas oder jemand gehören würde.
Ein mentales Gebilde, was sich aus Denk- und Verhaltensmustern, davon abgeleiteten Konventionen und Wertvorstellungen entwickelt, was zu einer Wechselwirkung mit der Materie führt, weshalb der Existenzverlust lediglich einen Rollenverlust darstellt, wo das Nichts nur ein Schauermärchen ist. Letztlich:

„Ich weiß, was das hier alles ist.“ „Ja? Was denn?“ „Es ist eine Illusion. Ein schauriges Trugbild. Erdacht und heraufbeschworen von Schwächlingen, um Angst zu entfachen. Ein verzweifelter Versuch, einfach alles zu kontrollieren. Und ihr stolziert umher, als wärt ihr die göttlichen Gebieter über alle Macht im Universum.“ „Loki“, Loki, 2021

„Krise ist jener Zustand, wo gewohnte Denk- und Verhaltensmuster zu keinen wirksamen Ergebnissen mehr führen.“

Vielleicht fragt sich der eine oder andere noch immer, was er man mit dem Wissen denn anfangen kann? Das sieht man dann, wenn er aus dem Wissen für sich und somit auch für andere sicht- und spürbare Konsequenzen ableitet, verbunden mit sicht- und spürbaren Handlungen.

„Jede Theorie über den Geschmack von Mars®, scheitert an erlebter Praxis.“

Die „Corona-Märchenstunde“ hat – nebenbei erwähnt – auch ihre „guten Seiten“, denn sie offenbart dem Einzelnen sein eigenen Verhalten, sein Wesen, was so mancher wieder einmal mehr damit zu rechtfertigen meint, dass er ja nicht anders könne.

„Wir haben gewonnen. Die Menschen interessieren sich nicht mehr für ihre Bürgerrechte, nur noch für ihren Lebensstandard. Die moderne Welt hat Ideen, wie die Freiheit, hinter sich gelassen. Es genügt ihnen zu gehorchen.“
„Die Gefahr bleibt bestehen, solange der freie Wille existiert. Jahrhunderte lang haben wir versucht durch Religion, Politik und heute durch Konsumdenken Widerspruch auszulöschen. Hat nicht auch die Wissenschaft eine Chance verdient?“ Dialog aus dem Film „Assassin’s Creed“, 2016

Das als alternativlos und deswegen „ernst“ geglaubte Rollenspiel zu verlassen, genau darum geht es. Denn wir alle schaffen uns Modelle, um uns in dem, was wir das Leben nennen, bewegen zu können.
Im Grunde ist die „Schule“ vorbei und es ist erkennbar, dass die Schüler ins Leben geworfen werden, auch um zu sehen, was sie gelernt haben.

Wer danach noch immer Schwierigkeiten mit der Beantwortung der Frage hat, was er denn tun könne, wie dies so mancher in der Vergangenheit häufig zum Ausdruck gebracht hat, mag sich die Frage stellen, ob er wirklich etwas tun mag.

Wer an diesem Punkt die Spaziergänge, Demonstrationen und Proteste hochzuhalten meint, dem sei gesagt, dass es sich hier lediglich um ein kollektives Klagen und Jammern handelt, wo dem selbst geschaffenen Leid nur eine Ventilfunktion beschert wurde – auch wenn dies die Akteure überhaupt nicht hören wollen.

„Demos bringen nichts. Damit verschleiern wir nur unser Nichtstun… Wir demonstrieren gegen die Agrarpolitik, nachdem halb Afrika verhungert ist. Wir rationieren das Wasser, nachdem das Grundwasser knapp wird, wir reden über den Klimawandel, nachdem die Welt in Flammen steht.“ „Samantha“, Utopia, 2020

Und selbst wenn die Bejammerten und Beknieten in irgendeiner Weise der einfachen Bevölkerung in einer belanglosen Angelegenheit nachgeben, während die große Nummer unangefochten weiterlaufen soll, ist es seitens der aktiven Bevölkerung notwendig, sich nicht mit dem Nächstbesten zufrieden zu geben.
Hat man erst einmal die „große Überschrift“ erkannt, so spielt das übliche Erreichte nur noch eine unwesentliche Rolle (meist basierende auf niederen Beweggründen).

Wer nun voreilig mit dem Degen zu schwingen meint, und schon mal ein „Einer für alle, und alle für einen“ zum Besten gibt, um alsdann „Frieden“, „Freiheit“, „Gerechtigkeit“ und „Gleichheit“ zu fordern, dem sei an diesem Punkt gesagt, dass es sich für gewöhnlich nur um nett klingende Etiketten handelt, mit denen gern mündlich „hantiert“ wird, während man diese a) nicht einfordern kann, sondern b) selbst vorzuleben hat, was fundamentale Konsequenzen nach sich zieht.

Reklame: „Vernunft ist der intuitiv getriggerte Prozess zwischen bedingungslosem Geben und bedingungslosem Empfangen. Sie ist der eigentliche Hort der Gerechtigkeit, des Friedens und der Freiheit. Gewissen ist zu spüren, was rechtens ist.“

Um dies zu bewerkstelligen, bedarf es sich mit ihren tiefergehenden Bedeutungen auseinanderzusetzen. Sicher kann man sich nun viel Literatur „um die Ohren hauen“, was nicht wirklich sinnvoll ist, weil meist etwas auswendig Gelerntes davon übrig bleibt.

„Was ist Freiheit?“ „Freiheit ist alles zu tun, was keinem anderen schadet.“ „Das bedeutet, dass jetzt alle in der Nahrungsmittelindustrie sofort kündigen müssen.“ „So darf man das aber nicht sehen.“

Sie sehen an diesem Beispiel, auf welch wackeligen Beinen so manches Argument steht und dass die Nummer irgendwie eine andere zu sein scheint, als sich dies der gewohnte Denker denkt, der nicht selten auf die Rückkehr von „gerechten Vorgesetzten“ und klaren Vorschriften zu hoffen meint.

„Freiheiten und Freizügigkeiten haben mit Freiheit nichts zu tun, da diese einer Autorität bedürfen, die sie wohlwollend gewährt.“

Das gleiche findet man beim „Frieden“, der eine Angelegenheit auf Papier sein soll, während Papier jedoch nur geduldig ist, die Waffen später weiter im Schrank stehen, das Misstrauen gegenüber einem möglichen(!) Feind bestehen bleibt und letztlich nur so weitergemacht werden soll – wie bisher.

„Etwas wie einen äußeren Feind“ gibt es nicht. Egal, was die Stimme in ihrem Kopf ihnen sagt. Alle Feindbilder, die wir haben, sind nur Projektionen des „Ichs“, als der Feind selbst.“ Dr. Deepak Chopra, M.D., Revolver, 2005

Da kann man noch nicht einmal mit dem Finger auf „die Bösen“ zeigen, weil unter den gewohnten und in der Regel unbetrachteten Denk- und Verhaltensmustern jeder daran beteiligt ist, selbst wenn er dies zu verneinen und sich in die Rolle des „unschuldigen Opfers der Umstände“ oder des „Unantastbaren“ zu retten versucht.

Gerade die Rolle des unschuldigen Opfers der Umstände schreit förmlich nach seiner Betreuung, wo es von Betreuern „geschützt“, „gehegt“ und „gepflegt“ wird.

Spätestens wenn er „aufmuckt“, wird man ihn an die ihm wohlwollend überlassenen Privilegien erinnern. Deshalb ist er im voreilenden Gehorsam auch „brav“ und „artig“, so wie es sich gehört. Denn schließlich hat er ja etwas zu verlieren – glaubt er zumindest.

Selbst wenn ich mich an dieser Stelle zum x-ten Male wiederhole: Das System erzeugt sich durch die gewohnte Erziehung zur belohnten Gehorsamsbereitschaft und wird später aufrechterhalten durch wohlwollend vergebene Privilegien.

Das will natürlich niemand hören, und so wird sich „vor der Wahl“ unter den „Vorerlesenen“ mit ernster Miene gerne um den Etikettierapparat gestritten, welches Mal der Bevölkerung aufgeklebt wird, um das System der alten Ordnung weiter betreiben zu können – ohne dass es jemand wirklich merkt.

Was das System ist, von dem nur allzu gern gesprochen und der Begriff dabei reichlich strapaziert wird, mag einmal mehr klar sein und wo es zu finden ist, und was der Einzelne selbst dazu beitragen kann.

So am Rande: Die Mehrheit wird nicht erst jetzt versklavt. Sie war es bereits die ganze Zeit.

Jenen die auf den global gesellschaftlichen Wandel und der Entwicklung des Menschen und damit verbundenem Entwicklungsprozess hinarbeiten, wie auch jenen, die nur „so tun, als ob“ es ihnen um die Entwicklung der Bevölkerung ginge und jene, die sichtlich dagegen sind, tragen letztlich alle auf ihre eigene Art und Weise zum Gelingen bei.

„Manchmal muss man einen Baum pflanzen, unter dessen Schatten man sich selbst nicht mehr legen kann.“

Nachtrag: Es ist ein beachtlicher Unterschied, ob man am Ort „Fulda“ lebt oder Teil der „Stadt Fulda“ ist. „Stadt Fulda“ ist, wie auch „Stadt Recklinghausen“, nur ein bei D&B eingetragenes Unternehmen, wo jener in der Rolle als „Bürgermeister“ oder Oberbürgermeister“, nur die Geschäftsführung spielt.

Nachtrag 2: Wenn man das System infrage stellt, stellt man gleichzeitig auch alljene infrage, die daran glauben (festhalten).

Musikalische Nachbehandlung: