Sie fühlen sich einigermaßen unschuldig?

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(v1.0*) Sie wundern sich, warum Ihnen, als unschuldiges Opfer der Umstände, andere auf den Füßen stehen, wie bspw. die „böse Regierung“, „die Eliten“, die „Schwabs“ oder einfach nur die „George Soros“ und „Bill Gates“ dieser Welt, die nichts anderes zu tun haben, als hinter Ihrer Seele her zu sein, um Sie (persönlich) mit Hilfe mehrerer Impfungen vom Antlitz der Erde tilgen zu wollen?

„Bei 1,7 Mrd. können wir so dekadent, maßlos und Scheiße sein, wie wir wollen. Bei 10 Mrd. müssen wir strategisch sein, wir müssen bescheiden sein, wir müssen selbstlos sein. Und wie ihr wisst, sind wir darin nicht so gut.“ „Dr. Kevin Christie“, Utopia, 2020

„Es reicht, wenn 500.000.000 weiter an die Arbeit gehen, um die Gefilde der Macht und damit verbundenes erfülltes Leben der „Ewigen“ aufrechtzuerhalten.“ Unbekannt, erfunden

„Es ist keine Pandemie dafür nötig, dass sich die Menschen impfen lassen… nur die Angst vor einer Pandemie.“ „Wilson Wilson“, Utopia, 2013/14

Genug der Sichtweisen aus der anerzogenen Opferhaltung. Es geht darum, sich von dieser mehr und mehr zu verabschieden, was sich für die meisten dadurch gestalten soll, dass die „Bösen“ erst einmal „weg“ müssen, um dann etwas anderes zu machen, als sonst.

Ich glaube nicht daran, dass dies wirklich funktionieren würde, weil das gewohnte “Ich“ sehr „veränderungsträge“ ist, um sich unter „normalen“ Umständen zu ändern.
Eben weil es so erzogen wurde, dass ihm ein „so tun, als ob“ sich etwas ändern soll, bisher gereicht hat und damit seine Existenz und im Rahmen gesellschaftlichen Gruppenzwangs das System aufrechterhalten wurde, neben der Vorstellung, dass mit Zahlen bedrucktes Papier und Arbeit etwas wert seinen.

So erzeugt es selbst den Druck und damit verbundenes Leid, wofür es jedoch anderen die Schuld dafür zu geben meint.

Die Sache mit Druck und Leid liegt einfach daran, dass zwar lautstark gefordert wird, dass sich „endlich“ etwas ändern soll, während die Fordernden selbst nicht davon betroffen sein wollen. Das Leid ergibt sich aus dem Festhalten an alten Gewohnheiten, während nach außen das Gegenteil – Veränderung – gefordert wird.

Der Druck im Kessel steigt deswegen, weil die Betroffenen sich weiter im Probleme sammeln üben und auch nur diese akzeptieren. Warum? Weil es ihrer anerzogenen Opferhaltung am nächsten kommt, zu Eigen ist.
Auf diese Weise sind jene selbst ein wirksamer Teil der von ihnen wahrgenommenen Probleme, die in Wirklichkeit nur Symptome sind, mit denen sie sich täglich wie ein Don Quichotte zu beschäftigen wissen.

Einmal mehr, sich von dieser anerzogenen Haltung Schritt für Schritt zu verabschieden.

Denn was liegt letztlich näher?

Während sich die Welt „gezwungener Maßen“ nach vorne bewegt, versuchen sich so manche noch immer darin, das Vorgestern noch einmal aufleben zu lassen oder in der gewohnten Vorstellung, die „ungerechten“ gegen „gerechte“ Vorgesetzte austauschen zu wollen, was vom Prinzip her Unfug ist – schließlich geht es ja im Selbstbestimmung, verbunden mit der Rückkehr zur eigenständigen Entwicklung und damit verbundener Entwicklung in Vernunft und Gewissen.

Kommen Sie mir an dieser Stelle nicht damit, dass ja die anderen nicht vernünftig seien oder sein werden. Es geht um SIE selbst und niemanden anderen.

Vor längerer Zeit rief jemand an und faselte etwas davon, er sei ja souverän und man müsse alle anderen weiter betreuen. Er hat es nicht wirklich verstanden.

Noch immer wird, im Zuge gefühlter Einschränkung der Grundrechte, die Freiheit zurückgefordert.
An diesem Punkt ist erkennbar, dass sich bisher nicht wirklich mit dem Thema „Freiheit“ auseinandergesetzt wurde und man sich mit den von einer Autorität wohlwollend zugestandenen Grundrechten/Privilegien „Freiheiten“ und „Freizügigkeiten“, als Billigausgaben, zufrieden gegeben hat.

Denn wenn Freiheit all das wäre, was man tun könne, was keinem anderen schade, so müssten nicht nur alle in der Nahrungsmittelindustrie morgen ihren Job kündigen.

Das war gerade Philosophie aus der Praxis.

„Wer sich wie ein Opfer verhält, darf sich nicht wundern, wenn er wie eins behandelt wird.“

Was mich freut, dass hier und da der eine oder andere Beitrag auftaucht, der sich ebenfalls mit jenen Themen auseinandersetzt, die den Menschen in seinem Wesen betreffen und nicht gewohnt nur in seinem „Geldbeutel“, siehe: „Sind wir lebenslange Schauspieler?“ und „Fiktionstheorie“