Von Meinungen und Feststellungen

(v1.0) Die Feststellung, dass schmutziges Wasser schmutzig ist und nebenbei bemerkt auch noch nass, ist im Kern keine Meinung, sondern lediglich eine Feststellung von vorgefundenen Sachverhalten. So ist es mit den meisten Sachverhalten, die heute so gehandhabt werden: Es sind nur Feststellungen. Ich spreche hier nicht nur die Aufklärerszene an, doch vordringlich.

Genauso ist es, wenn das, was unter „Freiheit“ verstanden, eingeschränkt wird oder werden kann, denn dann waren es von einer Autorität nur wohlwollend zugestandene „Freiheiten“ oder „Freizügigkeiten“. Freiheit ist jedoch nicht das, was mehrheitlich gelernt wurde.

Was den Menschen jedoch gezeigt wird, ist ihre aktive Teilnahme am Faschismus, der sich auf der anerzogenen Gehorsamsbereitschaft lediglich ein nettes Stelldichein gibt.

Wer nun auf die Idee kommt, die ungerechten nur gegen gerechte Vorgesetzte austauschen zu wollen, tut sich im Kern keinen Gefallen damit – mehr macht er sich nur etwas vor. Allein schon deswegen empfiehlt es sich, über den gewohnten Tellerrand hinauszudenken.

Ich selbst, lebe nicht mehr in einem Staat und beziehe auch keinerlei Vorteile aus einer solchen Institution. Ich habe auch nicht vor zurückzukehren.
Sicher kann der eine oder andere (im Hintergrund) irgendetwas Gegenteiliges behaupten, was nur eine Beschreibung seines eigenen Zustandes wäre, den er zu übertragen versucht. Ohne Dialog ist es nicht von Belang.

Sicher kann man sich auch irgendwelche Mächte im Hintergrund ausdenken, die einen beeinflussen, was im Kern auch nur eine Ausrede ist, um die eigene Machtlosigkeit und damit verbundenes Weitermachen rechtfertigen zu wollen.

Der Wandel zeigt den Menschen lediglich ihr wahres Gesicht.

Die „Lösung“ ist letztlich einfach, wenn man erkannt und verstanden hat, was und warum alles nicht funktioniert hat, was bereits viele Akteure über die Jahre eindrucksvoll bewiesen haben.
Das ist letztlich kein Nachteil, da diese Erfahrungen notwendig waren, dass es –

  • nicht reicht, nur einen Personalausweis gegen einen Personenausweis zu tauschen,
  • nicht reicht, nur einen Staat errichten zu wollen, um „das andere Übel“ damit verdrängen zu wollen,
  • nicht reicht, nur einer Rechtsfiktion eine menschliche Eigenschaft (Selbstbestimmung) zu verleihen, um selbst weiter in der alten „Prinzipsoße“ rühren zu wollen,
  • nicht reicht, nur einen „Gelben Schein“ zu machen, um nachher nur zu wissen, was man bereits vorher wusste,
  • nicht reicht, nur weiter in Details von Details wühlen zu wollen, um noch ein bisschen mehr Recht zu haben, als jener, der das eine oder andere Detail nicht kannte, während das, was den Menschen(!) betrifft weiter übersehen wird,
  • nicht reicht, nur rechtliche Bettel- und Schutzbriefe ins Ausland zu schicken,
  • nicht reicht, nur den Rechtskreis wechseln, um nur ein anderes positives Recht gegen die „Widersacher“ (die Feinde) anwenden zu wollen (HLKO, UCC),
  • nicht reicht, nur auf die Gerechtigkeit einer „hohen Hand“ zu hoffen, die dann alles im Sinne der Unterworfenen regelt,
  • nicht reicht, nur darüber zu informieren, was die „Bösen“ getan haben – besser: was die Bösen mit allen (noch) vorhaben, während man mit dem Finger auf jene zeigt,
  • nicht reicht, nur genug kämpfen zu müssen, um irgendwann den auserkorenen Gegner besiegt zu haben, während man entschlossen andere dafür vorschickt,
  • nicht reicht, nur genug Unsäglichkeiten ungeklärt in den Raum zu „kübeln“, wenn anschließend der Dialog ausbleibt,
  • nicht reicht, nur noch nett wirkende Frontbeschallung für die Überdrüssigen stattfindet, die nur das zu hören bekommen, was ihnen gefällt,
  • nicht reicht, nur lange genug auf das Gestern zu hoffen, was jedoch gestern bleibt, als eine Erinnerung, wie es nicht funktioniert hat, denn sonst wäre es ja noch vorhanden,
  • nicht reicht, nur ein Namensetikett auszutauschen, um dann „Ruhe“ zu haben,
  • nicht reicht, nur genug Unsäglichkeiten zu veröffentlichen, auf das sich endlich etwas ändert, während die „Veröffentlicher“ hoffen, selbst nicht von den Veränderungen betroffen zu sein,
  • nicht reicht, nur die „ungerechten“ gegen „gerechte“ Vorgesetzte austauschen zu wollen und damit habe sich der „geistige Vorfall“ als erledigt erwiesen
    • &c.

Erst neulich kursierte die Information, dass man jedem Deutschen (wahrscheinlich mit Heimatschein, Gelben Schein oder Ariernachweis) 1.000.000 Euro aufs Konto überweisen will.
Ich war tatsächlich drauf und dran, einen passenden Kontoauszug dafür nachzumachen, beließ es jedoch bei einem netten Beitrag, der von so manchem dann „überflogen“ wurde.
Keine Regierung, keine Alliierten werden die Deutschen befreien. Das kann er nur selbst. Leider reicht es nicht, nur weit genug nach Gestern zu schauen, wenn man nicht hinter die Bedeutung von Geschichte blickt, die nicht nur eine tragische Dokumentation der Unterwerfung von Verlierern durch die Sieger ist. Und nochmals:

„Doch haben die Besatzungsmächte treuhänderisch die Aufgabe des handlungsunfähigen Deutschen Reichs wahrgenommen, also ist ihr Handeln dem deutschen Souverän zuzurechnen. Folgerichtig haben die Siegermächte stets betont, die „Befreiung des deutschen Volkes vom Nationalsozialismus und Militarismus“ sei eine rein deutsche Angelegenheit. FAZ, „Briefe an die Herausgeber“, 26. August 2013, Ausgabe Nr. 197, Titel: „Die Folgen der Entnazifizierung“, siehe: „Was wirklich hinter 139 GG steckt“

Sicher kann man das alles auch aussitzen, was ich jedoch für keine gute Idee halte. Sicher kann man diese Hinweise auch ignorieren, was nichts anderes wäre, als im Alten verweilen zu wollen. Es ändert nichts an der Tatsache, dass der Weg der eigenständigen und eigenverantwortlichen Veränderung weiter vor einem liegt.

P.S. Damit über Lösungen gesprochen werden kann, ist es notwendig den wesentlichen Missstand zu erkennen, der nicht darin liegt, dass „die Anderen“ nur weg müssten.

Nachtrag: Was eine Verfassung betrifft, ist es sinnvoller die geistige Verfassung in Augenschein zu nehmen, statt sie auf ein Stück Papier zu verbannen, was dann wieder in Vergessenheit gerät. Es gibt keine Mehrheit, auf die es erst einmal zu warten gilt, um dann den eigene Arsch zu bewegen.

„Es gilt erst einmal ein Bewusstsein des Missstandes zu schaffen. Jetzt nicht gleich zu fragen: „Gib doch die Antwort.“
Ein Dutschke will keine Antwort geben. Das wäre genau die manipulative Antwort, die, ich nicht zu geben bereit bin. Denn was soll es bedeuten, als Einzelner Antworten zu geben, wenn die gesamtgesellschaftliche Bewusstlosigkeit bestehen bleibt. Die muss durchbrochen werden, dann können Antworten gegeben werden…“ Rudi Dutschke