Eine echte Wahl aufzeigend

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(v1.15*) Kennen Sie die Vatikanbank? Im Kern bietet sich dem gewohnten Denker die Wahl zwischen dem falschen „Gott*“ (das Geld) oder dem „Stellvertreter Gottes* auf Erden“, also prinzipiell einem Vorgesetzten. Beides fern ab vom *Leben selbst.

Selbst wenn man dem „Mann in Weiß“ weiter keine Aufmerksamkeit schenkt und das Geld wählt, bewegt sich der gewohnte Denker gewohnt nur innerhalb des Systems, aus Gehorsam, Arbeiten, Geld verdienen und wieder ausgeben. Okay, nebenher gibt es noch ein bisschen Urlaub und Firlefanz.

In der Regel hält man das alles für „normal“, weil es alle ja auch so machen und kaum jemand macht sich Gedanken darüber, ob das schon alles ist – neben dem Wunsch nach „Sicherheit“, „finanzieller Freiheit“, die doch mehr nach „Arbeit macht frei“ klingt.

(Anmerkung: Auch der Glaube an (gerechte/ungerechte) Vorgesetzte – gleich was sie einem versprechen und mitunter wohlwollend zugestehen, macht nicht wirklich frei. Und sie weisen auch immer wieder darauf hin, halt nur in einer Art und Weise, die der gewohnte Denker nicht versteht. Meist verstehen sie es selbst nicht.)

Im System der alten Ordnung gibt es keine Sicherheit. Sie gehen solange an die Arbeit, wie Sie artig funktionieren. Dafür bekommen Sie „Geld“ (mit Zahlen bedrucktes Papier oder Sichteinlagen auf dem von der Bank verwalteten Konto).
Mit diesem gehen Sie einkaufen, wo andere darüber bestimmen, wie viel Sie dafür bekommen. Und wenn es „knallt“, kehrt alles zu seinem wahren Wert zurück: zu nichts. Und warum? Weil es zu Beginn seiner Schaffung aus dem Nichts, bereits nichts wert war.

Erst im Rahmen der Dar-Lehensvergabe und mit der „Besicherung“ (anerzogener Glaube der Gesellschaft, etwas sei etwas wert, ob das ein Gegenstand oder die eigene Leistungsfähigkeit betrifft), schnappt die Falle für Sie selbst zu.

Wo bleibt für Sie da die Sicherheit? Ach so. Zu meinen, dass Sie ja nicht anders können, damit sei das Thema für Sie bereits abgehandelt.

In der Tat macht sich die Gesellschaft gegenseitig selbst etwas vor und bewegt sich so im gewohnten Rahmen ihrer Kontrollierbarkeit. Dies solange, bis sie um- und weiterdenkt und nicht nur „funktioniert/reagiert/verdrängt“.

Dies, damit Sie später mal „Geld“ bekommen, was man mit „Rente“ oder „Pension“ bezeichnet?
Wenn Sie denn arbeiten gehen, bekommen Sie zunächst erst mal „Rentenpunkte“. Das was Sie aktuell einzahlen, damit werden all jene, die „Rente“ beziehen „bezahlt“.
Das Rentensystem ist nichts weiter als eine in die Zukunft gerichtete (Selbst)Versklavung der Gesellschaft durch sich selbst. Und diese getragen von der Vorstellung, ein Anrecht darauf zu haben.

An diesem Punkt zeigt sich die Fratze der ach so „alternativlosen“ Realität, die sich der Mensch, aufgrund unhinterfragter und repetitiv gelernter/anerzogener Denk- und Verhaltensweisen, selbst geschaffen hat.

Sie haben tatsächlich eine Wahl!

Wer meint, nicht anders zu können, lässt sich nur weiter von dem bestimmen, was ihm am nächsten ist: seine eigenen Denk- und Verhaltensweisen.

„Dar-Lehensgeber, Dar-Lehensnehmer, Dar-Lehensvertrag“

Die Übergabe des Wertlosen und die „Aufwertung“ des Erhaltenen ist einer jener Momente, wo man die systemische Verdrehung deutlich erkennen kann.

„Die IBBC ist eine Bank. Deren Ziel ist es nicht den Konflikt zu kontrollieren. Die wollen die Schulden kontrollieren, die der Konflikt verursacht. Wissen Sie, der eigentliche Wert eines Konflikts, der wahre Wert, liegt in den Schulden, die er verursacht. Wer die kontrolliert, kontrolliert schlichtweg alles. Sie finden das beunruhigend, ja? Aber darin liegt das wahre Wesen des Bankgewerbes. Man will uns – egal ob als Länder oder Individuen – zu Sklaven der Schulden machen.“ „Umberto Calvini“, The International, 2009

So wie die Zinsen – besser der ganze Sermon um das Geld nur ein Symbol der (Selbst)Versklavung der Mehrheit ist, so sind die Schulden nur ein Symbol, für die verkaufte innere Entwicklung des Menschen und damit verbundene Rückkehr zu sich selbst.

In dieser Zeitphase macht sich der gewohnte Denker natürlich Gedanken um seine Existenz und einige wollen sogar ihren Laden wieder aufmachen, weil sie fest der Meinung sind, ihre Existenz weiter aufrechterhalten zu müssen.

„Nvidia: Tagsüber arbeiten, abends spielen“, so ungefähr kann man den gesellschaftlichen Zeitgeist auf den Punkt bringen, der arbeitende, spielende und sich so selbst ablenkende Mensch).“

Nicht umsonst heißt es ja auch „Existenzgründung“, dem auch manchmal ein Existenzgründungsseminar vorausgeht.

Der Mensch gebiert wird in ein System hinein, wo für ihn die Regel bereits festgelegt wurden, an die er sich im Zuge seiner Entwicklung anzupassen hat, will er dazugehören.

Wer weiß schon, dass die Aussage: „Geh’ erst mal arbeiten, damit du was wirst“, nicht nur zu einer ständigen Suche nach innerer Wertigkeit (Würde) wird, die sich zu einer Erwartungshaltung auswächst, auch einen Anspruch auf das zu haben, den alle anderen auch für sich beanspruchen.

Leben und Existenz sind nicht das gleiche. Sie werden nur deshalb miteinander verwechselt, weil der Vergleich fehlt, und „Existenz“ irrtümlicherweise mit „Leben“ betitelt wird.

„…eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert…“ Art. 23, Punkt 3, Allgemeine Erklärung der Mesnchenrechte

Die gefühlte Verzweiflung ist lediglich die Verzweiflung des „Ichs“, was sich aus seinen anerzogenen Denk- und Verhaltensweisen an ein (von ihm geschaffenen) System aus Traditionen und Konventionen klammert, wo der Mensch (in seiner Entwicklung und damit verbundener Befreiung) auf der Strecke bleibt, während das gewohnt individuell-gesellschaftliche „Ich“ im Rahmen wesentlicher Gleichschaltung in den Kernverhalten zum Gruppenzwang für die Masse wird. Und wer nicht entspricht, der wird ausgegrenzt, gehört nicht dazu.

Achten Sie einfach mal darauf, welchem Zweck so manches Wissen dient, auf das Sie in sich zugreifen. So am Rande.

Ursächliches Handlungsmuster ist die Mehrung, Erhaltung und Verteidigung des Erreichten und damit verbundener Denk- und Verhaltensweisen, im Kern das System selbst, schaut man sich IN der daraus entstandenen Welt um – Denk- und Verhaltensweisen, die letztlich stets zu den gleichen Organisationsstrukturen führen.

Eine vom Sein und damit verbundene menschliche Entwicklung ins Haben verschobene Neugier, hin zur materiellen Gier, macht es möglich. Auch hier lässt sich die Verdrehung erkennen.

„Gepimpt“ wird das ganze Tamtam, indem die wahrgenommene, in Mangel vorliegende Entwicklung in Vernunft und Gewissen, nur weiter „betreut“ werden soll, während die wenigsten „Betreuer“ selbst ihre Begabungen darin entwickelt haben.

Auf den ersten Blick ist es auch wirklich schwierig zu beschreiben. Es wird dann klar, wenn man die ganzen Rollen (die gewohnt eingenommen werden) weglässt und nur schaut, wie sich Menschen verhalten und weswegen sie dies tun.

Die wenigsten wissen, dass es sich hier nur um ein Rollenspiel handelt, was von ihrem „Ich“, ihren Denk- und Verhaltensweisen gelernt und praktiziert wird, während sie ihre Rollen und das Rollenspiel, von dem sie nicht wissen, dass es eins ist, dies verständlicher Weise als real (was es letztlich auch ist), jedoch irriger Weise als „alternativlos“ erachten.

Was die Mehrheit betreibt, ist eine anerzogene Selbstentwürdigung, der sie sich nicht wirklich bewusst ist. Doch jeder spürt es… jeden Tag, wenn er bspw. zur Arbeit geht, Geld verdient, in die Kirche geht und seine Steuern zahlt.

Dies herauszufinden, ist das eigentliche Abenteuer des Menschen, das Rollenspiel zu erkennen und sich aus sich selbst heraus zu entfalten. Denn wo bliebe der Spaß, wenn alles so einfach wäre?

„Watson? Wo ist meine Pfeife?“

Also? Was hält den interessierten Leser davon ab, etwas tiefgründiger vorzudenken?

„Neo, genau wie ich, wirst du irgendwann einsehen, dass es ein Unterschied ist, ob man den Weg nur kennt oder ob man ihn beschreitet.“ „Morpheus“, The Matrix, 1999

„Es ist nicht die Frage, was es ist oder nicht ist. Es ist die Frage, was sie zu verbergen versucht.“

Es geht darum, über die irrig geglaubte „Alternativlosigkeit“ hinauszudenken.
Und da alles nur eine rein mentale Angelegenheit ist, wie der Mensch fühlt, denkt und handelt und wodurch dies im wesentlichen beeinflusst ist: von seinen Denk- und Verhaltensweisen, liegt es letztlich in seiner eigenen Entscheidung.
Es gibt keine anderen, die daran „schuld“ sind und ihn davon abhalten und unterwerfen wollen.
Die erinnern einen nur daran, diese Entscheidung selbst zu treffen, sich wieder eigenständig zu entwickeln. Die Angst, die die meisten spüren, ist nur die Angst ihres „Ichs“, vor seiner eigenen Veränderung. Nichts anderes.

„Angst ist ein Signal, dass zu einer gegebenen Situation Informationen fehlen. Der anerzogene verdreht gelernte Umgang mit der Angst ist, sie als Warnsignal vor Veränderung zu deuten.“

Mir geht es nicht darum, blühende Landschaften zu skizzieren und den Leuten „Honig ums Maul zu schmieren“, wo sich der auf seine eigenen Vorteile ausgelegte Akteur später nur an den reich gedeckten Gabentisch setzen kann, um weiter seinen gewohnten Denk- und Verhaltensweisen nachzugehen.

„Die Mehrheit lebt nicht davon, dass einige Wohlwollende wissen, was für sie „gut und richtig“ sein soll, sondern sie lebt davon, was sie sich durch das Rollenspiel selbst vorenthält, ohne dies zu erkennen.“

Der BERG. Blog bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Eigene Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise des Lesers widerspiegeln.

Nachtrag: Wer meint, „sein“ Leben“ und das, was er hat zu versichern meint, möge sich den von §89 VAG** hin zu §314 VAG umnummerierten Text mal durchlesen.

** Versicherungsaussichtsgesetz

Musiklaische Untermalung: