Sie bereiten die endgültige Unterwerfung vor

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(v1.0*) Die Tage erhalte ich eine E-Mail, deren Inhalt regelrecht auf den Endzeit-konsumwilligen Verschwörungstheoretiker, mit Anwartschaft auf den 32. Opfergrad, zugeschnitten ist – um es mal krass auszudrücken.

Wer nichts anderes als Probleme, Feinde und Gegner zu erkennen meint, ist Teil von etwas, was ihm zumindest erlaubt, es kritisieren zu dürfen.

Nicht das Reden ist gefährlich, sondern das Wirken an der eigenen Entwicklung, indem man damit das System der alte Ordnung maßgeblich an Bedeutung verlieren lässt, indem man es in Frage stellt. Wer natürlich meint, er könne ja sowieso nichts ändern, mag sich darüber Gedanken machen, welche Rolle er mit dieser Aussage einnimmt. zumindest hat eines aufgehört: das kollektive Klagen, was man umgangsprachlich „Demonstrieren“ nennt.

„Sie wollen uns alle versklaven!!!“ „Nein, nur dich. Du kannst das besonders gut.“

Jener, einst in der Rolle als Kaiser Wilhelm der Zweite, würde sich heute im Grabe herumdrehen, wenn er sich so manchen Reichs-Blog durchlesen würde, was da so alles aus der Sicht anerzogener Gehorsamsbereitschaft (in Hoffnung auf als gerecht empfundene Unterwerfung) und damit verbundener Opferhaltung verbreitet wird.

Wer in diesen Zeiten nur das glaubt, was er sieht, um anschließend in angstvoller Haltung über mögliche, dunkle Zukünfte, sich entsprechende Gedanken zu machen, tut sich ungewollt sogar einen Gefallen – zumindest, wenn er mal über sein eigenes Verhalten reflektiert, warum er die Dinge so sehen mag.
Eine düstere Zukunft ist lediglich die Projektion der eigenen inneren Haltung, die sich für gewöhnlich in der Suche nach „Gleichgesinnten“ zum Ausdruck bringt, mit denen man anschließend ein kollektives Klagen auf der Straße zum Besten bringt.

Dann zu fragen, was man denn tun könne, ist nur ein weiterer Ausdruck einer gesellschaftlich anerzogenen Haltung, sich nur weiter fremdbestimmen lassen zu wollen.
Aus diesem Grunde wird allem hinterhergerannt, was nach einem „gerechten Führer“ riecht oder mit vermeintlichen „Reorganisationen“ und „Staatsgründungsbemühungen“ zu tun hat.
Es geht in der Regel darum, nur andere Machtstrukturen aufzubauen, wie sie sich aus den gewohnten Rollenspielen aus Untergebenen und von ihnen ernannten Vorgesetzten heraus ergeben.
Jene, die es nicht anders kennen, wissen in der Regel nicht um ihre eigenen Denk- und Verhaltensweisen, die sie so zum aktiven Teilnehmer des Systems der alten Ordnung bleiben lassen.

Der Mensch, der sich nicht in Vernunft und Gewissen entwickelt, und statt der Selbstreflektion, die Projektion auf andere vorzieht, wird sich erst dann wieder entwickeln, wenn ihm dies nicht nur bewusst wird, sondern er auch fest entschlossen Konsequenzen zieht und einen anderen Weg einschlägt.

„Die Theorie besagt, dass die Sprache, die man spricht, das Denken prägt.“ „Dr. Louise Banks“, Arrival, 2016

„Nicht das Erzählte reicht, sondern das Erreichte zählt.“

Die meisten Menschen, mit denen ich in den letzten 14 Jahren kommuniziert habe, signalisierten zunächst, dass sich unbedingt etwas ändern müsse. Als ich jene fragte, was sie denn von ihrer Seite aus zu tun bereit wären, verstummten sie.

Ich erhalte mitunter E-Mails, wo den Sendern nicht wirklich bewusst ist, dass es nicht damit getan ist, nur die Rolle des Boten einzunehmen, sondern sich auch über mögliche Rückmeldungen Gedanken zu machen. Das hat was mit Kommunikation zu tun. Denn nur so verändert sich etwas. Alles andere ist lediglich die alte Sauce, die sich in der Sammlung von Informationen und suche nach gleichgeschalteten ermüdet.

Der gewohnte Denker würde an den vielen Rückmeldungen „ersticken“, weil er – besser: weil seine Denk- und Verhaltensweisen mitunter all das für wichtig halten, dem eine gewohnte Erhaltung des Erreichten zugrunde liegt und er mitunter seinen eigenen Entwicklungsprozess (Anmerkung: den nicht im Haben) erst nach der Verdrängung/Beseitigung aller wahrgenommenen „Unsäglichkeiten“ zu realisieren meint, vorausgesetzt er hat diesen überhaupt in Erwägung gezogen.

Zu erkennen, dass es sich im Wesentlichen um einen kollektiven Entwicklungsprozess handelt, der durch gewohnte familiäre Erziehung zur Gehorsamsbereitschaft, die individuelle und damit auch die gesellschaftlich-geistige Entwicklung kollektiv gleichzeitig zu unterwandern versucht, ist kaum jemandem wirklich bewusst, meint man sich ja in einer Entwicklung zu bewegen, nämlich einer technologischen.

Das Vorhandensein einer Künstlichen Intelligenz, des Kinofilms mit seinen Darstellern, der vielen Spiele aus der Spielindustrie und die vielen geschaffenen Künste, sollen dem gewohnten Denker vorgaukeln, dass er ja „echt“ sei. Genauer gesagt, dass das „Ich“, für was er sich, hält „echt“ sei. Es sich letztlich selbst für „echt“ hält – einschließlich der gewohnten Vorstellung von Alternativlosigkeit.

Die irrige Vorstellung einer Alternativlosigkeit soll sicherstellen, dass an den Fundamenten des Systems nicht gerüttelt wird, während sich der gewohnte Denker, der davon nicht die geringste Ahnung hat, sich bereits mit dem billigen Austausch, der als ungerecht erachteten „Darsteller“ gegen gerechte, in der Regel zufrieden gibt.

„Das Problem ist, dass sich das „Ich“ dort versteckt, wo man es zuletzt erwartet. Nämlich in sich selbst.“ Dr. Peter Fonagy,  Ph. D., FBA, Revolver, 2005

„Ja, wie willst du das denn den anderen beibringen?“

Reklame: Wer will schon hören, dass er Teil eines Systems ist, wo sich der Mensch anerzogen-gewohnt selbst versklavt, während ihm wiederum so viele Annehmlichkeiten zugetragen werden, damit der Zustand der Selbstunterdrückung weiter aufrechterhalten wird?

Dabei wird großzügig übersehen, wer den „Laden“ wirklich am Laufen hält: die eigenen, meist unbetrachteten Denk- und Verhaltensweisen, über die die Gewohnten mit dem System in Verbindung stehen, es selbst erzeugen – in der Regel in der Absicht, Erhaltung des Bisherigen und nicht der prinzipiellen Veränderung.

Letztlich liegt die Entscheidung immer beim Einzelnen, ob er sich weiter selbst unterwirft, während er sich nur dann daraus befreien kann, indem er die eigenen Verhaltensweisen hinter sich lässt. Niemand außer er selbst, kann ihm hier im Wege stehen.

So am Rande: Jene, die sich über die Jahre über ihre Unterwerfung beschwerten, praktizierten die Methode der Unterwerfung in der Regel selbst.
Allein aus diesem Grund, sind klassische Formen des gesellschaftlichen Miteinanders in Frage zu stellen.

Doch bringt das Alte einen Vorteil in Sachen „Entwicklung“ mit sich: Es zwingt den Menschen zum Umdenken, weil es sich strickt an seine Regelwerke hält, die man erst überwindet, wenn man die eigenen Denk- und Verhaltensweisen in Frage stellt.
Gewohnter Widerstand und Ignorieren sind hierbei nicht der richtige Weg, da sie den Widerständler in einer Starre und Selbsthaltung verweilen lassen.

Es geht auch nicht darum, die Meinung des Gegenübers anzunehmen, sondern sowohl über die eigene, wie auch die „Gegenmeinung“ hinauszudenken und nicht im Rahmen des Remis oder eines faden Kompromisses.
Dies mit der Frage, was beide Meinungen miteinander verbinden lässt, während beide das Gegeneinander gemeinsam haben. Die Einheit der Gegensätze.

Der Weg vom „so tun, als ob“, hin zu notwendiger Authentizität, ist dabei ein wesentlicher Schritt. Für den einen ein „Problem“, für den anderen eine Herausforderung.

Wen wundert es da, dass drakonische Maßnahmen ergriffen werden müssen, damit sich die Masse in diese Richtung in Bewegung setzt, während der gefühlte Widerstand, nur durch die eigenen Denk- und Verhaltensweisen erzeugt wird, während über die Projektion versucht wird, andere dafür verantwortlich zu machen.

Der Mensch, der nur „so tut, als ob“, weiß zu Beginn nicht, dass er dies tut, weil ihm der Vergleich fehlt. Spätestens mit der Forderung, dass sich etwas ändern „muss“, während er insgeheim hofft, selbst nicht davon betroffen zu sein, sollte ihm darin der Selbstbetrug auffallen.

„Wahrheit und Lüge. Menschen wie wir kennen den Unterschied nicht.“ „Doch wir kennen den Unterschied, David. Wir ignorieren ihn nur.“ Dialog zwischen „David Percival“ und „Lorraine Broughton“, Atomic Blonde, 2017

Eine Gesellschaft in die Lage zu versetzen, doch den Kopf wieder selbst zu benutzen, braucht es so etwas wie ein Großszenario, um alle „in einen Sack stecken“ zu können.

Entwicklung ist kein Akt, wo sich wenige damit auseinandersetzen, die vielen ständig beim Händchen zu nehmen, um ihnen Gerechtigkeit, Frieden, Freiheit, Vernunft und Gewissen einzuflßen.

Und wer meint, er bewege sich (erst jetzt) in einer Diktatur, der übersieht, dass er dies die ganze Zeit bereits getan hat, nur konnte er da noch den ihm wohlwollend zugestandenen Freizügigkeiten „ungehindert“ nachgehen.

Dass die gewohnt denkende Gesellschaft sich gegenseitig unterwirft, wird dann klar, wenn man das gewohnte Handlungsmuster der Projektion der eigenen inneren Haltung auf „die Anderen“ näher betrachtet, die meist auf anerzogene Gehorsamsbereitschaft trifft und so zu Konflikten führt.
Besonders deutlich wird es, wenn jeder Zinsen auf sein Gespartes zu haben meint oder bspw. in Aktien investiert, wo letztlich „andere“ für ihn arbeiten. Denn Geld arbeitet nicht.

„Es sind nicht die schönen Absichtserklärungen und Willensbekundungen, die etwas bewirken, sondern die Denk- und Verhaltensweisen bestimmen, was getan oder unterlassen wird.“

Der junge Mensch, dem man erzählt, dass er erst mal etwas werden müsse, läuft möglicherweise sein ganzes Leben auf der Jagd nach sich selbst herum und sucht „woanders“ oder „bei anderen“, um etwas finden zu wollen, was er bereits in sich trägt.

So ist es sinnvoll, sich über das zu freuen, was einen umgibt, statt darüber zu klagen, was man nicht hat. Letzteres sorgt übrigens dafür, dass die übliche Sammelleidenschaft nur weiter aufrechterhalten wird.

„Ist es jenes, was mich erfüllen wird, wenn ich es erst einmal habe?“

Nachtrag: Das Beitragbild veranschaulicht die in den letzten Tagen entdeckte Mutation des Corona-Virus.

Eilmeldung: „Flugzeugabsturz hinterließ 180 Corona-Tote.“

Anmerkung: Die Angst vor dem Tod, ist nicht die Ihre, sondern lediglich die Ihres „Ichs“, für dass Sie sich irrtümlicherweise halten.