Brief an unseren Bischof

Werter Herr Bischof Algermissen,

seit geraumer Zeit mich mit Recht, Glaube und Wandel beschäftigend, sind nachfolgende Gedanken für Sie bestimmt – mit der Bitte der Prüfung.

Mit dem Wegfall des Grundgesetzes im Jahre 1990, verliert die Kirche offiziell den Anspruch Steuern zu erheben, da der räumliche Geltungsbereich des Grundgesetzes für die BRD weggefallen ist, bezog sich dies auf den Artikel 140 GG in Verbindung mit Artikel 137 Abs. 6 WRV, der Weimarer Reichverfassung.

Das Grundgesetz selbst diente lediglich der Aufrechterhaltung der Ordnung in einem besetzen Gebiet, welches, wie wir ja seit 2013 wissen, noch immer offiziell von den Alliierten besetzt ist und weltweit Kriegsrecht mangels Friedensvertrag besteht.

Der Bezug zur Abgabenordnung – im Weiteren „AO“ – ist de jure unwirksam, da die AO selbst nie in Kraft getreten ist – siehe § 415 sowie ihr fehlender räumliche Geltungsbereich und eine Besteuerungsmöglichkeit im Verhältnis zum Bürger vom Grundgesetz nur stillschweigend vorausgesetzt wird – BverfGE (Bundesverfassungsgericht) 55,274/301.

Klassisch mag man sich Frage nach der Rechtmäßigkeit auftun, wenn da nicht ein wesentliches Merkmal vorliegen würde, welches ich den „ungeschriebenen Gesellschaftsvertrag“ nenne:

„Der Mensch macht sich durch Verschiebung der Verantwortung selbst zum Sklaven und schafft sich so seine Herren, die ihm sagen, was er zu tun hat.“

Das System LEBT im Kern von der Verschiebung von Verantwortung. Verantwortung, die durch den Menschen SELBST verschoben wurde.

Und damit auch die Antwort auf die Eingangsfrage meines Vortrages:

Wie hebelt man ein Gesetz aus, was Sklaverei verbietet? Indem sich der Mensch ein System schuf, wo er sich SELBST versklavt.
Wenn man an dieser Stelle weiterdenkt, handelt es sich also im Ganzen um eine Selbstentmachtung, Selbstversklavung, Selbsttäuschung und Selbstausbeutung.

Und damit der wunderbaren Erkenntnis, dass man sich jederzeit SELBST dazu entscheiden kann davon abzulassen. Jedoch zu kämpfen, dazu bedarf es nicht eines Momentes.

Die (unbewusste) Verschiebung der Verantwortung, diese menschlichste aller Entscheidungen finden wir in der Bibel bei Esau und Jakob. Mehrheitlich vorhandene Konditionierung, deren sicht- und spürbare Auswirkungen man als „böse“ oder „unmenschlich“ wahrgenommenen Unsäglichkeiten in der Welt erzeugt – zusammenfassend.

Mit der Abgabe der Verantwortung glaubt man sich in der Gewissheit, die göttliche Präsenz, in jedem Menschen inne ruhend, wirksam verdrängen zu können. Sind bestehende Systemstrukturen auch darauf bestrebt, dies befördernd stimulieren zu wollen. Psychologische Nebenwirkungen von Verdrängung aus Zeitgründen hier einmal außer Acht lassend, einschließlich ihrer Symptome und Syndrome, welche wir als Krankheit bezeichnen und damit gebundene Systeme.

Verschiebung der Verantwortung erzeugt durch erkieren „Anderer“ die Hierarchie, jene widernatürliche Organisationsstruktur, verweisend auf das Gleichnis vom Turmbau zu Babel.

Zusätzlich wird all dies befördert durch den sicht- und spürbar stattfindenden Paradigmenwechsel, welcher das Descart’sche Weltbild der Trennung nun überwindet. Das Göttliche mit dieser Welt wieder wirksam eint. Ein neuer Bund? Mit Sicherheit.

Denn ist es ein Irrglaube, man könne das Göttliche – näher seine göttliche Aufgabe – aus seinem Leben vertreiben und sich nur! dem einseitigen Haben verschreiben. Ebenso ist es ein Irrglaube, dass das Göttliche verzeiht, menschliche Handlungen und verantwortet bleiben. Das Muster verschobener Verantwortung sich überall wiederholt.

„In der Vergangenheit mal zur Wahl ein Kreuzchen gemacht, stellt dies jene symbolische Handlung dar, um die Verantwortung abgeben zu wollen (Im Kern ist dies bereits eine Illusion.). Parteien, vom Gesetze her schon unverantwortlich aufgestellt, zumal auch jene Menschen wie Du und ich sind.

Jene notwendigen Rechte, die man selbst nicht annimmt, kann man folglich auch nicht in eine Legislative weitergeben. Jene, die von ihr zur Judikative, Exekutive und Verwaltung bestimmt, sind sinngemäß ebenfalls frei der Verantwortung im Handeln, wie auch Entscheidungen und nun wirkend auf jene, die mit der Wahl ihre Verantwortung einst abgaben.“

Aus der Position des Beobachters selbst ergibt sich eine weitere Erkenntnis, überwindend die Trennung. Es gibt kein „Gut“ und „Böse“. Denn sind beides lediglich Signale, wobei das als „abträglich“ gefühlte stets einen tieferen Sinn in sich trägt, den es zu ergründen gilt. Hat man diesen erkannt, so integriert sich die Erkenntnis von selbst – das Bewusstsein fördernd.

Wir haben es im Kern einem „Lernsystem“ zu tun, worin die einzige Aufgabe besteht, das Bewusstsein zu entwickeln. Die Liebe, die alles erfüllt zuzulassen, wahrzunehmen und in sinn- und verantwortungsvolle Handlungen zu bringen und wir so oft wiedergeboren werden, bis wir dies erkannt haben.

All dies beginnend mit Liebe und Verantwortung zu sich selbst, das was wir „Schuld“ nennen, uns selbst zu erfüllen und selbst zu erlösen – allen vergebend, die unsere strengen Lehrer waren.

Mit herzlichen Grüßen

Alexander aus der Familie [Berg]

Hier ist die Anwort.

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