Krieg ist Frieden! Freiheit ist Sklaverei! Unwissenheit ist Stärke!
(v1.1) Menschen, die in „allem“ Probleme zu erkennen meinen, mögen sich einfach mal fragen, warum es ihnen so erscheint, woher dieses Verhalten kommt. Denn schaut man sich die sogenannten “Probleme“ näher an, so handelt es sich nur um „Symptome“, was im Grunde etwas mit den Denk- und Verhaltensweisen zu tun hat.
Feinde brauchen Feinde, um sich so ihre gegenseitige Handlungsexistenz zu rechtfertigen. Frieden ist nicht jener Zustand, wenn der Gegner ausgelöscht ist.
„Betrachten Sie den Krieg eher als ein Konzept, nicht als Menschen, die Menschen töten, sondern eher als Unfrieden. Der Tod ist ein Zustand des Körpers, Krieg ein Zustand des Geistes.“ „Father Whiteleather“, Horsemen, 2009
Die Weltordnung ändert sich und so wird hier und da versucht, die Zügel des Alten noch etwas weiter in Händen halten zu wollen, so macht es zumindest den Eindruck.
Die Ordnung verliert an Bedeutung und Glaubwürdigkeit –
- wenn erkannt wird, dass Geld und alle geschaffenen Werte gar nichts wert sind, während sich der im Haben erzogene Mensch nur etwas vorgemacht hat,
- wenn man zur Erkenntnis gelangt, dass Mensch und Person zwei Paar Schuhe sind und sich der Mensch nur irrtümlich für die Person (Rolle, Hülle, Maske) hält, um alsdann in einem mentalen Gefängnis mit Freigang zu landen,
- wenn dadurch auch erkannt wird, dass es sich lediglich um ein Rollenspiel handelt, wo man alles neu gestalten kann, und das Rollenspiel nicht mehr „alternativlos“ und deswegen „ernst“ erscheint
- &c.
Einen Beitrag zu formulieren, der die Mehrheit in ihren gewohnten Vorstellungen abholt, damit man „dazugehört“, indem man sich des gesellschaftlichen Klageliedchens anschließt, wo man die Schuld den ersonnenen Gegnern, den „Feinden“ zuzuweisen meint, würde nur in der Weise nutzen, sich nur selbst etwas vorzumachen.
Doch braucht man wiederum die Täuschung, um durch ihre Infragestellung das Wahre zu erkennen… und umgekehrt. Es geht nicht einfach darum nur zwischen „Gut oder Böse“ zu differenzieren, während man sich vorsorglich schon mal einredet der „Gute“ zu sein, was gedanklich dazu führt, dass die anderen dann wohl „die Bösen“ sein müssen.
Das eigene Handeln damit zu rechtfertigen, dass die anderen ja genauso seien, ist gleichsam auch der beste Hinweis dafür, das eigene Denken und Handeln zu hinterfragen.
Die Angst vor Bestrafung, als Reaktion auf eine zurückliegende Erfahrung, den irrationalen Autoritäten, dem gesellschaftlichen Leviathan nicht entsprochen zu haben, dann nicht dazuzugehören, scheint größer, als der Mut, das System infrage zu stellen.
Irrationale Autoritäten billigen gern einen auf Haben orientierten Wohlstand zu, weil sie sich später der Gewissheit erfreuen, treue Untertanen ihr eigen zu nennen.
Der Glaube, dass einem etwas, jemand, „die Wahrheit“ und das Leben gehören würden, lässt auch die Irrationalen nicht frei sein, da sie sich der Gewissheit ihrer Gefolgschaft hin und wieder gewiss sein müssen.
„The Land of the free“, sind „the Free“ nicht frei, sondern ihren Denk- und Verhaltensweisen, Glaubenssätzen, den Konventionen und gesellschaftlichen Wertvorstellungen sowie ihren irrationalen Autoritäten unterworfen, wo ihnen ihre Denk- und Verhaltensweisen Freiheit nur vorgaukeln, sich „Westen“ und „Osten“ auf einer Kugel befinden, sich die Gegner vom Prinzip her nicht unterscheiden und so in einem gemeinsamen Gegeneinander zusammenfinden.
Konflikte finden ihre Ursachen in gesellschaftspolitisch etablierten Irrtümern, dass jemandem etwas gehören würde, er „ein Anrecht“ darauf hätte. Sich daraus ergebende Meinungen und Meinungsverschiedenheiten bewegen sich gleichsam auch ihre Vertreter auf der Ebene „gefallener Engel“, als Symbol der Gegnerschaft und des „entweder…oder“.
„Bist du auf unserer Seite?“ „Ich glaube, so einfach ist das nicht.“ „Dann sollte es aber schnell so einfach werden.“ „Ich bin auf der Seite des Lebens.“ Dialog aus Avengers: Age of Ultron, 2015
Die Herausforderung liegt für beide in der Überschrift, die sich aus einem „sowohl…, als auch…“ ergibt und sich für beide als bewusste Entwicklung herausstellt. Doch handelt es sich im Kern nicht um Menschen, sondern um Menschen, die sich für ihre Personen (Rollen, Hüllen, Masken) halten. Darüber sollte man sich erst einmal bewusst sein und dies nicht nur für einmal.
„Es ist ein beachtlicher Unterschied, ob man eine Rolle nur spielt, oder ob man sich für die Rolle hält.“
Wenn von „Frieden“ gesprochen wird, so klingt der Begriff stets mit geballter Faust, als Warnung. Dabei kommt einem das ganze Geplänkel wie ein inszenierter „Aufstand alter Männer“ vor, die auf der einen weiterhin an längst überholten Vorstellungen festzuhalten meinen, damit der gewohnte Beobachter irgendwann mal tiefgründig darüber vordenkt – nicht gewohnt oberflächlich – sondern, was die Welt wohl im Inneren zusammenhält.
Solange anerzogen an den Wert von Geld, Arbeit, Ressourcen, Produkten, Dienstleistungen usw. geglaubt wird, basiert die Existenz auf künstlichen Werten des meist im Haben erzogenen Menschen.
Als ich „klein“ war, sagte mal jemand zu mir: „Mach’ mal die Augen zu, dann weißt du, was dir gehört.“ Irgendwann schloss ich tatsächlich die Augen… und sah ihn nicht mehr. Wir gehörten nie einander. Dennoch habe ich – aus heutiger Sicht – daraus etwas gelernt.
„Nähme ich das alles hier ernst, dann würde ich in eine tiefe Verzweiflung stürzen, aus der ich keinen Ausweg fände.“ „Graf Alexander Rostov“, Ein Gentleman in Moskau, 2024
Hinweisend: Es gibt keine mental geschlossenen Systeme, die „alternativlos“ und deswegen auch „ernst“ erscheinen. Wenn dem so wäre, läge dies lediglich daran, dass der Mensch das Streben nach seiner Entwicklung nur vergessen hat.
„Der Mensch, der von seinen Denk- und Verhaltensweisen gesteuert ist, dies jedoch selbst nicht wahrnimmt, weil er sich für sie hält, ist dazu verdammt, über andere zu herrschen, statt über sich selbst.“
„Küss mir zum Abschied die Füße…Nein,… zwischen den Zehen!“
Hinweise zum Verlassen der nur scheinbar geschlossenen Anstalt: „Meine Freunde, es steht eine Revolution bevor. Wenn die Menschheit entdeckt, wer wir sind, wozu wir in der Lage sind, dann müssen wir alle eine Entscheidung treffen: Versklavung oder Machtergreifung. Die Entscheidung liegt bei euch. Aber denkt daran, wer nicht für uns ist, ist zwangsläufig gegen uns. Also… ihr könnt leiden und für die Menschen kämpfen, die euch hassen und fürchten. Oder ihr könnt euch mir anschließen und leben wie Könige… und Königinnen.“ „Sebastian Shaw“, X-Men: Erste Entscheidung, 2011
Nachtrag 1: Es geht nicht gewohnt darum, die Rollen nur neu zu besetzen, die sich „Untergebene“ und „Oberherrschaften“ nennen, sondern das System, worauf sie sich errichten, infrage zu stellen.
Nachtrag 2: „Mein ist die Rache, spricht der Herr“, bedeutet, auch wenn es dramatisch klingen mag, lediglich, dass es sich von selbst regelt.