Die Frage nach dem Bodenrecht

Im Internet wird viel herumgeangstelt, was ein wegfallendes Bodenrecht betreffen soll. Genauer, Gewohntes aus der Szene, lässt sich mal eben so nachrecherchieren. Zumindest soll es im BGB geregelt sein. Aber wenn man es genauer bestrachtet, wird sich in dem einen oder anderen Fall sicher eine Situation erfinden lassen, die eine Enteignung zur Folge hat.

Das Finanzamt erfindet offene Steuerzahlungen, bewertet Gebäudenutzungen anders und plötzlich wird Geld gefordert. Da hilft auch ein Zettel nicht, wo drauf steht: „Dieses Land ist mir“. In einem anderen Fall erbte jemand die Firma seines Vaters. Alle Maschinen standen in der Afa-Liste mit 1,00 €. Das Finanzamt bewertete dann die Firma „neu“ und verlangte einige 100.000 Euro. Der neue Besitzer nahm sich das Leben.

Es gibt zwar eine Behörde „Amt für Bodenmanagement“ (Grundbuch und Kataster, zusammengelegt), wo man sich sein „Eigentum“ schriftlich bestätigen lassen kann. Gespräche mit einem Mitarbeiter haben gezeigt, dass er von der rechtlichen Situation keine Ahung zu haben scheint, was etwas unheimlich wirkte. Das Gespräch kam in einer zufälligen Zusammenkunft zustande. Etwas später hatte ich noch ein Gespräch mit einem Juristen, der sich ebenfalls nicht an irgendwelche Änderungen im Bodenrecht erinnern konnte.

Ich denke, es wird einfach mit der Angst der „Reichsbürger“ gespielt, um sie in der rechten Ecke halten zu wollen und in der Szene mit der Angst wieder Geld bemacht wird.

Um es mal so auszudrücken: Es macht wirklich Sinn, mal weiterzudenken, statt jedesmal hinter einer „neuen Sau“ hinterher zu rennen, die wieder einmal „durchs Dorf getrieben“ wird. Auf diese Weise kann man alle recht gut „unten halten“.

Das konventionell konditionierte „Ich“ mag natürlich an seiner Vorstellung, es habe Eigentum oder Besitz gerne festhalten, der sich jedoch in Extremsituationen in Luft auflöst, wenn willkürlicher Opportunismus die Köpfe beherrscht.

Im Kern gehört niemandem irgendetwas Eigentum und Besitz (besetzen), sind ebenfalls nur Begriffe, um das Ganze in keine Teile unterteilen zu wollen und auf jedem Stückchen boden ein kleines „Ich“ zu postieren, was misstrauisch sein Kleinod bewacht, während es dann doch zu seinem „großen Bruder“ rennt, wenn „Gefahr“ droht.

Die Sicherung und Verteidigung von Hab und Gut, sind Muster der alten Weltordnung. Da spielen BRD und DR überhaupt keine Geige. Es geht um weit mehr, als nur Besitzstandsicherung und -verteidigung.

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