IRS – oder: Was mir zusteht

(V1.2, korrigiert) Im Dialog mit anderen haben Erfahrungen in den letzten Jahren gezeigt: Je lauter so mancher Verkünder seinen Widerstand und die Suche nach Mitstreitern missionarisch zum Ausdruck brachte, stellte sich irgendwann heraus, dass jener selbst in Bedrängnis war – meist in finanzieller Natur.
Waren die Betroffenen erst mal „beräubert“, wurde es dann auch ziemlich ruhig um sie.

Andere wollten, dass sich etwas ändert, entpuppten sich recht schnell als jene, die sich selbst etwas vormachten. Bei näherem Gespräch stellte sich heraus, dass sie zwar wollten, dass sich „etwas“ ändert, jedoch nur was die Verbesserung von Geld, Eigentum, Besitz, Hab und Gut betraf.
Alles andere, was den Menschen selbst betraf, stand nicht zur Debatte.

Es stellte sich heraus, dass sich „etwas“ ändern sollte, während „es“ so bleiben sollte.

So manchem Akteur drohte man, ihm alles wegzunehmen, wenn er mit der Aufklärung so weitermachen würde, und so zogen sich jene dezent zurück.

Viel zu haben ist kein Zeichen von sich freier fühlen, sondern ein Zeichen der Abhängigkeit zur Autorität, die einem Geld, Eigentum, Besitz, Hab und Gut solange zugestehen, wie man hübsch brav und artig ist – Freizügigkeit nennt man das oder „Freiheiten“ (im eigentlichen Sinne „Privilegien“).

Wer mit Hilfe von Geld, Eigentum, Besitz, Hab und Gut sein Leben definiert, wird früher oder später vor der Entscheidung stehen, ob er wirklich so etwas wie „Frieden“, „Freiheit“ und „Souveränität“ anzuvisieren vorhat.
Denn sie sind Eigenschaften des Menschen selbst, welche in jedem Fall eine grundlegende Veränderung des Menschen bedeutet und auch, welchen Bedeutungen er den Dingen und dem Umgang mit ihnen zuordnet.

Im Wesentlichen betrifft dies das Konzept der Bedingtheit, als Grundmuster der alten Ordnung  oder der Bedingungslosigkeit in der neuen Ordnung.

Um es so auszudrücken: Man kann nur jemandem etwas wegnehmen oder für sich beanspruchen, wenn die Vorstellungen von Besitz und Eigentum gegeben sind. Beides sind Erfindungen, wie Mein und Dein.

Wenn also mal wieder die Frage im Raum steht: „Wem gehört die Welt“, so basiert diese Sichtweise auf der kollektiven Vorstellung von Besitz und Eigentum, was man mit Geld erkaufen oder durch Macht (Eroberung) erlangen kann.

Während so manche Akteure von „Frieden“, „Freiheit“ und „Souveränität“ sprechen, orientieren sie sich für gewöhnlich nur an der Möglichkeit und Machbarkeit einer neuen gesellschaftlichen Betreuungsanstalt, die man für gewöhnlicher Weise „Staat“ nennt, verbunden mit einem wohlklingenden Namen und seiner Eigenschaft „souverän“ zu sein.

In der Beobachtung stellte sich heraus, dass „Freiheit“ für gewöhnlich etwas mit Geld, Eigentum, Besitz, Hab und Gut und der unverrückbaren Gewissheit auf Schutz und Sicherheit jener Güter und der eigenen „Person“ in Verbindung gebracht wird. Ein Irrglaube.

„Freiheit bedeutet, so zu handeln, dass einem anderen nicht geschadet wird.“

Wo fängt „Schaden“ an, wenn sich heraus stellt, dass jedes Handeln Auswirkungen auf andere hat – ob man das will oder nicht.

Vordringlich geht es also um die Vernunft.

„Vernunft ist der intuitiv getriggerte Prozess zwischen bedingungslosem Geben und bedingungslosem Empfangen. Sie ist der Hort der eigentlichen Gerechtigkeit, des Friedens und der Freiheit.“

Das was bisher unter „Frieden“ verstanden wurde, stellte sich bei näherer Betrachtung lediglich „als Ruhe vor anderen haben“ heraus, während die Waffen weiter im Schrank stehen. Das nennt sich Waffenruhe oder auch Waffenstillstand.
Kaum jemand hat annähernd eine Vorstellung, was Frieden wirklich ist und welche Auswirkungen er beim Menschen hat.

Man kann auch keinen Frieden fordern oder andere dazu belabern, einen Friedensvertrag zu machen, wenn das nicht Vorhandensein von Frieden das Grundelement des globalen Geschäftsmodells ist.

„Frieden ist der innere Zustand der Abwesenheit jeglicher Bedingungen.“

Beide Aussagen basieren nicht auf irgendwelchen Theorien, sondern sind eigene Erfahrungen. Es gibt keinen Ort außer dem Menschen selbst, der in sich diese Eigenschaften erleben kann. Erst daraus ergibt sich ein anderes Handeln.

Was sich nur im Alten abspielt
Wenn also Geld, Eigentum, Besitz, Hab und Gut nicht in ausreichendem Maße vorliegen, ist das Interesse groß, wie man denn an das Begehrte gelangen kann.
Auf der anderen Seite finden sich einige, deren Hab und Gut bereits den Besitzer gewechselt hatten und so klagen Sie – im Ausland.

Was bisher dabei übersehen wurde, dass im Grunde niemandem etwas gehört, noch besitzt er es, noch ist es sein Eigentum.

Es ist nur eine kollektive Vereinbarung, die in der Regel zu Kriegen, Eroberungen, Besetzungen, Macht- und Besitzgier sowie Ausbeutung, Unterwerfung, Sicherung und Abgrenzung führt.

Die Ursache findet sich in der gesellschaftlich tolerierten Unvernunft, die wiederum aus der fortgeführten Fremdbestimmung über den jungen Menschen und dessen Bestrafung für eigenständige Entwicklung, unter Weiterführung der Fremdbestimmung heraus entstanden ist.

Hierbei findet sich eine Ursachen-Wirkungskette, die sich stets von Täter zum Opfer und im weitergeführten Wechsel der beiden Rollen mitunter fortsetzt – aus der Vorstellung heraus: „Du bist solange gut, solange mir das gefällt.“

„Der Vater, der seinen Sohn als Geschäftsführer der Firma für unfähig hält. Dieser wiederum seinen Abteilungsleiter zusammengestaucht, der wiederum dem Mitarbeiter eine „Zigarre“ verpasst. Dieser nach Hause kommt und seinen Sohn für schlechte Noten verprügelt.“

Am Ende wird nur das geerntet, was gesät wurde.

„Dass es ja schon immer so war“, ist kein Argument, die „Nummer“ auch so weiterzuführen, nur weil man ja „müsse“.
Kaum jemand macht sich darüber Gedanken, denn alle sehen sich in der Regel als „Opfer des Systems“ oder als „Opfer der Umstände“. Denn sie „müssen“ ja, weil sie ja Geld verdienen und den Vorstellungen der anderen entsprechen müssen (Schauspiel).

Wie soll ich es ausdrücken? „Wer sich wie ein Opfer benimmt, wird auch wie eines behandelt oder dazu gemacht.“

Was die „Souveränität“ betrifft, so reichte bisher die Vorstellung, es genüge ein „souveräner Staat“.
Wobei ein Staat sich als organisierte Ansammlung von natürlichen (ja, auch juristischen) Personen, den sogenannten Staatsangehörigen, zum Ausdruck bringt, also Menschen in der Rolle als Rechtssubjekte. Rollenspiele und Fiktionen.

Während die Mehrheit daran glaubt, nur durch Tausch der „Staatsangehörigkeit“ oder einer „richtigen“ Staatsangehörigkeit den erlebten oder möglichen Unsäglichen „entkommen“ zu wollen, macht sich kaum jemand Gedanken darüber, dass die Zuordnung der Souveränität (Selbstbestimmung) keine Eigenschaft eines fiktiven Gebildes ist, sondern eine Eigenschaft des Menschen selbst.

Selbstbestimmung entwickelt sich dann, wenn sich der Mensch in seiner Vernunft (siehe: oben) entwickelt, weil er dadurch die ihm auferlegte Betreuung verlässt, die sich aus der fortgeführten Unvernunft bisher ergeben hat. Gleiches gilt für Frieden und Freiheit.

Freiheit ist eine innere Eigenschaft des Menschen, die sich in seinem Fühlen, Denken und Handeln zum Ausdruck bringt, nicht indem die gewohnte „Nummer“ weitergemacht wird: „Wir tun so, als ob wir vernünftig sind“, während die „Souveränität“ (Selbstbestimmung) auf ein fiktives Gebilde namens „Staat“ geschoben wird.

Um es so zum Ausdruck zu bringen: Die Entscheidung liegt beim Einzelnen selbst. Daran wird sich nichts ändern. Und es ist keine Entscheidung, die dann erst gefragt ist, wenn man es bei anderen aus den Ohren quellen sieht. Die Entscheidung steht jederzeit an.

Denn was über die Jahre auffällig war, dass gerne auf andere gewartet wurde. In der Regel warten die einen auf die anderen, während die anderen auf die einen warten.
Und wenn getan wird, wollen alle plötzlich mitreden, wie es zu sein hat. Zusammenarbeit hat nichts damit zu tun, dass zehn Bäcker einem elften reinreden, wie er den Teig zu kneten hat.

Und so wird es immer leiser um all jene, die sich ungeachtet der anderen auf den Weg machen.

Ich Rieche Schotter
Seit längerer Zeit macht sich ein neues Thema auf, die Köpfe und Seminare zu erobern. IRS, die amerikanische Finanzbehörde und damit verbunden wieder einmal die Geburtsurkunde, das „Strohmann-Konto“ und die Möglichkeit, die deutschen Behörden wegen Missbrauchs der Treuhandschaft „an den Karren pinkeln“ zu wollen. So ungefähr.

Und fleißig gibt es hier und da Seminare, die im Übrigen auch immer teurer werden, so um die 600 Euro veranschlagen oder wie bei anderen, die 80 Euro für eine Lebenserklärung haben wollen. Hinter allem wirken Gier, Bereicherung, eine verdrehte Vorstellung von Gerechtigkeit und nicht selten Rache und Vergeltung.

„Der Zweck heiligt die Mittel.“ Machiavelli

Zum einen sind dies nur die üblichen Geschäftsmodelle, und auf der anderen Seite führen sie zur Abgrenzung gegenüber anderen, die besagtes Geld nicht aufbringen können.

„Diese Informationen dürfen nicht in Schulungen oder Ausbildungen verwendet werden, wo Kosten oder Gebühren verlangt werden, egal ob es sich bei den Kosten um einen Beitrag, Teilbetrag, Zuschuss, Ablösung, Ausgleich, Arrangement, Abzahlung, Teilnahmekosten, Zahlung, Abzahlung, Gebühren usw. handelt. Diese Informationen sollen Menschen kostenlos zur Verfügung stehen. Sich auf Kosten von Menschen mit Problemen zu bereichern, ist gegen meine Ethik!“ Zitat aus „Ist „IRS“ die Lösung gegen die Freibeuter der BRD?“, Volldraht

Solange Geld verlangt wird, ist das nur ein Zeichen dafür, dass besagte „Lösung“ nur ein Irrweg sein kann. Da alles was den Menschen selbst betrifft, kein Geld kostet. „Selbst“ meint den Menschen in seinem Sein.

Wer an dieser Stelle gewohnt über Haben oder Sein „herumzickt“ (also zu trennen versucht), sei gesagt, dass auch der Mensch der alten Ordnung über ein Sein verfügt: ein über sich wenig bewusst sein.
Haben und Sein sind zwei miteinander verbundene Ausdrucksformen. Das Sein wiederum bestimmt über die inhaltliche Bedeutung des Habens, entweder in Form des Kriegens (des Nehmens) oder des Empfangens (als Geschenk).

Das Geschenk ist wiederum Ausdruck des Lebens selbst, da es bedingungslos geschieht, weil das Leben sich selbst beschenkt und alle, die es so erkennen wollen – so wie andere daran glauben, dass es nicht so sein soll.

Das ist der philosophische Unterschied zwischen alter und neuer Weltordnung.

Eva – als Symbol des Empfangens – machte durch ihre Konditionierung den Fehler, indem sie vom Baum der Erkenntnis nahm(!). Adam hätte nie einen Apfel nehmen können, da er symbolisch für das Geben steht. Die Erkenntnis vom Baum der Erkenntnis ist zu erkennen, wie es nicht funktioniert.

Adam und Eva sind letztlich auch keine Menschen, sondern nur personifizierte Überzeichnungen der beiden Kernprozess „Geben“ und „Empfangen“.

„Vernunft ist der intuitiv getriggerte Prozess zwischen bedingungslosem Geben und bedingungslosem Empfangen. Sie ist der Hort der eigentlichen Gerechtigkeit, des Friedens und der Freiheit.“

Erst dann macht die Bibel Sinn, ist sie ein Gleichnis der Schöpfung und ihrer Regelwerke, die im Kern von einfacher Natur sind oder ob man nur Geschichten ließt, an die man glauben soll, seien sie noch so „wunderlich“.
Wissen ist dann wertvoll, wenn es zu einer Handlung führt und nicht nur die Köpfe in der Sonntagsmesse mit Worten füllt.

Das ist der theologische Unterschied zwischen alter und neuer Weltordnung.

Die Frage ist lediglich: Ist der Mensch auch bereit sich selbst entwickeln und gestalten zu wollen oder mag er an allem weiter festhalten und gestalten lassen? Die Entscheidung liegt bei ihm.

„Zukunft ist nur dann ungewiss, wenn man sich nicht selbst gestaltet.“

„Wir sind die wahren Realisten. Deshalb gibt es bei uns auch keine Politik. Politik ist völlig überflüssig für uns. Wir brauchen sie nicht. Die ist nur wichtig für Leute, die ihr Leben nicht selbst gestalten können.“ Aus dem Film „U4000“, 1969

Das ist der politische Unterschied zwischen alter und neuer Weltordnung.

Das positive Recht dient zur oberflächlichen Kaschierung (durch Regelwerke und Bestrafung) der gesellschaftlich tolerierten Unvernunft – aus dem Fokus der Beibehaltung der Fremdbestimmung. Es entsteht durch Rechtsprechung und -festlegung durch den Menschen.

Das überpositive Recht, also das Naturrecht oder auch genannt Vernunftsrecht, ist der Natur eigen und zeigt sich durch Selbstregelmechanismen. Es ist. Der Mensch macht es sich dann zu Eigen, indem er die Entwicklung von der Unvernunft hin zur Vernunft dauerhaft vorantreibt.

Das ist der rechtliche Unterschied zwischen alter und neuer Weltordnung.

Ob sich der Mensch weiter mit der Suche nach Schuldigen und Verantwortlichen beschäftigt, kämpft, Widerstand leistet, flieht, ignoriert, sich beratungsresistent und ungläubig zeigt, dazu ein passendes Feindbild entwickelt, um jene Handlungen eben weiter rechtfertigen zu wollen.
Oder ob er sich der Aufgabe der sich ihm präsentierenden „Probleme“ stellt und mit deren Hinterfragung und im Prozess der Selbstreflektion sich seiner eigenen Denk- und Verhaltensmuster klar wird.

Das ist der psychologische Unterschied zwischen alter und neuer Weltordnung.

Die Entscheidung liegt stets bei ihm und ist in keiner Weise abhängig vom Verhalten der anderen. Es sei denn, er entschließt sich auf andere zu warten – warten an einer Bushaltestelle, bis jener Bus kommt, dessen Fahrer er selbst ist.

Musikalische Untermalung: