Gedankenbackwerk – Wenn mal wieder von Krieg gesprochen und fleißig gezündelt wird

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(v1.0) Die Frage, die sich mir irgendwann nach den vielen (kennen)gelernten Kriegen stellte war, wie beim Holocaust: „Welche Denk- und Verhaltensweisen sind es, die den Menschen dazu bewegen?

Hängen Ihnen mittlerweile auch die Nachrichten zum Halse raus, wenn die vom Menschen geschaffenen*innen „Reiche“ mal wieder bedroht er scheinen, und so manche mit Kriegsgedanken spielen oder ihn bereits andächtig zelebrieren? Verabredungen zu den Festivals der Gewalt.

Fokussiert man sich hingegen auf die gesamtgesellschaftliche geistige Entwicklung, sind jene Ereignisse dazu dienlich, sich mit den gesellschaftlichen Ursachen und nicht gewohnt nur mit den Symptomen (sicht- und spürbaren „Problemen“) und jenen in der vermeintlichen Rolle der „Schuldigen“, ihrem Treiben und ihren Machtspielchen auseinanderzusetzen.

„Was soll der Gegner von mir denken, was ich will, was er von mir denken soll?“

Natürlich wird jeder „Themen-Hengst“ von sich aus behaupten, „sein“ Thema sei das wichtigste. Meist sind es jene Themen, die sich noch irgendwie um Erhalt, Verteidigung oder Wiederkehr des Bisherigen bemühen, dies halt nur in einer anderen, hübsch gestalteten Verpackung mit anderem Etikett.
Andere wiederum sind der festen Meinung, man müsse alle erst noch mit den „Deutschen Angelegenheiten“ beehren.
Manche versuchen sich mit einem Sprung in die weite, deutsche Vergangenheit. Einige wurden sogar geschickt, um die Experten der Vergangenheit in einer kontrollierten Umgebung zu betreuen. Was auch immer. Und das mag auch sein.

Das Interessante dabei, die Themen werden streng voneinander getrennt gehandhabt, damit sie eine gleichbleibende Wichtigkeit behalten.
Veränderung findet jedoch erst statt, wenn die Themen in einen Zusammenhang, einer Art „Schmelztiegel“ getan werden. Was sie vereint, sind die Fiktionen, an die sie zu glauben meinen –

  • die übliche Vorstellung von „Gerechtigkeit“ gegenüber ihren „Feinden“,
  • die künstlichen Werte, die sie sich geschaffen haben und notfalls bis aufs Blut zu verteidigen zu meinen,
  • die „Staaten“ und das Anrecht auf Besitztümer, an was sie glauben,
  • die obskuren Vorstellungen von „Frieden“ und „Freiheit“,
  • die irrationalen Autoritäten, denen sie sich unterwerfen,
  • die von ihnen geschaffenen Regelwerke,
  • die Rollen, für die sie sich zu halten meinen,
  • &c.

„Das ist ein wundervoller Augenblick für mich, Mr. Slater. Ich habe noch nie einen erfundenen Menschen kennen gelernt.“ „Nick“, Last Action Hero, 1993

Da sich für gewöhnlich mit einem Thema persönlich(!) identifiziert wird, erklärt sich auch, warum die Themen verteidigt werden, was man im Rechts- und Reichsthema deutlich hat erkennen können, mit den vielen Gruppierungen, als entschlossene Bemühungen innerhalb des Systems, dass „die anderen Gleichgesinnten“ falsch lägen, während andere sie großzügig in den Topf mit der Aufschrift „Reichsbürger“ geworfen hat.

Da stellt man sich doch irgendwann die Frage, was haben sie alle miteinander gemein und dann stellt sich heraus, dass sie an Fiktionen glauben, was zu einer Suche nach dem „Echten“ führt.

„Nach unserem Gespräch ist mir klar geworden, dass mein Leben gar kein Leben war. Ich habe, glaube ich, irgendwann aufgehört nach etwas Echtem zu suchen.“ „Neo“ zu „Trinity/Tiffany“, Matrix Resurrections, 2021

Etwas im gewohnt politischen Rahmen bewirken zu wollen, dazu wäre es insgesamt notwendig, sich des eigenen Attributes „Verantwortungslosigkeit“ zu entledigen, statt:

Im Akt der Wahl ein Kreuzchen zu machen, dadurch die Verantwortung für sich selbst abzugeben, um andere zu ernennen, die – hinweislich – „de jure“ keine Verantwortung tragen, um über jene zu entscheiden, die „im Auftrag“, „in Vertretung“ und „auf Anordnung“ wiederum auf jene wirken, die einst bei einer Wahl (bewusst) ihre Verantwortung abgegeben haben.

Reklame: Entwicklung findet dann statt, wenn das Bisherige von seinen Prinzipien infrage gestellt wird, statt es von seinen Prinzipien her zu wiederholen.
Da sich das meiste mental in den Denk- und Verhaltensweisen abspielt, kann man für sich bereits Frieden finden, indem man von der Vorstellung ablässt, dass einem etwas gehören würde, worüber man sich üblicherweise definiert.
An diesem Punkt erkennt man auch, dass da noch etwas anderes, etwas „Schlaues“ wirkt, was sich über Besitztümer zu definieren versucht, sich daran festkrallt, um sich nicht ändern zu müssen.
Für den Gewohnten, der sich für die Rolle hält, klingt es komisch, was daran liegt, dass es einmal aus menschlicher Sicht geschrieben und einmal aus Sicht des Rollenspiels betrachtet wird.

Reklame: All die vielen täglich kritisierten Phänomene finden ihre Ursachen im System – besser: in den gewohnten Denk- und Verhaltensweisen, Glaubenssätzen, Konventionen und gesamtgesellschaftlichen Wertvorstellungen, die das System erzeugen und aufrechterhalten.

Der im Haben erzogene Mensch ist im Grunde über seine Besitztümer – besser: über den Glauben, ihm würde etwas gehören – fremdbestimmbar, und so kann auch über seine eigene Entwicklung befunden werden und auch warum seine irrationalen Autoritäten ihm wohlwollend etwas zugestehen, er sich daran gewöhnt und am besten auch noch ewig dankbar dafür ist.

Reklame: Etwas hat dann „System“, wenn bspw. gewohnte Denk- und Verhaltensweisen und damit verbundenes Handeln zu gewohnt erwarteten Ergebnissen führt.
Ist dies nicht mehr der Fall, so wird sich im Mehr Desselben geübt, in der Vorstellung: Viel hälfe viel.
Nach einer Weile stellt sich jedoch heraus, dass, „viel“ nicht wirklich „viel geholfen hat“, da bereits vorher ein Kipppunkt irreversibel überschritten wurde und danach andere „Regeln“ als die üblichen (Denk- und Verhaltensweisen) zu greifen begannen, was ein grundsätzliches Umdenken des Menschen erforderlich macht.
Es hilft nicht, da wo es kriselt nur ein paar politische „Pril-Blümchen“ anzubringen, und das war es dann.

Umdenken meint dabei nicht, dass man bspw. die „Ungerechten“ nur gegen die „Gerechten“ auszutauschen braucht, während die prinzipielle Grundstruktur weiterhin dieselbe bleibt.

Fragen Sie sich auch, wenn der Zeigefinger stets auf die Anderen, die Verantwortlichen, die Schuldigen gerichtet ist, die sich ändern sollen, wer sich dann ändern, wenn alle so handeln? Wohl kaum jemand.

Mit dem Finger herumzufuchteln, wer sich wie zu ändern hätte, das erspare ich mir und habe dies für mich in der Weise gelöst, indem ich mich um meine eigene Entwicklung kümmere, und diese im „Offenen Raum“ dokumentiere.

Wenn in der Vergangenheit irgendwo mal Veränderungen gefordert wurden, hat sich in den darauf folgenden Dialogen stets ergeben, dass die Fordernden selbst nicht von Veränderungen betroffen sein, sondern lediglich von Veränderungen profitieren wollten, ob im größeren Umfang oder als übliche Brosamen. Tja…

Gleichzeitig zeigt sich, dass so manches Thema mit der Zeit nur noch spontan in Erscheinung tritt, und mit dem Aufgeben, weil „ja keiner zuhören will“, jene wieder in der Versenkung verschwinden oder mit dem Tod der Verfechter zunehmend in Vergessenheit geraten.

Das System übersteht die gesellschaftlichen Katastrophen, da es in der Regel unerkannt bleibt, da es sich in den Denk- und Verhaltensweisen der Systemteilnehmer selbst zu „verstecken“ weiß.

Wenn man sich nicht des Kleinsten damit auseinandersetzt, so erkennt man es auch nicht und verweilt so weiter in den gewohnten Denk- und Verhaltensweisen, dennoch ist es sinnvoll, es in seiner Gänze zu begreifen, was nicht mit „Erzähl’ mal schnell, ich muss gleich einkaufen“ getan ist oder wie mal jemand meinte, ein paar Tage Urlaub zu opfern, um sich „das“ mal schnell durchzulesen, konnte er jedoch keine „Lösungen“ finden, worüber er sich dann beschwerte. Wer sich beschwert, der erleichtert sich nicht.

Um es grundsätzlich so auszudrücken: Jeder ist in diesem Thema selbst gefragt, sicher kann man sich regelmäßig darüber austauschen.
Jedoch hat es nichts mit „Schulunterricht“ „Workshops“ oder „Wochenend-Seminare“ zu tun, wo einer einen anderen das eintrichtert oder eine Gruppe „überzeugen“ soll. Deshalb gibt es hierzu auch keine Seminare.

Auf der anderen Seite sind gewohnte Themen tatsächlich „gefährdet“, wenn man mit dem Werkzeug „Ockham’s Rasiermesser“ arbeitet, was ziemlich krass ist und nicht einfach etwas mit wegignorieren oder weglassen anderer Lösungsmuster zu tun hat.

„Ockham’s Rasiermesser“ ist eine nicht nur wissenschaftlich anwendbare Methode, sondern eine ebenso alltägliche. Tritt ein „Problem“ auf – weitergedacht es handelt sich in der Regel um ein Symptom(!), so ist unter vielen Lösungsvorschlägen der einfachste Lösungsansatz der zutreffende.

„Ich hau’ dich, du… Ich hol’ gleich meinen großen Bruder…“
Was Konflikte angeht, interessiert mich weniger wer, wem, wo, wann und üblichem warum „auf die Füße getreten hat“ oder tritt.

Konflikte sind lediglich sicht- und spürbare Phänomene des dahinter wirkenden Systems, über das sich scheinbar kaum jemand Gedanken macht. Lieber wird darüber nachgedacht, wie man den Gegner auf passende Weise beseitigt.
Der sich dadurch angesprochene Gegner, der zudem jenes Angebot annimmt, versucht es auf prinzipiell dieselbe Weise und ruckzuck befinden sich beide im gemeinsamen Gegeneinander wieder.

Da treffen sich jene in der Rolle der Israelis mit jenen in der Rolle der Palästinenser, um sich darüber den Kopf zu raufen, wem das Stück Land unter den Füßen gehört, wem es wohl aus der Geschichte her gehört und so finden sich beide im gemeinsamen „Miteinander“ wieder, um friedlich darüber zu palavern. Hust.

Reklame: Ich habe die Grundhaltung zweier Gegner in der Weise getestet, in dem ich die Nachricht, dass Konflikte nur deswegen existieren, weil der anerzogene Glaube herrscht, dass einem etwas, jemand, „die Wahrheit“ und das Leben gehören würden und dies einem „Israeli“ und einem „Palästinenser“ gesendet, was beide jeweils für gut erachtet haben. Es liegt also wahres Potential für Frieden in der Luft.

Hinweisend: Es geht darum, das System zu verstehen und nicht gewohnt nur, wer am Ende „gewinnt“ oder „verliert“, weil es sowieso nur ein Rollenspiel ist, wo weiträumig nur vergessen oder noch nie gewusst wurde, dass es eben nur eins ist. Ein Rollenspiel ist ein „so tun, also ob.“
Für den gewohnten, wo sich der Mensch gewohnt für die Rollen hält, erscheint es ihm „alternativlos“ und deswegen auch „ernst“, weswegen er sich persönlich angegriffen fühlt, wenn man etwas anderes sagt, eben weil er sich auch für die Person (Rolle, Hülle, Maske) hält.

Das System selbst ist ein mentales Konstrukt, was auch bedeutet, dass zwei Menschen in einem Raum stehen können, jedoch zwei unterschiedliche Denkweisen in ihnen wirken, wo der eine den anderen versteht, umgekehrt möglicherweise nicht, weil das Gesagte für den anderen seltsam klingt.
Die eine Denkweise ist einst aus der anderen Denkweise, hervorgegangen in einem nicht beobachtbaren winzigen Moment („kleiner Unendlichkeiten“) sprunghafter Veränderung.

Reklame: Wo man den Entwicklungsschritt ebenfalls erkennt: Der Glaube an Werte ist mehr wert, als die geschaffenen Werte selbst. Das versetzt den Menschen in die Lage, alles von ihm Geschaffene auch wieder zu verwerfen, infrage zu stellen.

„Also. Leben und Taten des Don Quichotte. Worum geht es?“ „Dass jemandes Glaube an Werte sehr viel wichtiger ist, als die Werte selbst?“
„Ja, das steckt da auch drin. Aber worum geht es eigentlich? Könnte es vielleicht darum gehen, wie rationale Gedanken unsere Seele zerstören? Könnte es um den Triumph von Irrationalität gehen, um die Kraft, die darin steckt?
Wir verbringen sehr viel Zeit damit, die Welt zu organisieren. Wir bauen Uhren, stellen Kalender her, versuchen das Wetter vorherzusagen. Aber welchen Teil unseres Lebens haben wir wirklich unter Kontrolle?“ „John Brennan“, The Next Three Days, 2011

Der wesentliche Vorteil für alle Teilnehmer ist, hat man erst einmal erkannt, dass es nur ein Rollenspiel ist, kann man es auch verlassen, „ist der Ofen aus“, was „Alternativlosig- und Ernsthaftigkeit“ angeht.

Das auf einen ersonnenen Gegner projizierte „Feindbild“ dient lediglich dazu, die eigene Handlungsexistenz weiter zu rechtfertigen, wodurch sich die im jeweiligen Gegner erkannten „Feinde“ in einem gemeinsamen Gegeneinander verhaften. Es riecht also nach Eskalation. Keiner von beiden Gruppen will als „Verlierer“ hervorgehen.
Denn jener in der Rolle des „Verlierers“ zahlt am Ende alles, siehe: Reparationen. Doch auch der „Verlierer“ ist nur eine Rolle,… ebenso wie der „Gewinner“.

Die Teilnehmer eines Konfliktes verlieren letztlich „beide“, weil sie ihren Denk- und Verhaltensweisen „auf den Leim gegangen“ sind, die ihnen verkauft haben, es sei „unvermeidbar“, „alternativlos“ und deswegen auch „ernst“, verbunden mit ihren üblichen, jedoch gesellschaftlich nur erfundenen Wertvorstellungen.

„Andere Regeln führen jedoch zu anderen Realitäten.“

Wenn man das System infrage stellt, ist man recht schnell für sich, da alle anderen Themen/Erscheinungen darin eingebettet sind, an denen sich so mancher fest zu glauben meint.
Das ist auch nichts, wo man sich „über andere stellt“ oder „gar arrogant daherkommt“ oder man sich „für Gott halten“ würde.
Es handelt sich hier nur um Projektionen jener, die sich damit versuchen zu verteidigen, weil sich ihre Denk- und Verhaltensweisen angegriffen fühlen.

Die Tage sah ich ein Video über „Conway’s Game of Life“ von „100SekundenPhysik“, und musste unweigerlich schmunzeln, weil darin auch erklärt wird, dass es im Leben zu sprunghaften Veränderungen, sogenannten Emergenzen (irreversible Veränderungen) kommt, wo dann auch andere Regeln greifen, die auf der vorherigen Ebene keine Bedeutungen haben.

„Mutationen sind der Schlüssel zu unserer Evolution. Sie haben es uns ermöglicht, uns von einzelligen Organismen zur komplexesten Spezies auf dem Planeten zu entwickeln. Dieser Prozess erstreckt sich gewöhnlich über große Zeiträume. Aber alle paar Jahrtausende macht die Evolution einen Sprung nach vorne.“ „Dr. Xavier“, X-Men, 2000

Weshalb es auch schwierig erscheint, wenn jemand, der diese sprunghafte Veränderung in der Denkweise durchlebt hat, jenem der dies noch vor sich hat, etwas darzustellen versucht, was nicht in dessen Denkweise enthalten ist.

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Albert Einstein

Inhalte helfen nicht weiter
Oberflächlich unterscheiden sich bspw. die Politiker in ihren Konzepten und wie sie sich benennen, vom Prinzip haben sie jedoch etwas gemeinsam: Betreuung der Bevölkerung.

Die Systeminstitutionen „Ost“ und „West“ unterscheiden sich zwar inhaltlich voneinander, jedoch nicht von ihren Prinzipien. Beide glauben, ihnen würde etwas gehören, zustehen, und weil es jedem zugestanden wird, sei es „richtig“.

Die Menschen unterscheiden sich inhaltlich voneinander, beim Lösen von „Problemen“ blicken sie jedoch meist auf die Symptome (sicht- und spürbare Phänomene des Systems) und die „schuldigen Verursacher“ und kaschieren oder laborieren an den Symptomen kostenintensiv herum.

Da man sich kollektiv in einem Geschäftsmodell bewegt, wo es um vom Menschen geschaffene Werte geht, erscheint die Wahrscheinlichkeit eines weiträumigen Umdenkens kaum gegeben… wie gesagt „erscheint“.

Eine Denkweise, die sich durch Behandlung von Symptomen zum Ausdruck bringt, sorgt für die Zunahme von Komplexität, Zunahme der Unordnung in den vom Menschen geschaffenen Strukturen, bspw. die Wirtschaft.

Je komplexer sie (hier: die Strukturen) werden, desto mehr Energie benötigen sie für die Erhaltung, desto weniger bleibt für die Erfüllung der Funktion, weswegen Menschen unter anderem an die Arbeit gehen, übrig.

Probleme“, die aus dem anerzogenen Glauben an den Wert von Geld (und Arbeit) herrühren, kann man nicht mit Geld lösen.

Sich also gewohnt nur zu streiten und um Prozente zu feilschen, ist nur reine Symptombekämpfung beider Lager aus Oberherrschaften, ihren arbeitenden Untergebenen und ihren gewerkschaftlichen Betreuern/Vertretern, in ihrem gemeinsamen Gegeneinander.

Im Grunde reicht es auch nicht, nur die Bevölkerung zum Arbeiten zu animieren, oder auf der anderen Seite auf das Treiben der Politik und die Banken zu schimpfen.

Der Laden läuft, weil es einfacher erscheint, nur an den Wert des Geldes glauben zu müssen, und es einfacher erscheint, sich in Schuldzuweisung zu üben und das eine oder andere Klageliedchen auf der Straße anzustimmen.
Wenn es heißt, dass „auf jedes Töpfchen ein Deckelchen passt“, so trifft dies auf die in den Familien zu „Untergebenen“ erzogenen und ihren „Oberherrschaften“ zu.

Gerät das Gleichgewicht einer Struktur durch zunehmende Komplexität „auf Abwege“, meint Energie fließt zunehmend in die Strukturerhaltung, statt in die Funktion, so beginnt gleichsam auch das Marodieren, bis es in sich kollabiert.
Man kann das gut an Produkten erkennen, wo man Gewicht weglässt, während der Preis erhöht wird oder man plötzlich eine schlechtere Qualität bei den Produkten erfährt. Mitunter haben sich jenen zuvor noch reichlich in der Symptombekämpfung und „Personalerleichterung“ geübt.

Sicher kann man die Schuld auch auf den Markt und mangelnde Kaufentscheidung der Käufer schieben. Tatsächlich sind die meisten Strukturen den globalen Anforderungen nicht angepasst, was man mit den gewohnten Mitteln nicht lösen kann.

Natürlich wird das Wort der Mahnenden ignoriert, weil die Vorstellung darin besteht, sich nicht einzugestehen, dass die gewohnten Denk- und Verhaltensweisen, Glaubenssätze, Konventionen und gesellschaftlichen Wertvorstellungen eben nicht mehr ausreichen, nicht einmal Krieg, der unter anderem dazu dient, durch Zerstörung wieder Bedarfe zu schaffen, um auch das kollektive Geschäftsmodell zu sichern und unliebsame Konkurrenten auszuschalten – mal vereinfacht ausgedrückt.

Die Vorstellung, dass einem etwas, jemand, „die Wahrheit“ und das Leben gehören würden, zustehen würden, man ein Anrecht darauf hätte, beflügeln Konflikte.
Hierbei geht es nicht um „ich habe es“ oder „ein anderer hat es“, sondern um „weder… noch“, was das Anrecht angeht, weshalb man noch lange nicht tot umfällt, nur weil man nur in „entweder…oder“ zu reagieren weiß.

„Entweder…oder“, „sowohl…als auch“ und „weder…noch.“

Nicht jeder strebt nach Veränderung. Anderen wiederum reicht es, wenn sie morgens pünktlich und ausgeschlafen an der Arbeit erscheinen und später wieder nach Hause in den Feierabend fahren, um nach dem Abendessen die neuesten Nachrichten präsentiert zu bekommen. Das ging mir früher auch so.

Für manchen kommt vielleicht jener Moment, wo er sich selbst fragt, warum Konflikte grundsätzlich geschehen und über Jahrzehnte, Jahrhunderte, ja sogar Jahrtausende vom Prinzip her immer wieder in Erscheinung treten.

„Erst haben wir sie bis aufs Blut gereizt, dann haben sie uns angegriffen. Da mussten wir uns natürlich verteidigen… und haben sie getötet.“

Wenn in der Geschichte Geschehnisse über stattgefundene Konflikte dokumentiert werden, kann ich mich noch an die Schule erinnern, wo Geschichte zu lernen damit endete, reichlich Daten, Ereignisse und Personen zu kennen, die irgendetwas veranstaltet haben und welche Auswirkungen dies unter anderem hatte. Da konnte man sich im „viel“ Wissen im Konkurrenzkampf üben. Wer weiß mehr?

Jemand sagte mal über die Gesellschaft: „Sie wussten alles. Nur nicht das, was wichtig war.“

Das ist kein Hohn oder Spott. Das meiste Wissen dreht sich nicht um das System selbst, sondern um die gewohnte Erfassung der Inhalte, die sich vom System ableiten.
Wenn man sich mit den Inhalten auseinandersetzt, hat man irgendwann den Kopf voll.
Wenn man sich jedoch mit den Inhalten im Sinne von dahinter wirkenden Prinzipien auseinandersetzt, hat man irgendwann eine kleine Liste, was so hinter den vielen Geschehnissen am Wirken ist.
Das hat nichts mit Verschwörungstheorien, Geheimgesellschaften &c. zu tun, deren Namen sogar unbekannt sein mögen oder wer auch immer.
Sicher wird es jene geben, die wissen, was das System ist, und welchen Einfluss es auf den Menschen selbst hat, doch sich damit auseinanderzusetzen obliegt jedem selbst, da es ihn direkt betrifft.

Was mitunter geheimnisvoll klingen mag, wohl manchen auch beunruhigt, mancher sich sehr davon distanziert oder andere, die es wiederum für Firlefanz halten &c.

Wenn es um das System geht, da ist es sogar egal, ob die „Sieger die Geschichte geschrieben haben“, diese sogar reichlich erlogen sein kann. Die einmal zusammengetragenen Prinzipien bleiben dieselben.

War jemand wie einst Christoph Kolumbus als Entdecker unterwegs, trifft dies ebenfalls auf die im Ganzen dahinterliegende menschliche Psyche zu.
Was diese angeht braucht man im klassischen Sinne noch nicht einmal zu reisen oder das Land zu verlassen. Sie findet in einem selbst statt.

Nebenan, ca. dreißig bis vierzig Meter von hier, gibt es einen Friedhof, wo Napoleon seine an Typhus erkrankten Soldaten, nach der Schlacht bei Leipzig pflegen und später auch hat begraben lassen. Sicher gibt es dazu auch eine „gute Geschichte“, gerade wenn es um Konflikte geht.

„Betrachten Sie den Krieg eher als ein Konzept, nicht als Menschen, die Menschen töten, sondern eher als Unfrieden. Der Tod ist ein Zustand des Körpers, Krieg ein Zustand des Geistes.“ „Father Whiteleather“, Horsemen, 2009

Im Thema „System“ unterwegs, suchte ich nach einer kompakten Erklärung, die einem Menschen gedanklich nahe kommt, da ja auch gern behauptet wird, „man könne sowieso nichts machen“ und „die Anderen“ erst mal etwas machen sollen.
Dabei wird übersehen, dass „die Anderen“ ebenfalls so denken und sich nicht wirklich etwas zu verändern scheint, während dennoch der gesellschaftliche Druck – an dem „natürlich“ „die Anderen“ schuldig sind – weiter zunimmt.
Der angesprochene Einzelne wird sich unter Druck eher als unschuldiges Opfer der (politischen) Umstände erkennen wollen.

Im Grunde wird auf Basis gewohnter Denk- und Verhaltensweisen mehr reagiert und weniger gedacht.

„Ich hab’s immer gewusst.“ „Ja, aber nie etwas gesagt.“

Der hartnäckigste Gedanke ist, wenn der Frust so manche packt, diese sich möglicherweise sogar zusammenhorten, um gemeinsam darüber nachzudenken, was man gegen „die Anderen“ unternehmen kann, sie bereits ihren eigenen Denk- und Verhaltensweisen „auf den Leim gegangen“ sind, die ihnen verkaufen, dass es tatsächlich „die Anderen“ wären, gegen die man etwas machen müsse.

Was mit der Auseinandersetzung mit dem System gleichsam klar wird, dass jeder doch etwas für sich tun kann, was über Vorräte anlegen, Bunker bauen, mit Waffen umgehen &c., hinausgeht.
Es sind seine eigenen Denk- und Verhaltensweisen, die ihn an das System andocken lassen und Geschehnisse nicht nur dazu gedacht sind, dass sie passieren, sondern es auch stets um gesamtgesellschaftliche Entwicklung geht, was nicht nur mit der nächsten Renten- und Lohnerhöhung und Preisen für Lebensmittel zu tun hat und es auch nicht einfach nur ums „Überleben“ geht, was dem Leben selbst gegenübersteht.
Ist es nicht komisch, dass oft von „Überleben“, statt von Leben gesprochen wird.

Finanzielle Freiheit ist dabei keine Freiheit. Solange irgendjemand dafür zu arbeiten hat, ist es vom Prinzip her nichts anderen als „Arbeit macht frei“.

Wenn es denn nun heißt, dass man immer das bekommt, was man sich „nimmt“, sind es die Denk- und Verhaltensweisen des Menschen, die darüber bestimmen, nicht der Mensch selbst.
Damit ist jedoch der Einsatzort ziemlich genau definiert Einsatzort, wenn es darum geht, dass „sich doch endlich etwas ändern muss“.

„Aus Sicht des Gestern, ist das Heute ein Morgen.“

Während sich die Auswirkungen menschlichen Handelns in der Vergangenheit heute immer dramatischer zeigen, ist es nicht damit getan, den „Klumpatsch“ wohlwollend den nachfolgenden Generationen zu überlassen, um möglicherweise selbst nur Zeit zu gewinnen, um sich hinter Reformen zu verstecken.
Ein Ende findet sich in der Denkweise, wenn die geschaffene Komplexität durch fortlaufende Symptombehandlungen zu in sich kollabierenden Strukturen führt. Durch Beibehaltung der gewohnten Denkweise schafft sich der Mensch selbst ab.

Der wesentliche Verzögerungsmechanismus, wenn es um notwendiges Umdenken geht, ist dabei die anerzogene, objektive Sichtweise, die einem vorgaukelt, man selbst sei nicht für auftretende Probleme zuständig. Jedoch gibt es keine objektive Sichtweise.
Höchstens kann man von einer sachlichen Betrachtung und Vorgehensweise sprechen. Der Mensch begegnet der Welt stets mit einer subjektiven Haltung, ob ihm das gefällt oder nicht.
Die Feinde, die er zu erkennen meint, sind eine Erfindung seiner eigenen Denk- und Verhaltensweisen. Diese sind der Feind selbst und das im Gegner erkannte „Feindbild“ nur eine Projektion.
Im Grunde findet sich die Herausforderung in den eigenen Denk- und Verhaltensweisen, die jedoch „Herr über ihn“ sind und ihm erzählen, dass er sie sei, weshalb er sich auf den Weg macht, um lieber „Herr über andere“ sein zu wollen.

Es genügt nicht, einfach nur die Politik vorzuschicken, um Symptome zu bekämpfen, die gesamtgesellschaftlich aus dem System hervorgegangen sind – aus den gewohnten Denk- und Verhaltensweisen, Glaubenssätzen, Konventionen und gesellschaftlichen Wertvorstellungen.

Die staatliche Illusion beruht darauf, es würde genügen, wenigen die Verantwortung für viele zu überlassen, die dann für die daraus entstandenen „Betreuungswürdigen“, „Untertanen“, „Hilflosen“, „Opfer“ &c., schon das „Richtige“ tun werden.

Wer sich mittlerweile die Rolle des betroffenen, unschuldigen Opfers der (politischen) Umstände dauerhaft angenommen hat: Es reicht nicht ständig nur ein Klageliedchen zum Besten zu geben, was die Politik doch für einen Unfug treiben würde, denn gleichsam steckt darin auch die Herausforderung, sich wieder des eigenen Denkens zu bemächtigen – dauerhaft.
Das bedeutet nicht, dass man das Denken und die Eigenverantwortung bei nächster Gelegenheit wieder dauerhaft abgibt, da „Bedrohtes Wohnen“ letztlich erträglicher sei und dem üblichen Schicksal – auch das voriger Generationen – entspräche.

„Wir wollen, dass ihr es mal besser habt, als wir,… (geflüstert) wenn ihr so seid, wie uns das gefällt.“

Die größte Nichtanerkennung von (zunächst) „wohlwollenden“ Autoritäten ist, wenn man ihnen das hinterherwirft, womit sie zuvor noch Macht über einen auszuüben versuchten. Das ist allemal besser als zu warten, bis sie jemanden kommen lassen, der die Besitztümer „im Auftrag“ oder „auf Anordnung“ einzieht. Es bedarf des Mutes und der Entschlossenheit.

Ich krieg’ dich…
Wer wann mit was auf wen an welcher Front geschossen oder getötet oder in sonstiger Weise ihn beeinträchtigt hat, wer mal wieder versagt oder als „Bösewicht“ herzuhalten hat und wer das alles finanziert und wer im Hintergrund wiederum profitiert, bringt einen nicht wirklich weiter.

Um was geht es gewöhnlich? Wer den nächsten „Feind“ spielt, hängt davon ab, wer den Frieden – eher noch: wer die laufenden Geschäfte am Rande eines kollektiven Kollaps zu stören weiß, während sich eine große Mehrheit oscarverdächtig in der Rolle des besorgten „Bürgers“ übt.

Kann jemand zwischendurch den „Blonden“ einfangen?

„Manchmal muss der Baum der Freiheit gegossen werden mit dem Blut von Patrioten und Tyrannen.“ Thomas Jefferson, 1787

Jefferson wusste nicht, dass das, was damals und auch heute noch unter „Freiheit“ verstanden wird, es sich lediglich um „Freiheiten“ und „Freizügigkeiten“ unter dem wohlwollend strengen Augen der Oberherrschaften handelte und handelt.
Freiheit bedarf der Zuständigkeit (Verantwortung und Befugnisse) des Einzelnen für sein Denken und Handeln, einschließlich der Beachtung der sich aus dem Handeln ergebenden Konsequenzen.

Jene in der Rolle der „Tyrannen“ sind stets auf beiden Seiten zu finden, ebenso wie jene in der Rolle der „Patrioten“. Vom Prinzip her unterscheiden sich die gegnerischen Lager nicht, nur das weiß keiner, weil man mit „Frieden machen“ beschäftigt ist, letztlich nur eine temporäre Ruhe – also: Bis zum nächsten Mal.

„Mein alter Herr hatte folgendes Motto: Frieden bedeutet, dass man einen größeren Stock hat, als der andere.“ „Tony Stark“, Iron Man, 2008

Recht selten werde ich mal gefragt, ob ich bei der Bundeswehr(macht) gewesen bin. (Den muss ich jetzt einfach bringen.) Dann erzähle ich jenen immer einen Schmu, als man mich bei der Musterung fragte, warum ich zur Bundeswehr wolle, ich die Augen verdrehte und halblaut geschrien habe: „ICH WILL TÖTEN, TÖTEN, TÖTEN!!!“ … und dann haben sie mich nicht genommen.

„Ich habe vor einem Atomkrieg keine Angst.“ „Das mag sein. Doch sicher nach einem Atomkrieg.“

Das System infrage zu stellen dauert zwar länger, ist jedoch weitaus noch besser, als nur „die Schweine hängen sehen“ zu wollen.

„Wenn du der König des Dschungels sein willst, reicht es nicht, sich wie ein König zu benehmen. Du musst der König sein, und es darf keinen Zweifel daran geben. Denn Zweifel führen zu Chaos und zum eigenen Untergang.“ „Mickey Pearson“, The Gentlemen, 2020

Was bei allem Tamtam gern aus dem Fokus gerät, dass es im Grunde um Frieden geht, den man nicht einfach auf ein Stück Papier verbannt, als Ergebnis eines nachmittäglichen „Geschäftsessens“.

„Welchen Frieden suchen wir? Ich spreche vom aufrichtigen Frieden. Vom Frieden, der dem Leben auf der Erde einen Wert gibt. Nicht nur Frieden in unserer Zeit, sondern Frieden für alle Zeit. Unsere Probleme sind von Menschen gemacht und können deshalb vom Menschen gelöst werden. Denn letzten Endes ist unsere tiefe Gemeinsamkeit, dass wir alle diesen kleinen Planeten bewohnen.“ John. F. Kennedy, aus dem Film „Thirteen Days“, 2001

Hat man das System Stück für Stück aus den mentalen Tiefen der Gesellschaft, sich selbst und den Oberherrschaften ausgegraben, entpuppt es sich in der Tat als ein Rollenspiel, ein „so tun, als ob“, wo nur vergessen wurde, dass es eines ist, und in Form eines komplexen Rätsels in „Realumgebung“ zu lösen ist.

Was aktuell so präsentiert und den Zuschauern „aufs Brot geschmiert“ wird, kommt dem notwendigen Umdenkprozess entgegen, auch wenn dies mehrheitlich nicht erkannt wird, eben weil man mit den gewohnten Denk- und Verhaltensweisen, die für die Existenz des gewohnten Systems verantwortlich sind, draufgeschaut wird und man aus der Gewohnheit heraus nur noch mehr Unbill zu erkennen in der Lage ist – Problemorientierung, meist verbunden mit Lösungen in Form von Verdrängungskonzepten.

Klappe zu? Affe tot? In der Regel schon. Gleichsam auch das Gegenteil. Jedoch kann es jeder nur für sich entscheiden, da es um ihn selbst und seine Denk- und Verhaltensweisen geht, wenn mit der Infragestellung geliebäugelt wird.

Der Unmutige wird weiter versuchen, seine Konzentration auf die verbliebene Existenz zu konzentrieren, was ebenso verständlich ist.
Im Grunde geht es nicht darum, sich für eine Denkweise zu entscheiden, sondern Schritt für Schritt durch Infragestellung der ersten, diese mit einer Zweiten sich daraus entwickelnden zu ergänzen.

Was die Infragestellung angeht, gibt es hierfür keinen „Nürnberger Trichter“, mit dem man eben mal schnell jemandem eine weitere Denkweise „einfüllen“ kann.