Altes, Neues – die Familie

„Eure Kinder sind nicht eure Kinder. Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.“ Khalil Gibran, arabischer Dichter (Link)

Gestern Abend fand ein Telefonat mit einer Kollegin statt. Dabei wurde das Thema „Familie“ kurz beleuchtet und so entstand dieser kleine Exkurs.

Die alte Weltordnung erzeugt sich stets über die Art und Weise, wie die Geburt vonstatten geht.

Ist sie willentlich von Außen (forciert) motiviert, so erfährt der sich gebärende Mensch zum ersten Mal in der Abhängigkeit von Außen und damit verbundene, künstliche Methoden – ohne es anders zu kennen. Er betritt die Welt einer hierarchischen Ordnung, eines Geschäftsmodells und einer globalen Weltbetreuungsanstalt.

Aus der es von der Aufgabe her, „lediglich“ zu entwachsen gilt – zunächst auf geistiger Ebene – was er allerdings nicht weiß und ihm in der Regel auch niemand „auf die Nase bindet“.

„Und was heißt hier eigentlich „lediglich“, bitte schön?“

Betrachten wir sein Eintrittsumfeld, ist es in der Regel ein Krankenhaus, gleichzeitig ein Profitcenter mit komplexen Strukturen, dessen Kosten nicht selten aus Mangel an ungeeigneter Organisation und Verwaltungsbeschäftigung davonlaufen. Die „weißen Pferdchen“ müssen also immer schneller „galoppieren“, damit sich alles am Laufen halten kann.

„Das Prinzip vom mehr des Selben. Gesellschaftlicher Krebs.“

Marktorientierte Krankheitserfindungen mit seltsamen Abkürzungen und deren spätere Behandlung psychischer und physischer Symptome liefern einen geeigneten strukturerhaltenden Beitrag.

„Es hat sich übrigens herausgestellt, dass sowohl die rote wie auch die blaue Pille vom selben Pharmaunternehmen hergestellt werden. Mit der roten Pillebewegt man sich lediglich in einem größeren Umlaufbahn. Man muss den Orbit jedoch verlassen.“

Gewohnte Konditionierungen, bei falscher Ernährung und damit verbundener körperlicher Übersäuerung und unzureichendes Trinken wirksamen! Wassers, sorgen so für viele Symptome, mit der sich die Schulmedizin gern beschäftigen kann – noch.

Gut, dass sich das Bild von Medizin-, Gesundheits- und Ernährungsbewusstsein grundsätzlich wandelt und wieder zurück in die Hände des Einzelnen gelangt, verbunden mit entsprechenden Grundlagen, zu finden im Internet – Altes vergeht, Neues entsteht.

Aber das Thema lautet ja „Familie“.

Die künstliche Welt der Hierarchie steht der natürlichen als Widersacher gegenüber und damit verbunden, begründet sich auch der Druck auf die Hebammen, die die natürliche Geburt befürworten. Die werden dann mal fix zur Konkurrenz gemacht und über die Versicherung unter Druck gesetzt – es erinnert spontan an die Hexenverfolgungen, nur dass man sich in der heutigen Zeit das Brennholz spart.

Wächst der junge Mensch in der konventionellen Familie heran, so erfährt er die alte Weltordnung zum ersten Mal, wenn die Mutter das Stillen zu einem bedingten Stillen und die Aufmerksamkeit zu einer bedingten Aufmerksamkeit werden lässt. Das Spiel zwischen Gewohnheit, Verlustangst, Kontrolle und Manipulation nimmt seinen Lauf – gewöhnlich bleibt es unbewusst, da ja alles „wie immer ist“.

„Das war ja schon immer so, hat Mutter mir gesagt.“

„Solange Du Deine Füße unter meinen Tisch stellst, machst Du das, was ich will“, ist in der Regel die Verlautbarung eines „nachgelagerten“ Patriarchen.“

Worauf ich hinaus will, ist die Vorstellung, dass Kinder, die zur Welt kommen, sich in einer Hierarchie unterordnen und selten in einer Gemeinschaft auf Augenhöhe heranwachsen. Durch die Anpassung an das System „Familie“ entwickeln sie selbst jene Verhaltensmuster, um bedingte Liebe, Aufmerksamkeit, Zugehörigkeit und Anerkennung zu erfahren und so nimmt das Schicksal in der Regel seinen Lauf – weitergebend.

„Ja, auch auf Dich wartet die Weltbetreuungsanstalt, weißt Du?“

„Ich will Dich nur ein kleines bisschen kontrollieren.“

„Wir wollen, dass ihr es mal besser habt.“

Muster, die sich von Generation zu Generation fortsetzen und selten in Frage stellt werden/wurden, weil sie gesellschaftliche Konventionen darstellen. Und die hinterfragt man nicht!

„Aber Kinder sind doch klein, dumm und haben überhaupt kein Geld. Sie brauchen Führung.“

Und genau an dieser Stelle findet man die verdrehte Vorstellung von Selbstreflektion zur Projektion.

„Ja, das darfst Du so denken.“

Und wie schaut es aktuell aus? Wir stehen global-gesellschaftlich an einem Wendepunkt, wo die klassische Form der Familie als hierarchische Organisation, mit der starken Frau hinter dem starken Mann und unter ihnen die Kinder als Betreuungswürdige zunehmend in Frage stellt ist.

Da wundert es nicht, wenn die Kinder aus dem Haus sind, und die Frau in ihrem Leben nur im Betreuungsmodus unterwegs war – Gewohnheiten.

Familien in einer hierarchischen Organisationsform „wie auch jede hierarchisch organisierte Struktur“ haben aus Sicht des stattfindenden Paradigmenwechsels keine Zukunft, wenn sie nicht mit Um- und Weiterdenken beginnen:

Der Mensch, der diese Welt betritt, hat sich selbst dazu entschieden und ist mit dem ersten Tag als souverän werdender Mensch zu betrachten und zu achten und lernt, sich selbst zu achten.

Um all jene Eigenschaften, wie bspw. Selbstliebe, Selbstvertrauen und vernunftvolles Handeln selbst entwickeln zu können, statt überdauerten Vorstellungen von gestern gerecht zu werden.

Erzählt es jenen…