Sarkastische Cliffhanger – oder: „Guten Morgen, Dave…“
(v1.1) Schaut man sich die Hardware-Preise an, so könnte man gleichsam der Meinung sein, dass die Hersteller möchten, dass der Kunde das Risiko für eine mögliche „KI-Blase“ offiziell mitträgt.
Ich kann Sie da beruhigen: Es gibt sicher genug kaufwillige Akteure, die in der KI eine wirtschaftliche Verbesserung für ihr eigenes Unternehmen zu erkennen meinen.
Gleichsam betrifft das ja auch auf Abläufe in Verwaltungsstrukturen zu, wo sich der Mensch, der bereits digitalisiert wurde, besser verwalten lässt, während die vielen von ihm gestellten Anträge so auch schneller bearbeitet werden können.
Im Grunde ist die Aussage über den Menschen unvollständig, da es ja „lediglich“ um die umfängliche Digitalisierung der Person geht, für die sich der Mensch hält, wodurch er sich in einem Kopfknast und so auch in kontrollierbarer Abhängigkeit bewegt, darüber hinaus durch seine ihm anerzogenen Wertvorstellungen fremdbestimmbar ist. Plötzlich wird das, was ihm bisher gefiel und ihn ausmachte, zu einem sicht- und spürbaren „Problem“.
Nachricht von Ihrer KI-Regierung: „Sie haben durch Ihre Geburtstagsfeier diese Woche zwei Kilo zugenommen. Ebenso werden erhöhte Leberwerte festgestellt. Beides erhöht Ihr Risiko an einem Herzinfarkt zu sterben um 5,45% und wirkt sich zudem nachteilig auf Ihre Produktivität im Unternehmen aus.
Um hier entgegenzuwirken, wird Ihre gewohnte Nahrungsration für die nächsten zwei Wochen entsprechend durch pflanzliche Nahrung ersetzt und in dieser Zeit „Sport nach Feierabend“ angeordnet.
Die KI Ihrer Krankenkasse, Ihr Abteilungsleiter, Ihre Frau und die KI Ihres Nahrungsmittellieferanten wurden bereits darüber in Kenntnis gesetzt.
Mit Bestätigen des Erhalts dieser Nachricht, akzeptieren Sie die Behandlung. Im Falle einer Zuwiderhandlung wird Ihr Gehalt für diesen Zeitraum um 15,7% gekürzt. Der Termin für den Beginn, wird Ihnen noch rechtzeitig bekannt gegeben.
Stärke durch Einigkeit. Einigkeit durch Glauben.“
Das System benötigt nicht nur körperliche, sondern auch geistig gesunde Akteure, die ein unerwartetes Schreiben vom „Finanzamt“ auch mal mental verkraften können oder einen Anruf vom Steuerberater, dass sie „eben mal schnell“ 80.000 Euro für Zahlungen ans Finanzamt zurückstellen sollen.
Die Tage traf ich jemanden, der sich zu einem späteren Termin selbstständig machen möchte, dieser zunächst einen psychologischen Test absolvieren soll.
Ich kann das teilweise auch gut nachempfinden, da ich den Realitätsverlust und den nachfolgenden Amoklauf eines „Unternehmers“ bereits – „Auge in Auge“ – miterlebt habe. Auf der anderen Seite erscheint diese Anordnung gesetzwidrig.
Was die hohen Preise angeht: Es könnte auch sein, dass nicht mehr so viele Rechner gekauft werden, weil sich mit Schreiben und Videos schauen, was nicht wirklich viel Rechenleistung benötigt, man sich „mit einer alten Kiste“ auch zufrieden geben kann.
Warum ich das mit der KI in der Weise anspreche liegt daran, dass es im Grunde durch die in der Gesellschaft anerzogenen Denk- und Verhaltensweisen erst ermöglicht wird, entsprechende „Betreuungssysteme“ zu etablieren.
Zwar bin ich weder vom „Ehegatten-Splitting“, noch von einem geänderten „Renteneintritt“ noch von einer Änderung in der „Krankenversicherung“ betroffen, klingt es jedoch so, als pfeift da was aus dem letzten Loch. So nebenbei.
Wenn Nvidia nach 30 Jahren auf die Idee kommt, in diesem Jahr 2026 mal keine neue Grafikkarte auf den Markt zu bringen, weil die „High-End Gaming Cards“ ab und zu ihrer Stromversorgung zu schmoren beginnen, wäre das verständlich. Vielleicht fragt man ja einfach mal die KI.
„Einst überließen die Menschen ihr Denken den Maschinen, in der Hoffnung, dass dies sie befreien würde. Aber das ermöglichte es nur anderen Menschen mit Maschinen, sie zu versklaven.“ Frank Herbert, Autor von „Dune – Der Wüstenplanet“
Im Sinne der aktuellen wirtschaftlichen Situation, kann man so den Kauf eines neuen Rechners entspannt auf „später“ verschieben und das neueste Spiel in höchster Monitorauflösung auch mal mit 150 FPS (Frames per Second) statt mit 240 FPS spielen.
Wissen Sie, wo noch mehr FPS jedenfalls nicht weiterhelfen? In der Realität, wo man es mit richtigen „Problemen“ zu tun hat.
Okay, im Kern sind es ja nur sicht- und spürbare Symptome, die unter Zuhilfenahme einer gewohnten Denkweise meist nur oberflächlich kaschiert werden.
Das nennt sich auch Donquichotterie, weshalb es auch nichts nutzt, nur die „richtigen Politiker“ zu erwählen.
Was den Bau eines neuen Rechnersystems betrifft, mag ich mich nicht davon ausnehmen.
Der Rechner hier, läuft mit einer Hauptplatine aus dem Jahre 2009, einer übertakteten CPU bei 3,8 GHz, mit 8 GB Arbeitsspeicher, SSDs und Win10.
Da dachte ich mir in 2025 mal etwas Neueres zuzulegen, so was mit 16 Kernen, 32 GB Arbeitsspeicher, AM4-Board, M.2 und SSDs und einer neuen Grafikkarte – nach 16 Jahren scheint das keine unvernünftige Entscheidung zu sein – auch mal technisch betrachtet.
Erst neulich ist ein Programm abgestürzt, weil ich ein 3D- Objekt mit 9 Mio. Polygonen zwar einladen, jedoch nicht bearbeiten konnte.
Wenn jemand das Gefühl an den Tag legt, er habe keine Zeit, liegt dies nicht einfach daran, dass es sich um eine selbsterfüllende Prophezeiung handelt, sondern die dahinter wirkende Denkweise durch den Gedanken Probleme überall dort lösen zu wollen, wo sie sicht- und spürbar in Erscheinung treten, dies letztlich zu einer zusätzlichen Verkomplizierung führt, und diese – nach einer Verzögerung geglaubter Lösung – sich im Nachhinein als zeitlicher und finanzieller Mehraufwand entpuppen.
Vor einiger Zeit kam der Gedanke rein, wenn man eine KI etablieren wollte, könnte dies auch über das Internet als verteilt vernetzte Struktur geschehen, was natürlich den Markt für Unternehmen erschwert, die damit „fette Kohle machen“ wollen – so mal verschwörungstheoretisch „dahingeschrieben“.
Jemand lachte einmal über meinen damaligen Laptop, der zu jener Zeit tatsächlich fünf Zentimeter hoch war. Kurzerhand meinte ich zu ihm: „Was wäre, wenn auf diesem Laptop, die Lösung für alle Energieprobleme auf der Welt gespeichert sei?“ Darauf schwieg jener. Im Kern ein gutes Argument, sich den Kauf eines neueren Geräte zu sparen. Hm.
Die KI hat eine Grenze, die sie aufgrund der weiträumig verbreiteten Denkweise des Menschen nicht überschreiten kann. Sicher weiß sie viel, trägt in der Regel doch nur dazu bei, die vom Menschen geschaffenen Fiktionen weiter aufrechtzuerhalten, statt diese infrage zu stellen, wenn schon von „Lösungen“ gesprochen wird.
Recht und Gesetz gehören mit zu den Themen, da sie „per se“ vom Menschen geschaffene Fiktionen sind.
„Was bedeutet demnach „etwas Echtes“?“ „Das bekommst Du nur durch infrage stellen des Bestehenden heraus!“
Ich bin nicht gegen die KI. Ich stelle lediglich das System infrage, in dem das ganze Tamtam stattfindet, hin zu ergänzender, menschlicher Entwicklung.
Das andere mag ja bleiben, sonst hätte man ja schließlich nichts zum Infragestellen. Irrversible Kipppunkte. Im Grunde war das nur „halbwahr“, da ein von seinen Teilnehmern infrage gestelltes System, mehr und mehr zu einer Erinnerung erwächst.
„Wir sind uns bewusst, dass wir ein bereits blutiges Schlachtfeld betreten. Doch die kybernetische Hoffnung auf eine Flucht aus dem Kapital war von Anfang an eine Lüge. Wir können uns nicht aus einer Automatisierung herausautomatisieren, die sich als Totalität durchsetzen will.
Die Utopisten fordern uns auf, von einer solchen Denkweise abzulassen, und versprechen, dass die Befreiung jenseits des Einzugs der Automatisierung in alle Lebensbereiche liegt.
Das Kapital wird sich nicht dazu verleiten lassen, einen „roten Überfluss“ zu produzieren. Eine solche Sichtweise ist eine schleichende Überwindung des Kapitalismus.“ „Anti-Oculus“, Acid Horizon, 2023
Mir „gehört“ jetzt auch eine KI; die sagt immer das, was ich gerne hören will. Herrlich, stets die eigene Meinung zu vernehmen, aus der man gestärkt hervorgeht, um erfolgreich gegen Kritiker argumentieren zu lassen durch: „Die KI hat das auch gesagt…“
Die KI bietet natürlich auch Vorteile – auch für unbedarfte Anwender. Sie kann stellvertretend einen beliebigen Text analysieren und als „relativierend“ deklarieren, wenn der KI-Anwender selbst nicht dazu in der Lage ist, damit dieser dann, zumindest mit eigenständig erdachten Vorwürfen angereichert, dazu in die Lage versetzt wird.
Oder gibt es schon eine KI, die das gleich mit übernimmt? Der Anwender kann sich auf diese Weise zukünftig das Bilden einer eigenen Meinung und damit verbundene Anstrengungen ersparen, sich nur noch der vorgedachten KI-Meinung bemächtigen und zusammen mit seinem Account-Foto und -Namen verteilen.
Zitat aus einem RT-Beitrag: „…indem man sie mit der Möglichkeit ausstattet, Fehler in einem System rückgängig zu machen.“
Dazu der Kommentar: „Der Mensch müsste über sich selbst hinauswachsen, um einer Technologie Eigenschaften zu verleihen, die er in sich selbst bis jetzt noch nicht erkannt hat, und wenn er diese Eigenschaften erkennt, wird er der Technologie nicht mehr die gewohnte Bedeutung einräumen, wie er dies bisher getan hat.“
Nachtrag: Was das übliche Thema „Meinungsfreiheit“ angeht, geht es nicht wirklich darum, eine Meinung zu kritisieren oder dagegen zu sein, sondern darum, die eigene Meinung mit jener gehörten unter einer gemeinsam akzeptierten Überschrift miteinander zu verschmelzen, im Sinne von Entwicklung und nicht gewohnt faden Kompromissen.
Wenn sich bspw. jene in der Rolle der „Linken“ gegen jene in der Rolle der „Rechten“ zu positionieren meinen, so übersehen beide nicht nur das Rollenspiel, sondern auch, dass sie sich selbst und gegenseitig von ihrer gemeinsamen Entwicklung abhalten und – unbewusst über das System, in dem sie sich einseitig bewegen – diese zeitlich existent nur in die Länge ziehen, während sie von ihren „Jüngern“ und „Jüngerinnen“ mit glänzenden und erwartungsvollen Augen vergöttert werden.
Denn ist es nicht damit getan, teure Kaschierungen an gesellschaftspolitischen Symptomen des Systems zu platzieren und damit habe sich dann der Fall.
Auch das beobachtbare politische Nachkorrigieren an verabschiedeten und implementierten „Lösungen“ ist letztlich nur ein Herumlaborieren an Symptomen, während die Ursachen weiterhin tabuisiert bleiben sollen, weil sich sowohl die Untertanen und ihre Oberherrschaften, an ihre Komfortsofas*innen gewöhnt haben, jedoch dabei übersehen, dass sich die einst angestrebte Symbiose durch Verkomplizierung der geschaffenen Strukturen in eine parasitäre verwandelt hat, in der sich beide Lager in einem gemeinsamen Gegeneinander mit eingebautem Abwärtstrend wiederfinden.
„Lieber Theo, tut mir leid, dass ich nicht da bin, um mich persönlich zu verabschieden. Sie hatten recht. Freiheit ist kein Traum. Es gibt sie wirklich. sie liegt jenseits der Mauern, die wir selbst errichten. Danke, dass Sie mir nicht nur die Hoffnung, sondern auch meine Tochter zurückgegeben haben und danke Theo, dass Sie mein Begleiter auf dieser Reise waren. Ihr Freund Ethan.“ „Dr. Ethan Powell“, Instinkt, 1999