Der Zweck heiligt die Mittel

In einer sich zuspitzenden Zeit der Veränderung, nimmt traditionell-konventionell der Widerstand in jenen Reihen zu, wo es darum geht, das Verfallende erhalten zu wollen, während ein globaler, auf alles wirkender Wandel sein (Un)Wesen treibt.

Und jeder noch so kleine Widerstand trägt „systembedingt“ zu den wahrgenommenen (eigenen) Spannungen bei. Eine schwierige Phase für den Einzelne, wenn es darum geht, das Alte verlassen zu wollen und das Neue irgendwie noch nicht in Sicht zu sein scheint. Der „Widerstand“ im Außen als Projektion des Widerstands im Inneren gegen Veränderung.

„Eine Runde ‚Dschihad‘ für alle.“

Auftretender Terror ist dabei das gewohnte Mittelchen, um die notwendige Unruhe „vermitteln“ zu wollen – nicht selten von jenen im Hintergrund inszeniert, die sich später im Blitzgewitter der Presse als Retter der Gesellschaft zu präsentieren glauben oder vorgeschoben werden.
Gewohnt wird dabei auf dem „Betreuungsgaul“, „Bestehendem“, „Werten“ und „Traditionen“ herumgeritten, während die Ausgescheuchten nach immer schärferen Regeln staatlicher Kontrolle hecheln und man mit dem Zeigefinger auf medial „gepimpte“ Attentäter zeigt – während drei Finger jedoch zurückzeigen.

„Wer Angst hat, verliert.“ „Üb’ schon mal!“

Im Grunde genommen haben wir es mit einem hartnäckigen Vertrag zwischen Betreuern und Betreuten zu tun, die alles andere wollen, als das sich etwas ändert. Und aus Sicht der Konditionierungen betrifft dies nahezu alle Gesellschaftsstrukturen und Nationen im Kern gleichermaßen.

Und dann werden irgendwelche Islamisten aus der Kiste gezogen, die vorher eingehend mit Waffen und Ausbildung bestückt und eingeschleust wurden, um im Zuge zunehmender Verwirrung selbige zu stiften oder lediglich mit ihren Gesichtern dafür herzuhalten haben. Den Toten und den Verbliebenen bleibt in der Regel nur eine Rolle.

„Alles für die Macht – und die kennt keine Religion oder Ideologie.“ „Alles geht zu Ende.“

Was als Machtdemonstration endet, begann einst mit einem Lächeln und dem Versprechen „auf Entlastung und betreutes Wohnen“.

„Jedoch wurde aus betreutem Wohnen zunehmend ein bedrohtes Wohnen.“

„Turmbau zu Babel.“

Letztlich ist beides nur Willkür. Und so entstehen Szenarien, bei denen Menschenleben keine Rolle zu spielen scheinen, solange es dem Zweck des Bewahrens von Besitz, Pöstchen und Machtstrukturen opportun erscheint.

Interessant, dass die Geheimdienste im Nachhinein von Anschlägen wussten, jedoch vorher keine Anstalten machten, präventiv tätig zu werden. Vielleicht sind die vielen Geheimdienstfilme doch nur eine Fiktion von absoluter Kontrolle und es erweckt eher den Eindruck einer Mitwisserschaft.

In diesem Fall sorgt dies für ein gänzlich anderes Bild, wo es lediglich darum zu gehen scheint, nur genug Konfusion und Unruhe in der Bevölkerung schüren zu wollen.

„Bäumchen rüttel dich, Bäumchen schüttel dich.“

„Ein klagender Schrei nach Lösungen, ohne gleichzeitig eine Veränderung zu wollen? Wie kann das denn sein?“

Das hat in der Regel nur zwei Ausgänge: Spontane Entwicklung am engsten Punkt oder endgültiger Verfall. Und Jeder bekommt das, was er sich nimmt. Es liegt also an jedem selbst. Und so tendiert alles unaufhaltsam auf diesen einen Moment erzwungener und getroffener Entscheidung hin.

Davon betroffen sind alle, die über Generationen dem Glauben verfallen waren, andere erwählen zu müssen, damit diese wiederum für die Wähler entscheiden sollen, was „gut und richtig“ sein soll und so ein global behagliches Komfortsofa entsteht, auf dem „alle“ Platz finden sollten – wenn sie sich denn nur andächtig genug der Struktur durch Arbeit, Fleiß und Gehorsam unterwerfen würden.

„Ja, auch du kommst irgendwann in den Genuss.“

„Und erst wenn du so bist wie wir, dann gehörst du (zu) uns.“

Und genau das geht zu Ende und wie einst jemand mal sagte: „Verhaltensmuster ändern sich nie, sie sterben einfach nur aus.“

Die Vorstellung einer unschuldvollen Gesellschaft mit dem Zeigefinger am Abzug der Konventionen scheint auf einen kollektiven Punkt hinzutendieren, an dem sie unweigerlich umzudenken hat – also: Freiwillige vor, denn noch ist es freiwillig!

Denn alles ist in Frage gestellt und betrifft die Weltanschauung an sich und davon sich ableitend: alle klassischen Disziplinen wie Religionen, Ideologien, Geldsystem, Rechtssystem, Konventionen, Gewohnheiten und Verhalten &c. sowie die Rolle des Einzelnen.

An dieser Stelle zeigt sich, ob es dem Einzelnen wirklich nach Änderungen dürstet oder ob er sich nur gewohnt zur Wehr zu stellen versucht, während seine „scheinbaren Gegner“ nicht weniger intelligent zu Gange sind, denn die Veränderung betrifft beide.

Misstrauen und Schuldzuweisungen: Auswirkungen selbst vorenthaltener Selbstbetrachtungen und vereinbarter Fremdherrschaft – vereinfacht ausgedrückt.

Die Bedeutung gesellschaftlicher Konditionierungen und sich daraus ergebender Konventionen mag einfach mehr Beachtung finden. Dies unbeachtet, kann man sich getrost den Rest oberflächlicher Werkeleien ersparen.

„Verzweifelte Bemühungen, spätrömischer Dekadenz.“

Zeit zum Umdenken. Es geht auch anders.