Nunc habemus lucem…

Anfänglich scheint alles normal und Ungewöhnliches wird zunächst als „Ausnahme“ kategorisiert. Begegnen einem die Dinge mehr und mehr in einer ungerechten Form, so beginnt man sich zunächst vehement dagegen zu wehren und sucht sich Gleichgesinnte. Denn „gemeinsam“ ist man ja stärker. So denkt man – für gewöhnlich.

Doch irgendwann scheint auch dies nicht mehr ausreichend zu sein, wenn das tolerierte Wissen an seine kollektiv vereinbarten Grenzen angelangt. Ja, kollektiv vereinbart!

Dieses Phänomen begegnet mir, seit ich mich auch zu früheren Zeiten irgendwelchen Gruppen angeschlossen habe.

Irgendwann gelangt man an einen Punkt, wo das Bisherige zu keinem Ergebnis führt und es Sinn macht, ob nicht dahinter eine andere Bedeutung steckt, als jene, die man ihm bisher zugemessen hat.

Das System selbst ist aus einer Opferhaltung heraus entstanden. Und es wurde/wird alles dafür getan, dass die „Opfer der Umstände“ auch als solche in diesem Zustand weiter verweilen.

Zwar soll nach außen „alles anders“ werden soll, während jedoch kollektiv am Vorhandenen festgehalten wird.

Gerade in diesem Wandel konzentriert sich das „Festhalten“ im Kern auf jene Verhaltensmuster, die das System erzeugen, während sich nur allzu gern an seinen „Institutionen“ im Außen kämpferisch geübt wird. Jedem nach seinem Glauben – und vollkommen normal.

„Der Ausstieg aus dem System findet im Kopf statt – besser: findet im „Ich“ selbst statt: Der Mensch hat ja ein „Ich“, er ist nicht sein „Ich“. Soviel zum Thema: „Möglichkeiten etwas zu tun“. Klingt komisch, ist aber so.“

Zeichen von Veränderung zeigen sich dabei durch ein anderes Tun und nicht nur das Reden. Das Tun wird durch die Verhaltensmuster maßgeblich beeinflusst, die im „Ich“ abgelegt sind! Tun ist in dem Fall ein an sich selbst Arbeiten, was erst zu einem veränderten Verhalten führt.

Macht ist für gewöhnlich eine Position inne zu haben (im Sinne gewohnter Fremdbestimmung), um über das Leben von anderen zu bestimmen, erstanden aus der gewohnten Fremdbestimmung.
Eine sich entwickelnde Selbstbestimmung auf Basis von Vernunft (nicht die gewohnte, gesellschaftlich tolerierte Unvernunft, die gern als Vernunft verkauft wird) und Gewissen (zu fühlen und zu erkennen, was rechtens ist) bedeutet das Ende der alten Ordnung in seiner bisherigen Bedeutung. Und somit jene „Macht“ an sich selbst auszuüben.

Im Sinne der Erhaltung der alten Ordnung hingegen, reicht es für gewöhnlich aus, vor den Augen der Opfermasse tatsächlich welche zu opfern und so kehrt der Rest dann artig und reuig wieder unter die Fittiche seiner Autorität zurück oder jene „backen fortan nur noch ganz kleine Brötchen“.

Stillstand vorprogrammiert
Gemeinsam hört man gerne seine eigene Meinung von anderen, solange sie sich innerhalb üblicher Grenzen bewegt.
Auf diese Weise schafft man sich kollektiv nur eine sich immer schneller drehende Waschmaschine, die am Ende zwei Entscheidungszustände für jeden einzelnen Teilnehmer bietet: Entwicklung oder Rückfall.

Den notwendigen Entwicklungsschritt (in der Tat zunächst ein Quantensprung) nach vorne ergibt sich, wenn man stets mit der offenen Einstellung, sich entwickeln zu wollen, an die Dinge herangeht und bereit ist, auch das Bisherige in seiner Bedeutung in Frage zu stellen.

Mit der Entwicklung geht die Schaffung eines geistigen aufeinander aufbauenden Fundamentes (fundamental, da ist „mental“ drin) einher.
Dieses unterscheidet sich für gewöhnlich von der reinen Ansammlung von Unsäglichkeiten und deren fortlaufender Wiederholung.

Das klassische „Ich“ sammelt solange, bis es den Horrorwald vor lauter Horror nicht mehr sehen kann, zwischen „Ich“ und wahrgenommener/projizierter Realität steht der Mensch in der Vorstellung der Machtlosigkeit, die sich aus der einzigen Täuschung heraus ergibt: Er denkt – besser: er glaubt, er sei sein „Ich“.

Und in diesem Modus ist alles wichtiger als der Mensch und seine Entwicklung selbst, der weiter auch nur Werkzeug seines eigenen „Ich“ ist – ohne dies zu wissen – besser: nicht selten wissen zu wollen.

Die Fremdbestimmung trägt nun ihre Früchte, dass „zu haben“ mehr Wert ist, als das „zu sein“, während die Verlustangst den Habenden kalt unter die Haut kriecht und sie zunehmend entmenschlicht.

„Scheiß’ auf Würde und Gerechtigkeit. Ich will Kohle verdienen!“

Dass zwischen Haben (Materie) und Sein (Geist) immer eine Beziehung besteht, scheint kaum jemandem dabei aufzufallen, versucht sich das „Ich“ in der Argumentation „Haben oder Sein“, um sich weiter vor Veränderung „schützen“ zu wollen.
Was jedoch gern übersehen wird: Auch der klassische Mensch ist von einem Sein geprägt: einem über sich selbst wenig bewusst sein.

Darin steckt auch seine eigentliche Aufgabe und nicht nur in der Beschäftigung mit Unsäglichkeiten, im Sinne fortlaufenden und anklagenden Dagegenseins – und Verführungen gibt es derer genug.

Ich schreibe das, weil alles auch so sein muss und seinen Sinn hat: Jeder hat es selbst zu erkennen und selbst zu verstehen. Jeder hat seine eigene Packung „roter Pillen“.

Wer verbissen kämpft, Widerstand leistet, flüchtet, sich in Ablenkungen und Süchte (alles Verdrängungsverhalten) hinein begibt, verschärft selbst seine Situation, die er dann anderen anzuschulden versucht (ebenfalls ein Verhalten der Verdrängung) oder Hinweise auf seine mögliche Entwicklung ignoriert und dabei Träger der Information schlichtweg ausgegrenzt, dreht sich im Kreise. Der Grund, warum man sein Ding macht – so oder so.

Anmerkung: Ich bin mir sicher, dass das alles verstanden wird, denn allzu kryptisch schreibe ich auch nicht.

Die Aufgabe besteht in der konsequenten Infragestellung des Systems an sich, wo Unsäglichkeiten und sich kampfeslustig gebende Akteure lediglich Signale und Prozesse sind, um das dahinter Wirkende für sich zu offenbaren, statt sich mit den sich daraus ergebenden, sicht- und spürbaren Symptomen in Form des Bekämpfens und Beklagens auseinanderzusetzen.

Da sich kaum jemand gedanklich außerhalb gewohnter Grenzen der alten Ordnung bewegt, ist es stets eine Herausforderung, auf ein notwendiges Weiterdenken hinzuweisen. Nicht selten begegnet mir dabei die Frage: Ja, was willst du denn „dagegen“ tun? Bereits in der der Fragestellung ist das Verhalten des Fragenden erkennbar.

Von Äpfeln und Birnen
Entwicklung von Lösungen beruht auf einem anderen Wahrnehmen, Fühlen, Denken und Handeln, als jenes zur Wahrnehmung von sicht- und spürbaren Problemen, da diese im Kern nur Symptome, nur Phänomene sind und mit gewohntem Denken nur kaschiert, überlagert oder verdrängt werden.

Dies führt so ganz nebenbei zu jener Verkomplizierung unserer Strukturen, die sich der Mensch geschaffen hat, welche dann vor sich herummarodieren und so noch mehr Energie (Geld, Lebenskraft) zu ihrer Aufrechterhaltung erforderlich ist – nebenbei auch jene, die selbst keine Wertschöpfung betreiben, jedoch von den wertschöpfenden Strukturen leben. Das nennt man dann eine symbiotisch-parasitäre Beziehung.

Gern werden dafür die „Hartzer“ vorgeschoben und als „Schmarotzer und Parasiten“ bezeichnet, während es sich hierbei nur um eine Feindbildprojektion handelt. Den Rest mag man sich denken und was das für einen selbst bedeutet, den tatsächlichen Sachstand zu erkennen.

Hat man die Denk- und Verhaltensmuster erst einmal am „Schlafittchen“ gepackt, und man erkennt, wie man üblicherweise „funktioniert“, verlieren dabei entgegengebrachte Stigmatisierungsversuche zunehmend an Wirkung.
Das macht dann die anderen richtig nervös, weil sie so keine gewohnte Handhabe mehr zur Verfügung haben.
Ein Opfer wird natürlich immer eine Ausrede finden, sich als williges Opfer der Umstände erleben zu wollen, um sich dann in seinem zu schützenden Sein bestätigt zu fühlen. Im Kern versteckt es sich vor seiner eigenen Entwicklung.

Wie Lösungen?
Das „Denken in Lösungen“ bringt auch eine andere Art der Kommunikation mit sich, der sich der gewohnte Lösungsdenker selten hingeben mag.
Diese beschäftigt sich mit der Herleitung von Zusammenhängen, die über eine reine Ansammlung und Aufzählung von möglichst vielen Informationen (in Form einer Unsäglichkeitsauflistung) hinausgeht.

Der Ausstieg aus dem System gelingt nur über das Erkennen von Zusammenhängen, die zu einem größeren Gesamtbild führen, was nicht damit getan ist, nur andere Schuldige oder „böse“ Verantwortliche zu finden. Denn so verweilt man weiter im gewohnten „Höllenzustand“.

„Himmel und Hölle sind im Kern zwei Geisteshaltungen.“

Wer als „oberstes Argument“ nur wieder „böse Eliten“ oder ähnliche „Schurken“ sieht, bewegt sich nicht innerhalb des größeren Ganzen. „Die Eliten wollen uns nur versklaven“, ist wirklich zu einfach und letztlich nur aus der Sicht eines Opfers gedacht.

Das will der Betroffene natürlich nicht hören, denn er hält für gewöhnlich an dieser Vorstellung kämpferisch fest, selbst wenn man ihm darlegt, dass er sich selbst nur ein Feindbild schafft, um andere für seine Situation die Schuld zuzuweisen – was somit nur gewohnte Verdrängung ist. Der Grunde, warum man auch niemanden „mitnehmen“ kann.

Gewohntes „Problem-Lösungsdenken“ und damit verbundene „Lösungen“ beruhen auf tolerierter, gewohnter Verdrängung – bei gleichzeitiger Beibehaltung von evtl. Strukturen – in der Regel jene hierarchischer Natur, da dies der inneren Natur des altsystemischen Menschen entspricht: Das „Ich“ über seinem Menschen – oder auch: Der Mensch als Opfer seines „Ich“, was sich hinter ihm versteckt und ihm vorgaukelt, er sei sein „Ich“. (siehe: Esau-Segen)

Die Sackgasse überwinden
Solange an den altsystemischen Denk- und Verhaltensmustern festgehalten wird, welche die alte Ordnung erzeugen, ist es auch vollkommen gleich, ob es sich bei einer Regierung um eine „Bundes-“, „Reichs-“ oder ein sonstige Regierung handelt.
Denn nur Gierige (Unvernünftige) brauchen eine Re-Gierung (Betreuer). Und nur Unvernünftige wählen (als Vorgang der Problemverschiebung, Verdrängung) sich die Probleme fort, um selbst nicht denken zu müssen.

Was das viel gepriesene „Naturrecht“ betrifft, über das gerne spekuliert (mit der Vorstellung: Der Stärkere gewinnt) wird: „Die säkularen rechtsphilosophischen Ausprägungen des Naturrechts, die nicht aus religiösen Grundwerten hergeleitet sind, sondern von der Erkennbarkeit durch menschliche Vernunft, werden als Vernunftrecht bezeichnet.“ Wikipedia

Wer jetzt parat hat, dass Wikipedia sowieso nur lügen würde, verdrängt nur, in der Hoffnung, nicht um- und weiterdenken zu müssen.
Denn es ist immer einfacher, alles als Lüge zu bezeichnen, um dem eigenen Entwicklungsprozess entgehen zu wollen, während man sich an die Opferrolle klammert, ja sogar bis aufs Blut verteidigt – besser: verteidigen lässt, indem er andere vorschickt.

Es geht um Entwicklung und jeder Baustein und jede Fachdisziplin, die zu einer klareren(!) Sichtweise führt, stärkt das eigene Fundament. Das gewohnte „Ich“ schafft Verwirrung, solange es an seinen „Mustern“ festhält.

„Es ist sowieso alles eine Illusion.“ „Wie leitest du das her?“

Entwicklung hat ab einem Punkt nichts mit gewohnten, oberflächlichen und kopier- und anreihbaren Argumenten zu tun, die sich dann gerne schnell zurechtgelegt und alsdann ins Gespräch „hingeschwemmt“ werden.

Wie sagt eine liebe Bekannte: „Kapieren, statt kopieren.“

„Der Nächste, bitte“
Während fleißig beklagt, bekämpft und bejammert wird, geschieht für gewöhnlich eines nicht – das Wesentliche überhaupt – die eigenen Denk- und Verhaltensmuster, die zu solch Sichtweisen führen, zu hinterfragen – besser: in Frage zu stellen.

Denn es ist immer einfacher, vorhandene Unsäglichkeiten mit selbigen Verhaltensmustern zu Beklagen und sich darüber zu brüskieren, statt den eigenen Denkprozess hinter der Verdrängung und im Sinne der eigenen Entwicklung in Gang zu setzen.

Der klassische Hörer lauscht gerne den täglichen Unsäglichkeiten. Und je größer diese sind, je mehr kann er sich weiter als machtloses Opfer erkennen – nicht selten ist er auch bereit, dafür zu zahlen.

Gewohnte Lösungen müssen das Vorhandene vermehren, mindestens sichern (den erkannten Feind dabei entmachten), ansonsten ist es keine Lösung.
Auf der anderen Seite darf man dem klassischen Hörer natürlich nicht mit „schweren“ Themen kommen, denn dann müsste er ja darüber nachdenken. Spöttisch.

Erkannt, warum kein „Reich“ im Außen weiterhilft, wenn „Arm“ im Inneren draufsteht? Da hilft auch kein übliches Krakeele über die anderen.

Vielleicht hilft es jenen, sich dem Gedanken zu nähern, dass eine vordringliche Problembetrachtung die Probleme nur aufrecht erhält, während zwar Änderung lauthals gefordert wird, während im Inneren der „eigentliche“ Problemmagnet weiter sein „Spielchen“ mit dem Menschen treibt und dabei gehofft wird, dass der „Kelch des inneren Wandels“ an einem vorübergeht.

Der Mensch der alten Ordnung zeichnet sich an sich grundsätzlich durch eine konservative Haltung (Festhalten am Alten, um das Morgen damit gestalten zu wollen) aus, was auch das gewohnte, partei-ideologische Farbenspektrum überwindet. Eine dem Lebensprozess abträgliche Haltung. Interessant dabei, dass darüber gern geschwiegen wird, denn keiner will das „letzte Arschloch“ sein, was die Tür zumacht.

Dass strukturell ein Wandel stattfindet, sieht man an den entschwundenen Rechtsgrundlagen, an denen man der alten Zeiten Willen festzuhalten gedenkt, (siehe z.B.: Art. 50 BRBG, Entscheidung BVerfG vom 25.07.2012 zum Wahlgesetz usw.). „Geltend“ kommt von „gilt“ und „gilt“ steht für eine Fiktion, siehe Wikipedia.

Das ganze Gebilde der alten Ordnung wird nur noch durch das zusammengehalten, was sie im Kern schon immer ausgemacht hat, die gewohnten Denk- und Verhaltensmuster, die die alte Ordnung erzeugen.

Wer nach dem Gestern strebt, wird sich nur weiter selbst von dem abhalten, von dem man sich nahezu kollektiv gewohnt abgewandt hat: von seiner eigenen Selbstbestimmung, die unter anderem die entfaltete Vernunft als Basis in sich trägt wie auch einer dem natürlichen Lebensprozess zugewandten Haltung, von dem sich nahezu kollektiv abgewandt wurde – sehr kompakt ausgedrückt.

Eine klare Absage an gewohnte Gemeinde- und Staatsambitionen, die lediglich im Sinne von Abgrenzung zum Schutz, Sicherheit und Besitzstandwahrung zu sehen sind und Institutionen der alten Ordnung.

Weiterdenken und Infragestellen bedeuten den Ausgang aus der kollektiv vereinbarten Unmündigkeit der alten Ordnung und damit verbundenem Verlust  gewohnter Betreuung und ihrer vielfältigen Fortführung.

Eine gestrige Haltung verkörpert sich ebenfalls in der Suche von Schuldigen und Verantwortlichen, Beschäftigung mit Symptomen und führt in einem geschlossenen Szenario gegenseitiger Vorwürfe nur zu gewohntem geistigen Stillstand in der schneller drehenden Waschmaschine.

„Die Fische beschweren sich wieder über das schmutzige Wasser.“

Während die einen das Gestern predigen, finden andere das Vorgestern noch besser. Beide unterscheiden sich vom Prinzip her nicht und bringen sich durch „ewig gestrig“ zum Ausdruck.
Dabei werfen die einen den anderen nur ihre eigene, gestrige Haltung vor, um von ihrer eigenen ablenken zu wollen.
Der gewohnte Kreuzchenmacher verkommt dabei zum Zuschauer seiner gewählten „Gladiatoren“, während er zumindest ganz nett „untengehalten“ wird.

Ein Schauspiel besonderer Art, denn erzeugen beide genug Erhaltungstrieb aufbringen, um wiederum lange genug für „Prozess“-Beobachtungen und tiefer gehender Infragestellungsprozesse herhalten zu können.

Erkannt, warum sich das ganze Tamtam so abspielt? Es geht um die eigene Entwicklung. Dazu ist es notwendig zu erkennen und zu verstehen(!), warum es prinzipiell so nicht funktioniert(e).

Beobachtung und Rekombination (Vorhandenes und Erkanntes im Sinn der Entwicklung logisch zusammenzufügen, wobei anderes in seiner bisherigen Bedeutung verliert) sind wichtig, denn jeder trägt auf seine Art und Weise zum Wandel und damit verbundener Offenbarung bei, zwar als Individuum, jedoch in der Grundprogrammierung etwa 99,9% aller Menschen entsprechend.

Sicher mag der Begriff „logisch“ etwas hinken. Denn jemanden als Märchenerzähler ertappt zu haben, der behauptet hat, etwas Wahres von sich zu geben – besser: dem man leichtgläubig vertraut hat, mag man bereits von Logik sprechen, die sich für gewöhnlich durch „wahr oder falsch“ eines einzelnen Zustandes (Logik des Zustandes) zum Ausdruck bringt. Das ist jedoch nicht mit Wahrheit gleichzusetzen.

Auf der anderen Seite mag die Bedingung: „Du bist solange gut, solange mir das gefällt“, neben der damit verbundenen Fortführung der Fremdbestimmung und damit verbundener mangelnder Selbstentfaltung, damit verbundener mangelentwickelter Vernunft (sich daraus ergebende gesellschaftlich tolerierte Unvernunft und damit existierender Betreuung) und Gewissen (zu fühlen und zu wissen, was rechtens ist), mangelndem Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Selbstliebe usw. eine andere Form, eine „Logik der Zusammenhänge“ darstellen.

An beiden Beispielen kann man recht nett den Unterschied zwischen den unterschiedlichen Denkprozessen erkennen.

Dazu noch ein Hinweis: Wenn man etwas offenbart hat, ist es zunächst „wahr“ und nicht gleich „Wahrheit“, denn Wahrheit ist was ganz anderes.

„Wahrheit ist das, was funktioniert.“ Ernst von Glasersfeld

Die gilt es erst zu gestalten, und dazu benötigt es auch das andere Denken, das eigentliche Andersdenken. Innerhalb des Systems nur gegen etwas zu sein, ist kein Andersdenken, sondern nur ein Verdrängen – nicht selten verbunden mit einem Klagen.

Das zu unterscheiden ist wichtig, da sich die „Truther-Szene“ sonst nur wieder im Kreise dreht und es versäumt, die sie selbst weiterführenden Fragen stellen zu können.

Das ganze Weltspektakel kommt mir vor, dass sich 99,9% in scheinbar zwei Lager spalten und sich gegenseitig das vorwerfen, was sie selbst in sich tragen. Ohne jenes, was sie befreit, selbst in sich entwickeln zu wollen.

„Du hältst dich wohl für was Besseres.“ „Dein Argument ist lediglich der Versuch einer Feindbildprojektion. Denn würde es bedeuten, dass du dich für was Schlechteres hältst, was wiederum auf mangelndem Selbstwertgefühl und Neid basieren würde.“

Sich mit vielen zusammen zu tun, um etwas voranzubringen, macht dann Sinn, wenn dabei die Denk- und Verhaltensmuster individuell-kollektiv nicht offenbart werden und sich jeder die eigene Entwicklung auf die Fahne schreibt. Das ist auch kein Nebenschauplatz, den man eben mal schnell „abhandelt“.

Das es sich evtl. für den Einzelnen zähflüssig gestaltet, liegt daran, dass sein Erkenntnisprozess mit seiner materiellen Umgebung in Wechselwirkung steht und er solange darin „funktioniert“, solange er sich selbst nicht hinterfragt, warum er so „funktioniert“. auch hat es seinen Preis, den nicht jeder zu zahlen bereit ist. Das macht wiederum denn Unterschied aus.

Der erste Schritt und alle weiteren Betrachtungen ist das Konzept der Schuldzuweisung bewusst und dauerhaft zu unterlassen!!!

„Wir“ „müssen“ „etwas“ „tun“!
Auf der anderen Seite ist klar erkennbar, dass sich noch zu wenig mit dem System und seinen es erzeugenden Mechanismen (Denk- und Verhaltensmuster) beschäftigt wird.

Es bleibt nach wie vor der Eindruck, dass noch auf eine Rückkehr nach Gestern gehofft wird, wenn zum Beispiel davon gesprochen wird, dass „wir Deutsches Reich sind“. Wer auch immer „wir“ sein mag.

„Wer das Gestern überwunden hat, geht nach vorne.“

Wo die Reise hingeht, verlieren Staat, Recht, Gesetz, Verwaltung, Regierung, Land, Hierarchie, Fremdbestimmung usw. an ihrer Bedeutung, bis sie nur noch Erinnerungen sind, wie es nicht funktioniert hat.

„In 1000 Jahren vielleicht mal…“ „Es existiert bereits jetzt.“

Und so sind es wenige, die sich ins Unbekannte hinauswagen, was stets mit einer Überschreitung der Konventionen und damit verbundener Ausgrenzung einhergeht. Mir selbst macht das Freude, denn es bedarf der Kraft und Überzeugung, was nichts mit Arroganz zu tun hat. Die einzige Sicherheit dabei, ist die in einem geschaffene Selbstsicherheit.

„Arroganz sieht nur von ganz unten so aus.“ Klaus Kinski

Eine Projektion, wo der Provokateur sich durch ein geschaffenes Feindbild nur selbst zum Opfer macht, obwohl man ihm brüderlich begegnet.

Wenn nicht hier, dann woanders
So mancher lässt sich nur allzu gern verleiten, sich der nächsten altsystemischen Glaubensgemeinschaft anzuschließen, die nicht selten von Euphorien, Kampfeslust, gewohnter Vorstellung von Freiheit und Lustbarkeiten getragen ist.

Ich sehe das ganze Spektakel als Herausforderung und es macht mir Freude, die Rätsel und Aufgaben zu lösen. Vielleicht muss man dazu geboren sein, jedoch kann ich jedem nur nahelegen, der Aufgabe mit Mut und im Sinne einer Herausforderung zu begegnen. So wird er auch über sich hinauswachsen.
Auch dies muss einem in die Wiege gelegt sein.

Für gewöhnlich passt sich der Systemgläubige (Obrigkeitsgläubige) den äußeren Bedingungen an, die ihm auferlegt werden: „Das kannst Du sowieso nicht.“
An dieser Stelle erkennt man auch, ob „der Erzogene gut funktioniert“ oder sich als „unbrauchbar“ erweist.

Innergesprächliche Beobachtungen
Anderen wiederum kann man im Gespräch ansehen, dass sie sich mit allem, nur nicht dem System selbst beschäftigt haben, während sie mit Mitteln der alten Ordnung selbige bekämpfen zu wollen – in der Vorstellung, dass die „BRD“ das System sei.
BRD war schon immer nur BRD und stand symbolisch für eine Fiktion, die sowohl ihre belohnten Befürworter wie auch ihre geplünderten Gegner als Realität sehen/sahen und doch nur ein schwindender Teil eines globalen Laborexperiment ist.

Beide laufen mit einer gefährlichen Illusion herum, während sich die einen die Rückkehr in einen klassischen Rechtsstaat erhoffen und die anderen den ihnen „reichsmäßigen Terror“ zu besiegen glauben. Sie sind jedoch nur Opfer ihrer eigenen Konditionierungen – belohnte sowie geplünderte Opfer. Darüber der „Große Bruder“, das System, die Matrix, die alte Weltordnung, dem kaum jemand seine Aufmerksamkeit widmet.

Der „Große Bruder“ ist dabei nur die Mega- die Metaausgabe vieler gleichgeschalteter „Iche“, die durch ihre Denk- und Verhaltensmuster das System selbst erzeugen.

Jetzt neu! Warmes Wasser!
Ergibt sich wieder ein neues Skandal-Szenario, dann wird sich gleich darauf gestürzt und der persönliche Gegner als solcher deklariert. Die Feindbildprojektion ist eines der ältesten Verhaltensmuster der Menschheit. Das andere ist die Rache, die sich über die natürliche Selbstregulierung hinweg hebt.

Ein „Maas“ bspw. – besser: seine Funktionsfiktion, ist in dem Sinne nur ein beliebiger Nebenschauplatz, die sich der Aufmerksamkeit seiner Gegner und Befürworter bedient, um so die Bedeutung aufrechterhalten. Ein klare Ansage, den Fokus auf Neues zu richten, wenn da nicht der Drang hin zu „Problemen“ wäre.

Ganz nebenbei gefragt, welche Meinung, die zum 1000. Male in den offenen Raum „gekübelt“ wurde, ist so interessant, wenn sie sich lediglich durch huldvolles Klagen, Problemauflistung und Beschuldigen von anderen zum Ausdruck bringt?

„Es ist eine Illusion, dass eine größere Zahl an Opfern sich über ihren eigenen Zustand hinaus erheben wird.“

Jeder hat es in jedem Moment selbst in der Hand, dass sich das alles Schritt für Schritt verändert, indem er sich mit seinen eigenen Denk- und Verhaltensmustern beschäftigt, die das System erzeugen und allem was sich davon ableitet.

„Das System findet und erzeugt sich aus den Denk- und Verhaltensmustern.“

„Mit den Verhalten, die man in sich trägt, erzeugt man das System, was man wahrnimmt.“

Der Grund, warum der Mehrheit die Katastrophe am Liebsten ist, so mag das „Ich“ des Einzelnen nicht alleine „vor die Hunde gehen“ wollen, was im Kern nur eine selbst entschlossene Umkonditionierung bedeutet und kein Leben selbst.

Und so geht die Mehrheit lieber den Worten ihrer Propheten nach, die ihre Komfortzone weiter bedienen, in der Vorstellung, nur weil eine Masse der gleichen Meinung sei, müsse es deshalb auch „gut und richtig“ sein. Die Frage lautet jedoch:

„Gut und richtig“ im Sinne der Verteidigung, in der Hoffnung einer möglichen Bestrafung (Methode der alten Ordnung) und Rückkehr zu gestrigen Zuständen oder „gut und richtig“ im Sinne individuell-gesellschaftlicher Entwicklung?

Eines ist sicher: Es gibt keinen Frieden, sondern nur die Entscheidung.

„Till Armageddon no shalam, no shalom”
The Man Comes Around, Johnny Cash

Es hat auch einen Vorteil
Wie gut, dass das alles für jene Beschäftigungs- und Ablenkungstherapie ist, während die „Nummer im Hintergrund“, die über das gewohnte Brimborium hinausgeht.
Denn so bewegt sich die Mehrheit in einem Kessel, dessen Druck fortlaufend zunimmt und die notwendige Energie für den „Quantensprung“ entsteht, denn es ist ein Übergang und kein abruptes Anhalten.

Dazu gehört auch die Beschäftigung behördlicher und ehemals staatlicher Strukturen, durch das Phänomen der „Reichsbürger“, der „Rechtsaufklärer“ und anderer Widerständler.

Denn der eigentliche Moloch – neben den reichlich auf allen Seiten vorhandenen, vom Leben abgewandten Denk- und Verhaltensmustern, sind die daraus entstandenen Strukturen, die keine Wertschöpfung betreiben, jedoch von der Wertschöpfung anderer zu profitieren versuchen (Deshalb gibt es auch keine Handelsverträge!!!).

Können Sie sich nun vorstellen, dass die „Nummer“ um einiges größer ist? Und auch, wovon es sich zu verabschieden lohnt?

„Ja, aber die anderen…“ „…ist nur eine Projektion und Problemverschiebung.“

Sicher wird es die Unbelehrbaren auf allen Seiten geben, denn in ihnen ist der Widerstand gegen Veränderung am größten, was wiederum nur ein Hinweis auf das Festhalten ihres „Ichs“ an seinen Denk- und Verhaltensmuster ist.

Aus diesem Grund finden auch diese ganzen Begegnungen statt, über die „flüchtig“ berichtet wird. Jeder bekommt gespiegelt, was in ihm ruht und er wird es nicht loswerden, solange er es bekämpft. Die Manipulierung findet bereits statt, indem er so funktioniert, wie andere das gerne wollen!

Gegner erzeugen immer Gegner, bis endlich Ruhe ist. Die letzte Schlacht zwischen „Gut“ und „Böse“ – wobei beides zusammen auch noch was ganz anderes ist.

Um- und Weiterdenken sind somit die alternativlose Alternative.

Der einzige Weg ist dabei, das System in Frage zu stellen, nicht seine es erzeugenden Mitstreiter, die auf beiden Seiten – bunt tummelnd – zuhause sind.

Was den „Schwund“ an Aufklärer selbst betrifft, kann dies auch so interpretiert werden, dem Wandel dadurch Vorschub zu leisten, da sie gläubige Anhänger um sich gescharrt haben, während sie dabei gewohnt übersahen, über die Konventionen hinauszudenken, sich also ihren gewohnten Denk- und Verhaltensmustern (u. a. ihrer geschaffenen Feindbilder) hingegeben haben, die mit dem Wandel jedoch in Frage gestellt werden.

Denn die Frage lautet: Will da draußen jemand wirklich, dass es anders wird oder tut die Mehrheit nur so, als ob?

„Das Gestern wird nur in seinem Infragestellungsprozess ein anderes Morgen durchscheinen lassen, nicht jedoch durch seine Beibehaltung.“

„Solange der Geist das Gestern fokussiert, solange bleibt der Blick nach vorne weiter verschleiert.“

Die wesentliche Frage zur Entscheidung an den Leser: Orientierung hin zum oder gegen den natürlichen Lebensprozess?

Gern wird an diesem Punkt fix eine „Bewusstseinsabtrennung“ vorgenommen, die „anderen“ seien ja noch nicht soweit, muss ich mir dann immer anhören.
Doch wie weit ist im eigentlichen Sinne „weit“? Und welche Rolle spielen „die Anderen“, wenn man sich in einem Vieraugengespräch bewegt?

Eine argumentierte Trennung ist dabei nur ein Signal der Abgrenzung und Versuch sich gegen Veränderung schützen zu wollen: Man selbst ist nicht soweit.

Ich kann da jeden beunruhigen: Man ist nie soweit. Man braucht es einfach nur zu tun, was zu tun ist. Die Frage ist lediglich: Handelt man im Sinne der ERhaltung und Verteidigung des Alten oder im Sinne der Entwicklung.

„Leben bedeutet auch: Herausforderungen anzunehmen, statt in der Verdrängung zu verweilen.“

Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Bedeutungen, die wir den Dingen verleihen.“ Epiktet 2.0

Aus diesem Grunde ist der stattfindende Wandel im Kern nur ein Bedeutungswandel.

Manchmal bedarf es der Opfer, um das Neue zu gestalten. Opfer, die nicht immer was mit Leben und Existenzen und deren Verlust zu tun haben, sondern einfach nur Denk- und Verhaltensmuster sein könnten, die ein dem Leben abgewandtes System erzeugen. Und wer mitmacht, ist dabei. Er entscheidet selbst.

„Wir haben gewonnen. Die Menschen interessieren sich nicht mehr für ihre Bürgerrechte, nur noch für ihren Lebensstandard. Die moderne Welt hat Ideen, wie die Freiheit, hinter sich gelassen. Es genügt ihnen zu gehorchen.“
„Die Gefahr bleibt bestehen, solange der freie Wille existiert. Jahrhunderte lang haben wir versucht durch Religion, Politik und heute durch Konsumdenken Widerspruch auszulöschen. Hat nicht auch die Wissenschaft eine Chance verdient?“
Dialog aus dem Film „Assassin’s Creed“, 2016

Na? Schon aufgegeben? Oder, wie schau’s aus?

P.S. Für alle, denen die Texte stets zu lang sind, zwei Fragen: Wissen Sie, dass Harry Potter am Ende doch gegen Lord Voldemort gewinnt und Sie sich jetzt die Zeit zum Lesen sparen können? Und: Sind Sie beim Sex auch so ungeduldig und wollen nur „den kleinen Tod“ erleben?

So am Rande: Die anderen Beiträge sind deshalb nicht „veraltet“ nur weil das Erscheinungsdatum rückläufig ist. Es geht auf diesem Blog um die Grundlagen der alten wie auch der neuen Ordnung, in denen der Mensch weiter eine wesentliche Rolle spielt. Wie sollte er dies nicht, erstehen beide System ja aus seinen Denk- und Verhaltensmustern.

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