Oh Gott, ich habe mich geirrt…
(v1.4, Korrekturen) Ich sehe es nun ganz deutlich vor mir: Die Lage ist aussichtslos, die gesellschaftlichen Probleme werden wie ein Sandsturm über die Gesellschaft hinwegfegen und ihren Tribut einfordern. Hätte ich das nur vorher gewusst, dass es sich bei meinen Gedanken nur um Wunschdenken handelt.
Es kann überhaupt keinen Ausweg aus dem Schlamassel geben, weil es gar keine gerechten Autoritäten gibt, die sich für das hilflose Volk einsetzen.
„Die Lage ist ernst. Ernst! Noch eine Lage.“
Es kommt noch nicht mal ein „Führer“, noch kommt der „Messias“ (die sich vom Prinzip her noch nicht einmal unterscheiden würden), auch wenn weiträumig geglaubt wird, es würde jemand kommen und allen wieder „die Kohlen aus dem Feuer holen“, mal ungeachtet des vielen Zuckers, den man darüber hinaus bräuchte, um ihn auch weiträumig und vor allem gleichbehandelnd in die aktuellen und zukünftigen Hintern der Gesellschaft zu blasen.
Erst neulich sah ich auf „X“ eine Frau, die weinte und sich fragte, warum Gott nichts dagegen unternimmt. Ich antwortete, dass Gott durch den Menschen wirkt, ist das nicht mehr der Fall, so hat sich der Mensch von Gott abgewendet. Wer soll uns nur retten, wer soll uns nur retten?
Erst neulich kam ein Bekannter zu mir und sagte: „Es tut sich nichts, es tut sich einfach nichts“, worauf ich ihm antwortete: „Es tut sich erst dann was, wenn du was tust…“
Und diese Ungerechtigkeit, dass man einen Menschen in seiner Würde beeinträchtigen kann, obwohl die Würde doch unantastbar ist, unglaublich. Es muss doch jemanden geben, dem man vertrauen kann, dass er für das Volk da ist – und die gerechte Sache.
Interviewer: „Würden Sie ein Opfer bringen?“ Befragter: „Ja, meinen Nachbarn.“ „Ich meinte, würden Sie selbst ein Opfer bringen?“ „Ich sagte doch: meinen Nachbarn. Sie müssen mir nur sagen, wo ich ihn hinbringen soll.“
Wenn man sich das ganze Gejorre nicht mehr anhören kann, tauscht man einfach die Bevölkerung aus. Sie ist alt und unwirtschaftlich. Das Leben der Kostenträger. Da ist es doch von Vorteil, dass man sie gegen all jene austauscht, die außer überleben zu wollen, doch keine weiteren Ansprüche mitbringen, als arbeiten gehen, Geld verdienen und wieder ausgeben.
Was aktuell geschieht, dagegen kann niemand etwas tun, außer… mitmachen. Was notwendig ist, ist nicht gewollt und was gewollt wird, ist nicht genug vorhanden. Oh, je!
Erst neulich meinte jemand: „Die Lösung ist ganz einfach. Es muss nur genug Geld gedruckt werden, und dann hat jeder mehr.“
„Gottchen! Manchmal denk’ ich einfach zu kompliziert. Wie konnte ich das nur übersehen. Da brauche ich zum Glück ja nur noch zu warten…“
Leichtgläubigkeit führt nicht zwangsläufig zu einem menschenwürdigen Leben. Das stimmt sogar, weil die Würde des Menschen unantastbar ist und nichts mit der Existenz zu tun hat.
Der Glaube, dass Gesetze für den Menschen gemacht seien, beruht auf dem gesellschaftlichen Irrtum, dass Mensch und Person für ein und dasselbe gehalten werden, weswegen man die Mehrheit der gewohnten Bevölkerung auch in ihrem mentalen Konstrukt halten und so auch gut verwalten kann. Oh, Gott! Und das will noch nicht einmal jemand hören, weil er wohl Angst hat, seine Daseinsberechtigung durch seine Oberherrschaften zu verlieren.
„Der Mensch steht in seiner eigenen Zelle, den Schlüssel in der einen Hand, den Daumen der anderen auf dem Schlüsselloch: „Lasst mich raus, ihr Verbrecher.“
Da er im Alltag fest eingebunden ist, fehlt ihm die Zeit, für sich selbst etwas zu tun. Die gesellschaftlich herrschende Denkweise macht es ihm unmöglich, sich Zeiträume zu schaffen, weil die ihm gewohnte Denkweise eine immer komplexer werdende Existenz beschert, wo Burn-Out nur ein sicht- und spürbares Syndrom dafür ist.
„Oh Gott, oh Gott!“
„Wir müssen uns treffen und einander die Angst nehmen. Lassen Sie uns nun ein gemeinsames Klageliedchen anstimmen!“ Und aus dem Grab drang schauerlicher Uriniengesang.
Vor geraumer Zeit fragte mich jemand in der Rolle eines Rentners, der sich zuvor in beschwerender Weise über alles ausgelassen hatte, was sich denn tun würde. Ich sagte: „Zuerst würde ich die Renten und die Löhne halbieren, die Mieten verdoppeln…(hier machte ich dann eine theatralische Pause) und am Ende… also am Ende,… da würde ich eiskalt das Geld abschaffen.“
Eine Bekannte sagte einmal: „Ach. Letztlich ist ja alles nur eine Illusion“, worauf ich ihr entgegnete: „Ja, aber nur solange, bis der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht.“ Sie meinte nur: „Arschloch.“
Dieser Beitrag wurde mit einem Koffer mit 100.000 DM finanziert.
P.S. „Man nimmt nur dann etwas persönlich, wenn man sich für die Person hält.“ „Und die Person ist nur eine Fiktion, aus denen sich Staaten konstituieren und auf die Personen die künstlichen Regelwerke wirken soll.“
P.S. 2. Es gibt ein Verhalten, was mir recht später aufgefallen ist. Wenn es eine Situation erfordert, wirft sich so mancher selbst in den Staub und zeigt anschließend auf einen anderen, der daran schuld sein soll.
Nachtrag 1: Natürlich dürfen Sie mich jetzt hassen! Übrigens. Wenn man sich mit dem System hinter allem auseinandersetzt, verliert es seine beiden wesentlichen Attribute „alternativlos“ und „ernst“.
Nachtrag 2: Ich mag Ihnen einen Gedanken aus dem Koran mitgeben, den mir jemand mal gesagt hat: „Gott ist dir näher, als deine Halsschlagader“, was bedeutet, dass dem Menschen, also Ihnen, mir und jedem anderen, das Leben so nahe ist, dass man es nur schwerlich ignorieren kann, wenn man das weiß. Also nichts mit altem Mann mit grauem Bart, den man als Person erfunden hat.“