„Dick & Durstig…

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(v1.0) … für immer und überall.“ Beim Blättern in dem einen oder anderen PDF, stelle ich mir mitunter die Frage, wer sich so manches Produktdesign ausgedacht haben mag, während der Blick auf das Rapsöl aus Schweden, die Kulturheidelbeeren aus Peru, die Bananen aus Kolumbien und die Butter aus Irland gerichtet ist… Okay, das „Mars“ ist nicht vom Mars.
„Wodka Gorbatschow“ scheint nicht aus Russland zu kommen, sondern heißt nur so wie sein Staatsbürger, während im Franziskaner Weißbier letztlich doch kein Franziskaner drin ist, obwohl einer zum Papst gewählt wurde.

So einiges werde ich nie verstehen. Das sind unter anderem italienische Tafeltrauben, spanische Mangos, türkischer Honig und schwäbische Spätzle. Und woher weiß der Boden, dass er „Deutschland“ heißt? Ach? Sagte ich das schon mal?

Mich wundert, warum viele Dinge aus dem Ausland kommen oder zumindest eine lange Reise hinter sich haben. Warum heißt es eigentlich Ausland? Weil es auch ein Inland gibt? Wieso überhaupt innen und außen? Damit dazwischen Handel betrieben werden kann, wo am Ende der „Verbraucher“ die Produkte eines „Erzeugers“ kauft, der letztlich auch nur die Rolle des „Verbrauchers“ spielt und umgekehrt, während in dem Rahmen so manch beachtliches „passive Einkommen“ dazwischen entsteht, nur weil man einmal so etwas wie einen „Markt“ zur Verfügung stellt, jedoch dann dauerhaft daran profitiert.

Das erinnert mich an Hörmanns Geschichte über die Einführung des Geldes und der Steuern in Madagaskar.

So mancher blickt mit neidischem Auge auf den Reichtum von wenigen, während er durch seinen Glauben an den Wert von mit Zahlen bedrucktem Papier, seinen notwendigen Beitrag leistet, indem er es als „Tauschmittel“ unter seinesgleichen akzeptiert und gern damit beschäftigt ist, dieses auf einem möglichst brauchbaren Niveau halten zu wollen. Denn es gibt ja immer andere, die es von ihm wollen.

Der Überlebenskampf findet nur unter den Sklaven statt, deren Mittel begrenzt und der Kampf durch erhobene Zinsen (nicht mitgeschaffene Geldmittel), in Verbindung mit besagtem Glauben an den Wert von „Geld“ (gelt) und Arbeit wie auch dem Glauben, dass das Leben einem gehören würde, aufrechterhalten wird.
In diesem kurzen Abschnitt findet sich auch der Schlüssel aus der ganzen selbst geschaffenen Misere.

Der sklavische Zustand funktioniert nur deswegen, weil die arbeitende, die noch nicht arbeitende und die ehemals arbeitende Bevölkerung unter ihresgleichen sich selbst und andere durch Gehorsam und Entsprechung gegenseitg „untenhält“, während jene in der Rolle der Kaufleute (Bank, Unternehmen und Kaufmannsladen) dort nur anzudocken wissen, wo sicher nicht wenige, ihr alternativloses Schicksal murrend ertragen, während sie dem Traum von „finanzieller Freiheit“ nachgehen.

„Zu Beginn schweigt man, weil man gehorcht. Dann schweigt man, damit man was „wird“, und am Ende schweigt man, damit man das Erreichte behält.“

Was „Freund“ und „Feind“ in ihrem für sie inszenierten (heute: Corona) Dasein verbindet, ist ihre Grundhaltung zur Macht (Anmerkung: hier mehr die selbst gewählte Ohnmacht), Geld, Eigentum, Besitz, Hab und Gut, und dass ihnen etwas oder jemand gehören würde.
Wer letztlich was ist, stellt sich auch nicht nach einer Auseinandersetzung heraus, da heißt es plötzlich nur noch „Sieger“ und „Verlierer“ und einer der die Rechnung bezahlt.

„Der Terrorist im fremden Land, ist der Held im eigenen.“

Sichtlich erkennbar, dass man die Masse bis aufs Äußerste verdummbeuteln kann und sie sich selbst. Denn wer wagt es schon, an den Traditionen, Konventionen und damit verbundenen Denk- und Verhaltensmuster, ja der kompletten Weltanschauung einer Gesellschaft öffentlich Kritik anzuführen? (Anmerkung: Zumindest kenne ich einen.)

Die Bevölkerung lässt es ja auch artig mit sich machen und wendet sich dann in voreilendem Gehorsam gegen den neu ersonnenen Feind (mit Corona), der möglicherweise „das Leben“ gefährden könnte – also Siechtum oder Tod. Irgendwer muss schließlich an allem Schuld sein.
Hat Napoleon, in Bezug auf die Deutschen, am Ende recht behalten?

So hat sich der Bürger über die Zeit selbst gestrickt. Für ihn ist die Welt einfach – so wie er selbst. Mit Kinderaugen in einem System, was er mit seinen gewohnten Denk- und Verhaltensmustern aufrechterhält und sogar verteidigt, weil er nicht einmal „Herr über sich“ selbst ist, sondern nur nach seinen Mustern reagiert.

„Eine beachtliche Erfahrung, in Furcht leben zu müssen. So ist es, wenn man ein Sklave ist.“ „Roy Batty“, The Blade Runner, 1982

Die viel kritisierte „Corona-Krise“ ist, wie die angebliche „Klima-Krise“ mehr die geistige Krise einer Gesellschaft, die mittlerweile an ihre Systemgrenzen stößt, noch immer außerstande, über den Horizont blicken zu können, der sich jenen mehr wie eine steinerne Grenzmauer aus Traditionen, Konventionen und überdenkenswürdiger Wertvorstellungen zu präsentieren scheint. So am Rande.

Zwar ist es sehr spannend, woher so manches Produkt kommt, obwohl ich bis heute noch kein Meerschweinchen aus Südamerika gegessen habe.
Bei amerikanischen Erdnüssen muss ich immer an Jimmy Carter denken, der sicher nie gegrinst hat, wenn er kurz zuvor noch in ein Erdnuss-Sandwich gebissen hatte.

Wenn etwas den Deutschen ausmacht, neben seiner in der Familie andressierten Gehorsamsbereitschaft, dann sind das deutsche Sellerieknollen, Kartoffeln, rote Beete und Äpfel. Alles andere kommt scheinbar aus Bayern.

Was ich jedoch bis heute noch nicht entdeckt habe, sind niederländische Unterhosen, belgische Herrensocken, dänische Bratpfannen und südafrikanische Bügelbretter. Komisch.

Früher gab es noch Krupp-, Schweden- und Diebstahl und man wusste eindeutig, wo er herkommt. Da war jemand schnell wie ein Windhund und zäh wie Leder. Nichts ist mehr, wie es mal war. Ob die Hühnerschenkel wohl jemals eine Wiese oder den Hof dazu gesehen haben?

Da… das wäre doch was für all jene in der Rolle der Reichsbürger: Kaiserfleisch. Gekocht, zart und saftig.

Münchner Weißwürste… Frankfurter,… Wiener…, Berliner… Überlagerungen.