Parallele Welten: Tägliche Aktualität vs. Systembetrachtung
(v1.3) Gibt’s was Neues? Im Grunde nicht wirklich. Wenn Fragen mal wieder auftauchen, ist das vollkommen „normal“, da es so etwas wie ein in sich abgeschlossenes Informationssystem innerhalb eines universellen Entwicklungsprozesses nicht gibt, bzw. dieses auch nicht lange überleben würde, wie man dies mittlerweile auch mit eigenen Augen sehen kann.
Während sich gewohnt den neuesten Nachrichten mit den üblichen Themen und Phänomenen gewidmet wird, und welche Auswirkungen damit verbundene Geschehnisse haben und/oder womit alsbald zu rechnen sei, geht die Auseinandersetzung mit dem System, aus denen die vielen Informationen und Geschehnisse hervorgehen, eher einen ruhigen, wenn auch nicht weniger spannenden Weg.
Während sich bei der Betrachtung des Systems die Zusammenhänge und Wechselwirkungen offenbaren, bedarf es schon so mancher Spektakel, damit die Aufmerksamkeit weiter auf den täglichen Inszenierungen – diese mitunter angefüllt mit Existenzängsten – gerichtet bleibt.
Mitunter bedarf es „weit“ auseinanderliegende Argumente nur nahe beieinander zu stellen, um so manch gewohntes Handlungsargument infrage zu stellen. Zum Beispiel:
„Wenn es doch heißt, man sei gemeinsam stark, wie kann es sein, dass es reicht einen zu bestrafen, um alle zu erziehen? Kann es nicht eher der Fall sein, wenn einer allein „nichts“ sei, er allein ja nichts ausrichten könne, wenn alsdann viel „Nichts“ zusammenkommt, sich im Grunde auch nichts tut?“
Natürlich kann man sich zum Schein reichlich beschäftigt geben – auch miteinander – damit der Eindruck entsteht, dass sich überhaupt noch etwas bewegt.
Zwar werden Veränderungen gefordert, jedoch wollen die Fordernden selbst nicht davon betroffen sein, was zu deren Zunahme ihrer inneren Spannung führt, für die ebenfalls „andere“ verantwortlich gemacht werden.
Die Regel, dass „Mehrheit für Richtigkeit“ stehe, entpuppt sich im Rahmen einer Krise als nicht förderlich, wenn am Alten festgehalten wird, da bei einer Krise umdenken gefragt ist, da gewohnt erwartete Ergebnisse sich, trotz gewohntem Handeln, nicht mehr einstellen.
„Der Mensch macht sich durch Verschiebung der Verantwortung selbst zum Sklaven, und schafft sich so seine Herren, die ihm sagen, was er zu tun hat.“
Beim Thema „System“ geht es – ich wiederhole mich – auch nicht einfach um „Schuldige“, ihrem Traktieren und ihren damit verbundenen Absichten, mit denen sich so manche dauerhaft zu beschäftigen wissen oder welche Gesetze und Staaten denn nun tatsächlich „gelten“, bzw. existieren würden.
Wenn man das bestehende System infrage stellt, so entwickelt sich daraus ein zweites, was nach anderen, als den üblichen Prinzipien funktioniert.
Da es sich um mentale Konstrukte handelt, kann man es auch nicht einfach – ohne umgedacht zu haben – wechseln, da man es so nicht erfassen kann und das ganze Gehörte und Gelesene darüber als Unfug wahrnimmt.
Beide Systeme verfügen zu dem über unterschiedliche Denkweisen. Während die gewohnte zu mehr und mehr Komplexität führt, wenn es um „Lösungen“ geht, weil sich in der Regel mit Symptomen (sicht- und spürbare „Probleme“) und deren Behandlung (Bekämpfung, Kaschierung) beschäftigt wird, auf Dauer die Komplexität in den Strukturen zunimmt, setzt sich das Gegenstück mit den Ursachen auseinander, die Komplexität von Strukturen nimmt ab. Die Ursachen sind nicht gleichzeitig die Symptome.
Die Denkweise, je nach dem um welche es sich handelt, steht mit der jeweiligen Struktur in einer Wechselwirkung. Im Grunde geht es also um Umstrukturierung und/oder Umdenken.
Damit erübrigt sich auch die übliche Behauptung, man wolle die Bevölkerung nur weiter verdummen, während die Aufgabe bei der Bevölkerung liegt, sich wieder selbst zu entwickeln.
Schuldzuweisung bspw., verliert – umgedacht – an Bedeutung, wird zu einer Erinnerung, wie man es früher mal gehandhabt hat, ohne sich wirklich zu entwickeln, während man den „Feinden“ die „Schuld“ gab, sich jedoch nur selbst damit entmachtet hat, während der im Gegner erkannte „Feind“ nur eine Erfindung der eigenen Denk- und Verhaltensweisen ist, diese der „Feind“ selbst sind. Das auf einen ersonnenen Gegner projizierte Feindbild dient lediglich dazu, die gewohnte Handlungsexistenz weiter zu rechtfertigen. Deutlich lässt sich die Ursache erkennen.
Tun Sie mir unbekannter Weise bitte einen Gefallen, und fangen Sie bitte nicht an zu jammern, dass die anderen ja auch so seien und man deshalb ja auch so sein müsse oder wie es mal ein Bekannter tatsächlich von sich gab: „Ich muss die anderen betrügen, weil die ja auch betrügen.“ Das ist ungefähr so, wenn ein Ehepartner meint, dass er eines Tages ja alleine in einem Haus stünde. Dann ist die Nummer nämlich längst schon vorbei.
Betrachtet man die heutigen „Probleme“ (Symptome des Systems), bleiben die im Rahmen der Lösungsfindung die im Menschen wirkenden Denk- und Verhaltensweisen bei der Suche unbetrachtet.
Es wird weiträumig darüber geschwiegen, weil die Politik von Wohlwollen der Wähler, wie auch jene in der Rolle der Wähler/Bürger vom Wohlwollen ihrer Oberherrschaften, wechselseitig abhängig sind. Ich drücke es mal so aus.
Leute wie ich, erscheinen dabei in der Rolle der Störenfriede, von denen man sich am besten fernhält, weil sie nicht mehr an den Schwindel glauben, höchstens um diesen infrage zu stellen, wofür ich mich an dieser Stelle sehr bedanke, was nicht einfach Sarkasmus ist, sondern, wenn man umgedacht hat, das bestehende System äußerst hilfreich ist, um sich selbst zu entwickeln.
Das liegt daran, dass beide Systeme, die Täuschung (in dem Fall auch die Simulation von Leben) wie auch das Leben selbst, wechselseitig und untrennbar miteinander verbunden sind.
Der Gewohnte wird mit den üblichen Vorstellungen und Erwartungen darin keinen Vorteil für sich erkennen und das Dargelegte möglicherweise sogar als Humbug abtun, weil es nichts zum „haben“ gibt. Der im Haben erzogene Mensch ist nicht wirklich frei, wenn er mehr hat, als ein anderer, ganz im Gegenteil. Er ist über das, was er zu haben, was ihm zu gehören scheint, nicht nur fremdbestimmbar.
„Weine nicht, kleine Eva…“ „Flippers“, 1970
Menschen interessieren sich dann für etwas, wenn sie – im gewohnten Sinne – etwas davon „haben“.
Ich solle dafür Geld nehmen, sonst würde es nichts taugen, sagte mal jemand zu mir, was ich gut verstehen kann. Gerade deswegen kann es jeder, der mag, auch so lesen, was mir das „Gezappel“ mit den „Gierhälsen“ erspart.
Jene Denk- und Verhaltensweisen sorgen dafür, dass die Situation so ist, wie sie ist, verbunden mit der Illusion einer objektiven Haltung, als ob so manches einem nicht das Kleinste anginge – schließlich hat man ja mal „andere“ gewählt, die für die Bevölkerung zuständig (Verantwortung und Befugnisse) sind. Sind sie das wirklich?
In dem Moment, wo jedoch der Vorteil winkt, die Äuglein gülden zu glänzen beginnen, die Systemangel ausgeworfen ist, schnappen die Fische zu, und dann hat man sie am Haken.
„Jene geben bei einer Wahl ihre Verantwortung für sich an jene ab, die „de jure“ keine Verantwortung tragen, die wiederum auf jene wirken, die „Auf Anordnung“ agieren, und so auf jene wirken, die einst bei der Wahl ihre Verantwortung abgegeben haben.“
Am Ende folgt stets die Rechnung.
Wie das bei mir ist? Ich bin offiziell staatenlos und habe auch auf jedwede Ansprüche von mir aus verzichtet, gleichsam ist es mir nicht möglich, die Verantwortung für mich abzugeben, ob mir das geglaubt wird oder nicht. So nebenbei.
Es ist nicht einfach die Politik, der man die Schuld für „alles“ gibt, um sich anschließend auf die Suche nach den „gerechten Autoritäten“ zu begeben, wenn sich Wunschträume und politische Versprechen mal wieder nicht erfüllt haben, sondern ebenso ist es die Blauäugigkeit jener in der Rolle der Wähler, die ihnen im Wege stehen.
„Der von dem Bundeskanzler und seinen Ministern zu leistende Amtseid, Art. 64 i.V.m. Art. 56 des GG ist ein politisches Versprechen und kein Eid in einem gerichtlichen Verfahren. Er wird von der Strafvorschrift des §154 des StGB nicht erfasst.“ Staatsanwaltschaft Bonn, 2000
„Vor der Sendung zeugte der Ziehungsbeamte unter Aufsicht des Ziehungsgerätes die 49 Kugeln, und der Zustand überzeugt.“ Lotto, 70er Jahre (ohne „Spiel 77“)
So wie es seit geraumer Zeit ausschaut, wird alles darangesetzt, dass sich die Bevölkerung wieder ihres eigenen Denkens dauerhaft bemächtigt, was nicht damit getan ist, sich nur im Krakeelen zu üben, um alsbald nur wieder andere zu ernennen, die das Denken für die Krakeeler wieder übernehmen sollen.
„Du musst wissen, dass die meisten dieser Menschen noch nicht bereit sind, um abgekoppelt zu werden. Viele dieser Menschen sind so angepasst und vom System abhängig, dass sie alles dafür tun, um es zu schützen.“ „Morpheus“, The Matrix, 1999
Oder:
„Menschen verteidigen notwendigerweise ihr eigenes Ich. Wir nennen das: „ohne Grenzen“. Sie werden lügen, betrügen, stehlen, morden. Sie werden alles tun, was notwendig ist, um das aufrechtzuerhalten, was wir „die Grenzen des Ichs“ nennen.“ Andrew Samuels, Ph. D., Revolver, 2005
Während sich der „Zuschauer“ über das Spektakel aufzuregen weiß, blickt der „Beobachter“ hinter die Kulissen des Schauspiels, was nicht bedeutet, irgendwelche „Eliten“, „Satanisten“ oder sonstige „Personen“ entdecken zu wollen, oder diese zumindest anonym zu beschuldigen, sondern die wiederkehrenden Prinzipien des Systems zu beobachten – jenes System, was sich aus den Denk- und Verhaltensweisen des Menschen konstituiert.
Denk- und Verhaltensweisen, die über ihn herrschen, solange er sich nicht auf den Weg macht, (wieder) „Herr über sich“ zu werden und nicht gewohnt „Herr über andere“ sein zu wollen.
„Die Leute haben keine Ahnung, dass sie im Gefängnis sitzen. Sie wissen nicht, dass es ein „Ich“ gibt. Sie kennen den Unterschied nicht.“ Leonard Jacobson, Revolver, 2005
Die einen, die sich innerhalb des Rollenspiels für die Rolle halten und dieses auch noch verteidigen und jene, denen klar geworden ist, dass sie sich bewusst in einem Rollenspiel bewegen und sich durch Infragestellung von ihren gewohnten Rollen davon distanzieren können, mal abgesehen davon, dass mit der Rolle des „Staatenlosen“ bereits einige wegfallen, ist es noch nicht damit getan.
Das System zu verstehen bedeutet ebenso, die mitunter gelebte Hilflosigkeit hinter sich zu lassen, da Mut notwendig ist, um sich dem System zu widmen.
Die Systemebene ist eine mentale Ebene, wo Denk- und Verhaltensweisen, Konventionen, Glaubenssätze und gesellschaftliche Wertvorstellungen wirken, während die gewohnte Ebene die sicht- und spürbaren Auswirkungen beinhaltet. Selbst der im Gegner erkannte Feind ist eine Erfindung der eigenen Denk- und Verhaltensweisen.
Wenn sich gesellschaftlich „etwas“ ändern soll, wie dies mitunter gefordert wird, dann nutzt es wenig, wie ein Don Quichotte, ständig nur an den Symptomen herumzulaborieren, auf der Suche nach den Schuldigen, was die Angelegenheiten nicht nur komplexer werden lässt, sondern das Unvermeidbare nur künstlich hinauszögert.
Das „Übel“ bei dem ganzen Thema ist, dass man von „System A“ zu „System B“ nicht einfach mal umschalten oder fix wechseln kann, da es sich um einen individuellen Lern- und Entwicklungsprozess handelt.
Wenn es sich – wie aktuell erkennbar – um eine Krise handelt, so hilft es nicht, den Finger nur auf die Politik zu richten, „die da gleich mal was unternehmen soll“, da sich die Ursachen weiträumig beklagter Probleme in den für das System typischen Denk- und Verhaltensweisen der „Untergebenen“ und ihren „Oberherrschaften“ wiederfinden.
Die aus den Denk- und Verhaltensweisen des Menschen entstandenen „Probleme“ kann nur er – der Mensch – selbst lösen, was nur dann funktioniert, wenn er sich auf den Weg macht das System zu hinterfragen. Die Entscheidung dazu, liegt bei ihm.
Sicher kann man auch noch weiter auf einen „Erlöser/Führer“ hoffen, der für alle wieder „die Kohlen aus dem Feuer holt“ oder sich das Deutsche Reich in neuem Glanz aus den mentalen Trümmern seiner Anhänger erhebt.
„Ja,… aber nur mit der richtigen Verfassung!“
Das würde nur bedeuten, eine Fiktion gegen eine andere austauschen zu wollen. Was es wiederum notwendig machen würde, die Fiktion in den Köpfen ihrer Gegner auslöschen zu wollen.
Die Institutionen BRD und DR unterscheiden sich mit Blick auf das System zwar inhaltlich, jedoch nicht von den Prinzipien her.
Sie sind Gebilde des gewohnten Systems. Da sie sich aus Personen konstituieren, die nur Rollen, also geschaffene Fiktionen sind, kann das sich daraus Entwickelnde auch nur eine Fiktion sein.
„Wo zwei sich streiten, freut sich nicht einfach der Dritte, sondern es wird einfach nur nicht weit genug gedacht.“
Das System findet sich – wie bereits erwähnt – auf der mentalen Ebene, weshalb übliches Herumlaborieren an den sicht- und spürbaren Auswirkungen – klassisch auch „Probleme“ genannt – dauerhaft nichts bringt – meist in der einen Vorstellung, dass „Lösungen“ dafür sorgen sollen, dass es möglichst schnell so weitergeht wie bisher oder endlich wieder so wird wie vorgestern.
Eine dem Leben rückwärtsgerichtete Haltung führt in einem übergeordneten Wandel lediglich zu mehr Druck auf die gewohnten Denk- und Verhaltensweisen, die sich gegen Veränderung zu wehren versuchen. Schlecht für all jene, die sich für ihre Denk- und Verhaltensweisen zu halten meinen und sich ihnen so ein alternativloser Weg präsentiert.
„Dort sind die Probleme und da die schuldigen, verantwortlichen Verursacher!“
Herumdoktern an Symptomen, ist in der Regel kostspielig, erfüllt jedoch die im System herrschende Notwendigkeit, gegen Belohnung beschäftigt zu sein, bis plötzlich ein Kipppunkt des Systems signifikant überschritten wurde, wo andere Regeln greifen und die bekannten unwirksam sind.
Schaut man genauer hin, bezahlt sich die Bevölkerung mit reichlich Abschlägen selbst – im Rahmen ihrer beauftragten, politischen Betreuung.
Zwar nennt es sich „Demokratie“, ist jedoch keine, wenn „per Order di Mufti“ – also von oben herab „verkündet“ wird.
Gleichzeitig hat man es mit Begrifflichkeiten zu tun, die sich ebenfalls in der Kategorie „Illusion“ tummeln, wie die üblichen Vorstellungen von „Gerechtigkeit“, „Vernunft“, „Gewissen“, „Frieden“, „Freiheit“ usw.
Was unter „freiheitlich demokratischer Grundordnung“ zu verstehen ist, besteht aus gehorsamsbereiten, auf Entsprechung und im Haben erzogenen „Untergebenen“ und ihren „Oberherrschaften“.
Die gewohnte Haltung, dass erst mal das „Alte“ weg muss, um dann das „Neue“ zu machen, wird widerlegt, da das „Alte“ dazu benötigt wird, um durch seine Infragestellung das „Neue“ zu entwickeln.
Noch lange bevor sich die Situation in der Weise wie heute zeigte, bestanden in der Tat Möglichkeiten, den Kurs in Vorausschau schrittweise anzupassen.
Es nutzt nichts, da das übliche Herumdoktern zu einer Zunahme der Komplexität führt, bis man nur noch damit beschäftigt ist, den ganzen „Zirkus“ aufrechtzuerhalten, während seit längerem die „erworbenen Felle“ dazu geopfert werden.
Doch lieber hält man an alten „Rockzipfeln“ fest, was sagt, dass es so kommen muss, weil es mehrheitlich so gewollt ist, selbst wenn es bestritten würde. Und dies nicht nur von jenen, denen man weiträumig gewohnt die Schuld geben würde.
Unter den gewohnten Umständen wird versucht sich selbst und gegenseitig unten zu halten, um Veränderungen zu verhindern. Genau um das Gegenteil geht es jedoch, sich davon zu befreien, was über den Prozess der Infragestellung bewusst abläuft.
Es geht auch über das übliche Aneignen, Kopieren und Austauschen von Informationen hinaus, da die Denk- und Verhaltensweisen hinter dem Verstand anvisiert sind.
„Der Verstand versteht nur schwer, dass es noch etwas gibt, das hinter ihm steht. Etwas von größerem Wert und von größerer Macht, Wahrheit zu verleugnen, als er selbst.“ Dr. David Hawkins, M. D., Ph. D., Revolver, 2005
Da es sich beim System nicht einfach um ein lokales Phänomen einiger weniger Akteure handelt, sondern um ein „nationales“, ja sogar weltweites, versucht man sich weiter im „gemeinsamen für sich“, während die gewohnte Denkweise noch immer nicht dazu geeignet ist, die Probleme (Symptome) zu lösen, aus denen sie ursächlich hervorgegangen sind.
„Symptome, die auf dem Glauben an den Wert von Geld beruhen, kann man mit Geld nicht lösen.“
Was die Denkweise angeht, will das kaum jemand hören, da man in diesem Fall ja umdenken müsste, was eben mal kein Akt von so nach so ist, und damit habe sich der gesellschaftliche Entwicklungsprozess bereits erledigt.
Wenn gewohntes Denken und Handeln nicht mehr zu gewohnt erwarteten Ergebnissen führt – auch kein Mehr Desselben – so stellt sich eine Krise ein, die mit der üblichen Denkweise nicht bewältigt werden kann. Was hilft, ist umdenken, was wiederum die Denkweise direkt betrifft. Dazu ist der Prozess der Infragestellung gedacht.
Es steckt also schon ein bisschen mehr dahinter, und da hilft es auch nicht eben mal anzurufen, um sich das rasch mal erklären zu lassen, wie anders gedacht wird, weil es – wie gesagt – um die Denkweise geht, nicht einfach nur um irgendwelche Inhalte, die man sich austauscht. Die Denkweise ist wie eine Programmierung, mit der Informationen verarbeitet werden…
Vielleicht kennen Sie ja das Wort „Gruppenzwang“ und seine Phänomene. Genauso handhabt sich das mit einer Gesellschaft im Rahmen ihrer gleichgeschalteten Denk- und Verhaltensweisen und auch, warum sich nur wenige dazu entscheiden, das System-Tamtam nicht mehr mitzumachen und durch umdenken in das gewohnte Spektrum nicht mehr hineinpassen, was nichts damit zu tun hat, einfach nur in den Wald oder ins nächstgelegene Ausland zu gehen und damit habe sich der Fall.
„83 Millionen Einzelschicksale.“
Neulich meinte jemand tatsächlich: „Wenn alles teuer wird, dann drucken wir doch einfach noch mehr Geld, dann haben alle mehr.“
Dass die Preise hoch sind, eben weil zu viel Geld im Markt sein soll, ist der Grund für höhere Preise. Obwohl…
Könnte es nicht auch ausreichen, wenn man nur behauptet, dass die Geldmenge hoch sei, um später mehr Steuern einzunehmen? Irgendwie muss man doch an die fünf Billionen Euro der Sparer herankommen. Vermutend.
„Nehmet Euch so viel, wie Ihr tragen könnt.“
Hieran sieht man, dass sich die „Oberherrschaften“ mit ihren „Untergebenen“ in einem gemeinsamen Boot wiederfinden und sich nicht voneinander trennen können, weil der Glaube an den Wert von Geld und Arbeit beide miteinander vereint – besser: Der Glaube an den Wert von Geld und durch die gewohnte Erziehung zur Gehorsamsbereitschaft darüber hinaus auch die Macht über den Glauben jener an den Wert von Geld…
„Die Titanic hatte Rettungsringe aus purem Gold.“ Otto
Zweiäugig auffällig zuzwinkernder Hinweis: Der Glaube an Werte ist mehr wert, als die geschaffenen Werte selbst. Warum? Weil es dem Menschen obliegt, das einst Geschaffene und Bewertete auch wieder infrage zu stellen. Vor allem dann, wenn es seinen Zenit überschritten hat und Gewohntes eben nicht mehr zum Erwarteten führt.
Falls jemand auf dem Blog nach schnellen Lösungen sucht, besteht diese darin zunächst das System zu verstehen, worauf es basiert und warum sich der gewohnte Mensch damit schwer tut, es mental zu überwinden.
Alle bisher gewohnten Denk- und Handlungsweisen (meist Verdrängungskonzepte) verlieren in der Auseinandersetzung mit dem System ihre Bedeutung, da man durch sie nur den eigenen Entwicklungsprozess verhindert. Man gewinnt nicht gegen sich, wenn man sich bekämpft, sondern wenn man sich schrittweise selbst hinterfragt.
Da alle „Gewalt“ vom sogenannten „Volke“ ausgeht, lässt sich daraus ableiten, wer da im Kern „gefragt“ ist. Schaut man genauer hin, entsteht auch der Eindruck, dass klassische Politik alles daransetzt, dass sich der Bürger wieder*innen und vor allem dauerhaft*innen seines eigenen Denkens bemächtigt, während der Gewohnte der festen Meinung ist, dass es reicht, wenn er sich nur gut und laut genug beklagt.
Jetzt wieder in jedem Discounter-Kühlregal! Das System beruht auf den gewohnten Denk- und Verhaltensweisen, Glaubenssätzen, Konventionen und gesellschaftlichen Wertvorstellungen, der Mensch dabei erzogen zur Gehorsamsbereitschaft, Entsprechung und im Haben, in der wohlwollend zugestandenen Vorstellung, dass ihm etwas, jemand, „die Wahrheit“ und das Leben gehören würden, getragen von künstlichen Regelwerken, irrationalen Autoritäten, verbunden mit einem Rollenspiel, wo sich der Mensch darin für die jeweilige Rolle (Person, Maske, Hülle) hält, ohne dies selbst zu erkennen und damit auch, dass er sie im Grunde nur spielt.
Der im Haben erzogene Mensch strebt danach durch mehr haben, auch mehr zu sein, gleichzeitig ist er – dadurch etwas zu haben – auch fremdbestimmbar. Denn: Wer hat, kann es ja auch wieder verlieren, also gehorcht er oder kämpft um das Erreichte, bis er an sich selbst scheitert.
Der Weg der Entwicklung ist mit dem Bisherigen nicht identisch, sondern entwickelt sich mit dem Gehen in umgekehrter Maßgeblichkeit.
Am Ende hat man zwei Wege vor sich, die man beliebig wechseln kann, jedoch auf anderen Grundlagen als den üblichen basierend. Da jeder ein Individuum ist, gestaltet sich für jeden der Weg auch anders.
Die Auseinandersetzung mit dem System ist deswegen notwendig, um von einem klaren Ausgangspunkt zu sprechen. Denn sonst bewegt man sich über einen längeren Zeitraum nur im Kreis, was einer Bekannten tatsächlich passiert ist.
Die eigenen Denk- und Verhaltensweisen sind recht erfinderisch, wenn sich der Mensch dazu entschließt, sich entwickeln zu wollen, da diese direkt davon betroffen sind. So nebenbei.
Um es nicht zu verschweigen: Die sich im Fokus der Infragestellung des Systems daraus ergebende Erkenntnis, offenbart gleichsam, man habe sich das bisherige Leben selbst „über den Tisch gezogen“, was nur dann undramatisch klingt, wenn das Bisherige als Hinweis und Notwendigkeit im Rahmen der eigenen Entwicklung betrachtet wird – dem eigenen Entwicklungsprozess, von dem man durch gewohnte Indoktrinierung in der Erziehung abgebracht „wurde“.
Und weil jene es nicht anders wussten, als sie einen „erzogen“, kann man ihnen auch keinen Vorwurf machen. Sie hätten es anders gemacht, wenn sie es gewusst hätten. So wie sich jene heute noch dazu entschließen können, da sie das hier jetzt gelesen haben.
Entwicklung ist kein Akt, wo man nur lange genug warten muss, um sich dann – hoffend – bei den üblich versprochenen Vorteilen und wohlwollend zugestandenen Privilegien nur noch anzustellen.
Das Bisherige verliert im Akt der Infragestellung an gewohnter Bedeutung und Dramatik, tritt in den Hintergrund oder wird gänzlich überflüssig.
Es ist von Vorteil in sich selbst wieder den Menschen zu erkennen, statt nur die Rolle zu wechseln, wie das ein Anwalt mal meinte, wenn man ihn aus der Kammer werfen würde, würde er Heiler werden. Rollentausch und damit verbundener Illusion, dass ein „Heiler“ heilen würde. Das Leben tut es, was durch ihn wirkt, nicht er selbst. Damit wird auch die Stellung des Menschen innerhalb des Lebensprozesses offenkundig und warum er sich irgendwann mal dazu entschlossen sich über das Leben erheben zu wollen.
Gewohnte Sicherheitsfragen und übliche Erwartungshaltungen, kann man sich vor der Entscheidung zum schrittweisen Prozess der Infragestellung getrost ersparen.
Im Grunde ist das so eine „Und wanderte ich durchs finstere Tal“-Nummer, wo es gleichsam darum geht, das Vertrauen zu sich und dem Leben wieder zu entdecken und zu festigen.
Was das Thema „System“ betrifft, begegneten mir Menschen im Dialog, die sich darin auszeichneten, man müsse sich sofort für etwas entscheiden, während ihnen gleichsam die Frage kam: „Ja, wie ist das denn mit dem Geld?“
Das ist nicht die Frage, selbst wenn man fest davon überzeugt ist, da sie im Grunde nicht nur den Dialog, sondern auch die Entwicklung verhindert.
Es handelt sich um einen Dialog- und Denkraum, eine Brücke die sich zwischen „entweder…“ und „oder…“ aufspannt und nicht um getriebene Entscheidungsparameter, sofortige Antworten und unmittelbare kopflose Aktionismen.
Konflikte basieren in der Regel darauf, wo mindestens zwei eine Sache für sich beanspruchen, bestes Beispiel ist das Land „Palästina“.
Hier kann man sehr gut erkennen, wo gewohnte Erziehung im Haben hinführt, wenn man dem Boden einen Namen gibt, um so einen Anspruch zu kennzeichnen, in der festen Vorstellung, er würde einem dann gehören, einem zustehen, was selbst dann nicht der Fall ist, wenn er von einer irrationalen Autorität wohlwollend zugestanden wurde.
Aus selbem Grund kann man sich die geschichtliche Herleitung eines Anspruchs auf die „Ukraine“ getrost ersparen. Und nicht nur dieser…
Da die Person nur eine Fiktion ist, die der Mensch spielt, er sich jedoch für sie hält, entstehen daraus Gebilde wie Staaten, Institutionen usw., die so auch nur auf Fiktionen basieren mit künstlichen Regelwerken und künstlichen, meist irrationalen Autoritäten, ebenso wie jene Darsteller zu Hause, die einst ihre Nachkommenschaft entsprechend erzogen haben, was später im Kindergarten in den Bildungseinrichtungen, im Unternehmen, in der Kirche, im Staat usw. entsprechend fortgeführt, bzw. verfeinert, erweitert und angepasst wird.
„Das Lesen dieser Schriften verleitet monarchische Untertanen sehr häufig, dass sie sich selbst für Sklaven, die aber für freie Leute halten, welche in einem demokratischen Staat leben.“ „Leviathan“, Thomas Hobbes, 1651, PDF: Seite 225
Die Prinzipien und Vorstellungen, auf denen das System basiert, sind nicht jeden Tag anderes, im Gegensatz zu seinen Symptomen, mit denen sich im Alltag – in Form konventioneller Nachrichten reichlich und mitunter emotional auseinandergesetzt wird. Pause.
Musikalische Nachbehandlung: