Reklame: Hab’ davon gehört – Teil 1
(v1.0) Man muss sich nicht erklären oder gar gegenüber anderen rechtfertigen, wenn man (für sich) etwas entwickelt.
Wie würde man einen Text beginnen, der sich mit den vom Menschen geschaffenen Fiktionen auseinandersetzt? Und warum sollte man etwas überhaupt als Fiktion erkennen, bzw. akzeptieren (wollen)?
Zur Einstimmung:
Offen gesagt: Im Grunde geht das erst dann, wenn man mit einer grundsätzlich anderen Sichtweise auf das Gewohnte blickt, die sich erst durch Hinterfragung des Systems ergibt, wo es nicht damit getan ist, irgendwen nur zu benennen, um ihn dann die Schuld zu geben.
Das System befindet sich auf jener Ebene, zu der man gelangt, indem man sich selbst mal die Frage stellt, warum man meint, stets anderen überhaupt Schuld geben zu müssen.
Es reicht nicht, gewohnt nur in positiv oder negativ, „Meinungsfreund“ und „Meinungsfeind“ usw. zu unterscheiden. Doch wer will schon wirklich, dass sich etwas ändert?
„Ich habe „Grok“ gefragt und die KI sagt auch, dass du relativierst.“
Auf der einen Seite winkt die sich offenbarende Tyrannei und woanders hin mag man gewohnt gar nicht schauen.
„Jemand sagte einmal: Die Mehrheit wird dann ins Neue gehen, wenn sie mehr Angst vorm Alten, als vorm Neuen hat.“
Noch wird weiträumig lieber weggeschaut, gewartet oder ein Klageliedchen angestimmt, während sich die Situation „von selbst“ verschärft.
Dass „die Anderen“ schuld seien, bestärkt die damit einhergehende „Rolle des unschuldigen Opfers der Umstände“, dabei weiter am gewohnt Erreichtem festhaltend, diese zu verteidigen.
So wie man zum Abgrund wird, wenn man hineinblickt, geschieht das übrigens auch mit „Problemen“. Doch wer will schon Probleme haben, wenn es doch einfacher erscheint, dass „die Anderen“ schuld sind?
Keineswegs ist es im bunten Treiben der Parteien damit getan, nur ein politisches Lager durch ein anderes zu tauschen, um auf der anderen Seiten von „der neuen Position“ aus eine „typisch-gerechte Polit-Herrschaft“ an den Tag zu legen, verbunden mit (anderen) zujubelnden Untertanen.
Es ist wesentlich besser, die wahrgenommenen „Probleme“ als sicht- und spürbare Symptome zu deklarieren, deren Ursachen nicht mit der Auflistung sogenannter „Schuldigen“ abgetan ist. Ursachen, die gewohnte Politik auf der einen gar nicht lösen kann und auch nicht, was die Revitalisierung ökonomischer Strukturen angeht.
Gewohnte Politik bewegt sich zwischen der gewohnten gesellschaftlichen Denkweise und praktischer Neuorientierung ökonomischer Strukturen.
So mancher meint, es würde genügen, nur mit der Faust auf den Tisch zu schlagen, um der Realität entsprechende Aufmerksamkeit zu verleihen – mal das, was mit „Materie“ bezeichnet wird, beiseite getan.
„Treffen sich zwei Physiker in der Kantinen-Theke, sagt der eine: „Du, wir haben endlich das kleinste Teilchen entdeckt!“ Kommt der Koch aus der Küche: „Und aus was besteht das?“
Mit dem Erkennen der Person als eine Rolle (auch: Hülle, Maske), die der Mensch – unwissend über den Unterschied – nur spielt, sich sogar für diese hält, führt dies im weiteren Gedankengang zu einem gemeinsamen Rollenspiel, das sogleich auch nicht mehr „alternativlos“ und „ernst“ erscheint und damit alles Bisherige offen dafür ist, hinterfragt und auch infrage gestellt zu werden.
„Ja, aber wie ist es dann mit dem Geld?“, hat mich mal jemand gefragt.
Warum der Druck auf die Gesellschaft zunimmt? Weil sichtlich zwei Dinge nach wie vor hochgehalten werden: Gehorsamsbereitschaft und Entsprechung.
Der im Haben erzogene Mensch, der glaubt ihm gehöre, lässt sich recht leicht über sein Erreichtes fremdbestimmen, da er es nicht verlieren mag. Das Schreckgespenst: die Rolle als Habenichts im Fokus der Masse.
„Die anerzogene, wohlwollend zugestandene Vorstellung, dass einem etwas, jemand, „die Wahrheit“ und das Leben gehören würden, sorgt dafür, dass der Mensch über die dabei entstehende Verlustangst fremdbestimmbar wird.
Gleichzeitig: „Man kann Macht über andere Menschen ausüben, solange man ihnen etwas gibt. Nimmt man einem Menschen aber alles, dann hat man seine Macht über ihn verloren.“ Aleksandr Solzhenitsyn
In einem Dialog über „Das System und seine Infragestellung“, zeigt sich beim Gewohnten die mit „entweder…oder“ gedeckelte Verlustangst, wo in der Beobachtung der Eindruck erwächst, jener meint, er müsse sich sofort entscheiden. Darum geht es jedoch nicht, selbst wenn er das meint. Es sind seine Denk- und Verhaltensweisen, die hier Alarm schlagen.
Wer meint, es ginge lediglich darum, nur auf schnelle Lösungen zu hoffen, um diese – am besten in drei Sätzen für ihn verständlich formuliert – er diese sofort realisieren kann, weil er möglicherweise noch einkaufen muss, der irrt.
Umdenken ist kein Akt nur eben mal schnell etwas auszutauschen, da es letztlich um eine Denkweise und nicht irgendwelche „Inhalte“ geht, was kein anderer für ihn tun kann.
Die übliche Denkweise macht es dem Gewohnten nahezu unmöglich, sich die Zeit zu nehmen, da jene Denkweise gleichzeitig eine Zunahme der Komplexität in den vom Menschen geschaffenen Strukturen bewirkt und damit einhergehender Bekämpfung auftretender Symptome. Ihm fehlt schlichtweg die Zeit.
Am Ende ersticken sich die vielen Bemühungen in einer Überbordung.
Gleichzeitig wird damit die Grenze jener Denkweise gekennzeichnet.
Je komplexer eine vom Menschen geschaffene Struktur durch gewohnt oberflächliche Behandlung sicht- und spürbarer Symptome wird, desto mehr „Energie“ benötigt diese für ihre Erhaltung. So manche sich daraus ergebenden „Probleme“ mag der Mensch nur allzu gerne in die Zukunft verschieben oder anderen überlassen.
„Probleme“, die auf dem anerzogenen Glauben an den Wert von Geld und Arbeit beruhen, lassen sich nicht mit Geld (plus Zinsen) und noch mehr Arbeit lösen.
Tipp: Der Glaube an geschaffene Werte ist höher, als die geschaffenen Werte selbst, lässt sich hierin auch der Ausgang einer gesellschaftspolitisch selbst geschaffenen Sackgasse erkennen.
Letztlich ist es nur eine mentale Angelegenheit, wie auch die Vorstellung, dass einem etwas gehören würde.
Auch hierin kann man die geschlossene Anstalt erkennen: „Wenn es mir nicht gehört, dann gehört es jemand anderem.“
Der im Haben erzogene Mensch definiert sich über das, was er hat. Gewohntes „Haben“ und die gewohnte Vorstellung von „Wohlstand“, führen zu den bekannten, sichtbaren Phänomenen einer voranschreitenden Zerstörung des Planeten.
Krieg ist dabei ein Phänomen, jenes zu verteidigen oder für „sich“ in Anspruch zu nehmen, da es einem „zustehen“, ja sogar „gehören“ soll.
„Betrachten Sie den Krieg eher als ein Konzept, nicht als Menschen, die Menschen töten, sondern eher als Unfrieden. Der Tod ist ein Zustand des Körpers, Krieg ein Zustand des Geistes.“ „Father Whiteleather“, Horsemen, 2009
Wenn niemandem letztlich etwas gehört, bedeutet es am Ende auch nicht, dass es dem „Staat“ gehört.
Der Staat ist eine geschaffene Fiktion, nach Hegel eine „Volkspersönlichkeit“, nachHobbes der „Leviathan“, der sich aus Personen (Rollen, Hüllen, Masken) konstituiert, für die sich der Mensch hält, wo viele einst ihre Stimme an jene wenigen „Oberherrschaften“ abgegeben und sich letztlich so nur für die aus der Kindheit gewohnte Betreuung entschieden haben.
Erfahrener Schmerz brachte die Menschen von ihrer eigenen Entwicklung ab, die ihn in der Regel durch nochmalige Überwindung von Schmerz wieder zurückführen.
„Wo versteckt sich ein Gegner am besten? Dort, wo man ihn am wenigsten erwarten wird. Er versteckt sich hinter ihrem Schmerz, Jake. Sie beschützen ihn mit ihrem Schmerz. Umarmen sie den Schmerz, dann gewinnen sie auch das Spiel.“ „Avi“, Revolver, 2005
Entschärft wird das Ganze, wenn man sich selbst wieder an die Notwendigkeit zur Entwicklung erinnert und zu handeln entschließt, statt sich gewohnt in –
- Gewalt gegen sich,
- Gewalt gegen andere,
- Resignation,
- Regression,
- Wahnsinn,
- üblichen Verdrängungskonzepten,
- klagen, jammern,
- beschuldigen,
- beschweren
- usw.
zu üben.
Den „Feind“, den man im anderen zu erkennen meint, ist nur eine Erfindung der eigenen Denk- und Verhaltensweisen. Diese sind der Feind selbst. Fortgeführt schafft man sich dadurch reale Feinde, um letztlich damit seine Handlungsexistenz zu rechtfertigen. Wo, als bei sich selbst, kann man also beginnen, etwas zu verändern?
Da, schau her!
Das Beziehungsmuster aus „Untergebenen“ und „Oberherrschaften“ wird bereits in der Familie etabliert, anders als gerne behauptet wird, dass „die Anderen“ daran schuld seien – basierend auf der gewohnten Herrschaft der Denk- und Verhaltensweisen über den Menschen, die ihm verkaufen, er sei sie, bzw. er sich für sie hält, um sich auf diese Weise gegen Veränderungen zu schützen.
Und da auf diese Weise kaum jemand „Herr über sich“ ist, versucht er sich lieber darin, „Herr über andere“ sein zu wollen – Selbstreflektion wurde durch Projektion getauscht.
Stellt man das vorhandene System infrage, so offenbart sich schrittweise ein weiteres, ein direktes Gegenstück, während das infrage gestellte gleichzeitig seine beiden Attribute verliert, die es im Wesentlichen ausmachen: „alternativlos“ und „ernst“ – Eigenschaften eines Herrschaftssystems.
Das Herrschaftssystem nimmt seinen Anfang in der Beziehung der Denk- und Verhaltensweisen zum Menschen, die über ihn herrschen. Nicht alle, sondern lediglich jene, die dazu gedacht sind, das kollektive System zu erhalten.
Um es so auszudrücken: Hat man das System für sich infrage gestellt, so verändern sich für einen selbst nicht nur die Bedeutungen gesellschaftlicher Wertvorstellungen, sondern auch, dass es sich lediglich um ein Rollenspiel handelt, einem globalen Bühnenstück, einem „so tun, als ob“.
Mehr und mehr erkennt man auch die für den Gewohnten als „normal“ – jedoch hinterfragt – bestehende Fiktion, die weiträumig für „echt“ gehalten erachtet wird… eben weil es am notwendigen Systemvergleich fehlt, was jedoch auch über bekannte politische Ideologien hinausgeht.
Im Außen mag es zwar „echt“ erscheinen, fängt Realität jedoch im Kopf an, wo die Denk- und Verhaltensweisen Bewertung wie auch Auferlegen von Bedeutungen des Betrachteten beeinflussen. Hinzukommt, dass die gewohnte Denkweise, in der gewohnten Vorstellung von „Lösungen“, das Bestehende jedoch nur zunehmend komplexer gestaltet.
So verkommt ein einst in der globalen Ökonomie mitwirkendes Konstrukt langsam zu einem in sich marodierenden Pflegefall.
Ein paar Euro „Praxis-Arztnutzungsgebühr“, produzieren einen kostenintensiven Verwaltungsaufwand, der sich nachher als Ausgabe bei der Steuer sicher geltend machen lässt.
Dazu kommen die Anschaffungskosten einer digitalen Kasse (Afa-Liste und mehrjährige Abschreibung) plus tägliche Führung schriftlicher Nachweise des Kassenstandes, Mitarbeiterschulungen in Sachen „ordnungsgemäßer Buchführung „digital“ und was sonst noch mit dranhängt.
Mal ungeachtet, dass es sich dabei um einen durchlaufenden Posten handelt, der bei näherer Betrachtung wie eine ungerechtfertigte Bereicherung durch die Krankenkassen ausschaut. So am Rande.
Vor geraumer Zeit erwähnte ein Bekannter spaßeshalber die „Einführung einer zusätzlichen „Kaufladen-Betretungsgebühr“. Scheinbar versucht sich so etwas gerade im Gastronomiebereich etablieren zu wollen.
Neulich fragte Elon Musk auf „X“, was man mit einer Million tun würde. Die Tage fragte ich: „Angenommen, sie hätten fünf Euro. Was würden Sie damit tun?“
„Es ist erst dann dramatisch, wenn der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht und nach etwas zum Essen fragt.“
Wie man es drehen und wenden mag: Insgesamt scheint es notwendig, die anerzogen-gewohnten Systemgrenzen (im Kopf) zu überwinden, um rückblickend(!) tragfähige Lösungsmuster zu entwickeln, was meint:
„Das Leben kann nur in der Rückschau verstanden werden, muss aber in der Vorschau gelebt werden.“ Experimenter, 2015
Solange also das Bisherige wiederholt wird, kommt es zu den bekannten Erscheinungen, wie man sie auch aktuell beobachten kann. Der Wiederholung steht die Infragestellung gegenüber, wie auch für den sonst üblichen „Ende-Neu-Krieg“.
Das „System“ selbst erzeugt und erhält sich durch die es ausmachenden Denk- und Verhaltensweisen seiner Teilnehmer, Glaubenssätze, Konventionen und gesellschaftlichen Wertvorstellungen.
Hinweisend: Etwas hat „System“, wenn gewohnte Prozesse (hier: Denk- und Verhaltensweisen) zu gewohnt erwartbaren Ergebnissen führen. Ist das nicht mehr der Fall, so handelt es sich – auch bei einem Mehr Desselben des Gewohnten – um eine Krise.
Die Tage meinte jemand, dass mein Geschriebenes relativierend, und es ihm zu abstrakt und zu wenig konkret sei, worauf ich antwortete, dass etwas nur deshalb abstrakt erscheint, solange man sich nicht damit auseinandergesetzt hat.
Randbemerkung: Es wird sich sehr darum bemüht, einer schwindenden Meinungsfreiheit begegnen zu wollen.
Dabei stellt sich heraus, dass man einigen mit Hausdurchsuchungen begegnet ist, um so wenige zu bestrafen, jedoch viele erziehen zu wollen.
Die mittlerweile herrschende Spannung führt dazu, sich die Zeit für so manch lautstarken Kritiker getrost ersparen zu können, da jene sich auf Feindbild- und Verteidigungsmodus eingestellt haben.
Sie treten die „Meinungsfreiheit“ selbst mit Füßen, während sie diese gleichsam auch einfordern. So wird das natürlich nichts. Doch das hat jeder für sich selbst zu erkennen, hinweisend.
Mit schrittweise stattgefundener Infragestellung des Systems, sind zwei klare Richtungen erkennbar. Während die Gewohnten auf der einen fest davon überzeugt sind, den klaren Kurs in ihrer schrittweisen Versklavung zu erkennen, während sich jene in der Rolle der „rettenden Polit-Anwärter der unschuldigen Opfer der Umstände“ nur allzu gern andienen.
Dass die Bevölkerung aufgrund ihrer Denk- und Verhaltensweisen sowie gesellschaftlichen Wertvorstellungen (Geld, Arbeit, Ressourcen, Produkte, Dienstleistungen usw.) bereits versklavt ist, fällt ihr selbst nicht auf, bzw., wird ignoriert, weshalb der Druck weiter ansteigen wird.
Auf der anderen Seite die Zahl jener, die das System infrage stellen, zwar noch recht gering erscheint, in diesem Zusammenhang jedoch gleichsam keine Mehrheit dazu notwendig ist, diesen Schritt zu tun. (Anmerkend: Den nachfolgenden Absatz habe ich gelöscht, da er auch mir zu kompliziert wurde.)
Letztlich bedarf es keiner irrationalen Massenfürsprecher, sondern mutiger Menschen an sich. Nicht jene, die glauben, dass man „nur gemeinsam stark“ sei.
Wenn es heißt, dass der Einzelne ja „nichts“ sei – wie dies mal jemand zu mir sagte, bedeutet das weitergedacht: Wenn beim Aufruf „Gemeinsam sind wir stark“ viel „Nichts“ zusammenkommt, dann ist es immer noch… nichts.
Derer habe ich genug kennen gelernt, sie verstecken sich hinter dem anonymen Gesicht der Masse, weshalb es ja auch reicht, einen von ihnen – meist ihre(n) „Vortänzer“ vor ihren Augen, öffentlich zu „opfern“, und schon ist alles wieder „geregelt“.
„Wir stehen alle hinter dir,… wenn die Kugeln kommen!“
Bei allem gesellschaftspolitischem Tamtam deutet es darauf hin, dass die Mehrheit dazu bewegt wird, sich wieder ihres eigenen Denkens zu bemächtigen, was über gewohntes „dagegen oder dafür sein“ hinausgeht.