Wir hatten keine Befehle

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(v1.2) Wie bekommt man eine schlafende, meist nur zuschauende, mitunter auch nur gaffende und sich beschwerende Bevölkerung dazu, sich von ihren von ihnen (mehr oder weniger) angebeteten Vorgesetzten zu verabschieden?

Eine scheinbar schwierige Frage, wenn die gewohnte Ordnung aus gehorsamsbereiten, leichtgläubigen und blauäugigen Untergebenen und ihren sie betreuenden Herren (und Damen) besteht und das Ganze zusammengehalten wird durch wohlwollendes Zugestehen von Privilegien und „Grundrechten“, damit man anschließend auf diese Steuern und Abgaben erheben kann. Im Grunde bräuchte man sich nur genug „wie die Axt im Walde“ benehmen. So am Rande.

Dass die Erziehung zur Gehorsamsbereitschaft die Grundlage für Herrschaftssysteme ist, ist kaum jemanden wirklich bewusst, äugt man ja lieber auf die damit verbundenen „Belohnungen“ in Erwartung passender Befehle.

Doch wie ein kurzer Beitrag („Ich werde nicht schweigen!!!!! – Ursache & Wirkung und RealTalk!“) auf Staesve.eu zeigt, bringt der mit der gewohnten Gehorsamsbereitschaft einhergehende mangelnde Wille zum eigenständigen Denken und Handeln mittlerweile auch Nachteile mit sich.

Man steht teilnahmslos in der Gegend herum und wartet auf den Befehl, das man in Aktion tritt, während man gleichzeitig die Katastrophe vor Augen hat.
Das nennt sich nach den eigenen Denk- und Verhaltensmuster nur zu reagieren – vorausgesetzt, man darf reagieren.

„Lief da nicht auch die POLIZEI* herum und sagte etwas von Masken tragen?“ „Ich will es ja wohl nicht hoffen.“

Irgendwann, als ich noch in der Rolle des Betriebsschlossers arbeitete und das alles auch schon nicht für „normal“ hielt (das geht mir seit dem Kindergarten so), meinte jemand zu mir: „Herr Berg, sie werden hier fürs Arbeiten und nicht fürs Denken bezahlt!“

„300 Feuerwehrleute sind gescheitert, weil der Befehl dagegen stärker war als ihre Menschlichkeit, die trotzdem geholfen hätte…“ Zitat

„Ich bin nur der Erfüllungsgehilfe meines Dienstherren.“ Filialleiter einer Sparkasse in Bachrain/Künzell
„Mit so einer Einstellung sind sechs Millionen Juden umgekommen“, war dazu die passende Antwort.

Gehorsamsbereitschaft ist der eigentliche „Virus“, der die Gesellschaft fest im Griff hat. „Corona“ – beispielsweise – dient im Kern dazu, diese für die Gesellschaft sichtbar zu machen.

Der Mensch, der denkt, ihm gehöre das Leben, was er mit „sein Leben“ etikettiert, macht sich dadurch angreifbar, weil mit dem „Gehören“ auch ein möglicher Verlust einhergeht. Und darüber kann man die Masse in jede beliebige Richtung bugsieren. Auf diese Weise verraten sich die Gehorsamen in der Gesellschaft, als Teilnehmer der alten Ordnung.

Vielleicht verstehen Sie nun, warum das alles so ist, warum es an der Zeit ist, die Rolle des auf Belohnung und Schutz hoffenden Untergebenen zu verlassen und sogar die „Herren“ (und Damen) schon lange darauf aufmerksam machen.

„Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt. Und wir müssen damit rechnen, daß das in verschiedenen Weisen sich wiederholen kann.“ „Bundeskanzlerin“ A. Merkel, 2008

Am 25.07.2012 wurde das Bundeswahlgesetz von 1956 vom BVerfG rückwirkend für unheilbar verfassungswidrig erklärt. 2013 konnte demnach keine Wahl (durch den Menschen in der Rolle als wählender Bürger, Gesetze gelten für Personen (Rollen, Hüllen)) stattfinden, die einen „Bundestag“ und eine „Regierung“ hätten legitim ins „Amt“ heben können.

„Es gilt zur Zeit keine Ordnung, es gilt kein Vertrag, es gilt kein Gesetz.“ Horst Seehofer, 2015

Wie viele Beweise dürfen es denn noch sein?

Denn was übersehen wird: Während sich in den Kommentar in gewohnter Weise ausgekotzt und darüber beschwert wird, klingelt es auch dort noch nicht. Auch das ist ein Phänomen, gewohnter Gehorsamsbereitschaft, auf den Befehl einer anerkannten Autorität zu warten, bis gedacht und gemacht wird.
Wenn Sie wissen wollen, wie ich das handhabe, dann können Sie mich gern dazu anrufen.

* Wortmarke „POLIZEI“ beim „Deutschen Patentamt

Nachtrag: Im Kern ist das alle auch nicht „schlimm“, wenn man davon ausgeht, dass man sich ja auch ändern kann, und das alles nur Hinweise sind.