Zumindest ist es draußen endlich mal ruhig

- Lesezeit: ca. 17 Minuten

(v1.2*) „Betrachte alles und behalte das Beste“, so in etwa könnte man die letzten Wochen, Monate und Jahre beschreiben, wenn es darum geht, etwas Neues auf die Beine zu stellen.

Wer nichts Neues erkennt, weil es für ihn unter der Sonne nichts Neues gibt, der mag sich fragen, warum er so gestrickt ist?
Sicher mag dies dem einen oder anderen „zu einfach“ gedacht erscheinen. Denn wer kann schon behaupten, was „gut“ und was „schlecht“ ist?
Manchmal sind die Dinge einfacher, als man sich das für gewöhnlich vorstellt, ob es sich um weiteres Verweilen, Festhalten und Verteidigen des Alten handelt oder um individuell-gesellschaftliche Entwicklung an sich, die sich nicht einfach durch „Entwicklung im noch mehr Haben“ zum Ausdruck bringt.

„Arm“ zu sein, ist nicht einfach eine Sache des Nichthabens oder der Nichteilnahme an den Konventionen, Gewohnheiten sowie tolerierten Denk- und Verhaltensweisen der Gesellschaft und ihren Privilegien und Glaubensprinzipien, geblendet von materiellem Reichtum und Wohlstand, der auch verlustig sein kann. Besonders amüsant wird es, wenn man erkennt, dass alles nicht wirklich etwas wert ist, weil auch das Geld, mit dem es „gekauft“ wurde, nichts wert ist und so auch kein Grund besteht, an jenem festhalten zu wollen.

Wer weiß schon dass der Wert von mit Zahlen bedrucktem Papier nur ein anerzogener und gesellschaftlich vereinbarter Glaube ist? Nur weil eine Mehrheit dieser Meinung ist?
Vor längerer Zeit habe ich einen Beitrag über den Faschismus geschrieben und einem Bekannten vorgelesen, der das alles heftigst verneinte.
Vor einigen Wochen, die Situation hatte er wohl längst vergessen, kam er und erzählte das, was im Beitrag beschrieben war, mit eigenen Worten. So am Rande.

Während sich an anderer Stelle unermüdlich mit geschichtlichen Inhalten und deren Prüfung auf Richtigkeit (oder ihrem Gegenteil) auseinandergesetzt wird, schaut kaum jemand auf die Prinzipien, die für all die Informationen verantwortlich sind, übersieht die immer wieder auftretenden Muster, während die Auswirkungen in der Regel nur gewohnt oberflächlich „bewertet“ werden.

„Ja, aber man muss doch herausfinden, wer schuldig ist. Einer muss doch am Ende der Schuldige sein.“

Schuldzuweisung ist jedoch nur ein Verdrängungskonzept, selbst wenn es gesellschaftlich noch so toleriert sein mag und die „Anwender“ sich selbst entmachten lässt und sie so zu Opfern werden, die meist Vergeltung und Bestrafung ihrer Peiniger fordern. Wer weiß schon, dass es ihre eigenen Denk- und Verhaltensweisen sind, die sie so „funktionieren“ lassen?

Dass es in der alten Ordnung nicht einfach nur darum ging, sich ein nettes Sofa des Scheinkomforts aufzubauen und zu vergrößern, zu erhalten und notfalls zu verteidigen, ahnen die wenigsten Akteure, da sie bisher nur die eine Seite der Waage betrachtet haben, und bisher auch nur kannten und kennen.

Wenn die Politik mal keine schuld hat, dann sind es die Eliten, die Unternehmen, die Flüchtlinge. Was machen eigentlich die Reichsbürger, Greta Thunberg, das CO2, der „schlimme“ Putin, die kriegslustigen Amerikaner, die Nordkoreaner, die Chemtrailer, die Kinderesser, der Islamische Staat und die Satanisten? Nicht zu vergessen: die plündernden Behördenhorden und natürlich die aktuelle Bedrohung der Existenz des „Ichs“ durch „Corona“.

„Ein bisschen Spaß muss sein, dann ist die Welt voll Sonnenschein.“ Roberto Blanco

„Corona. Jetzt mit fünf Jahren Herstellerquarantäne.“

Doch wer interessiert sich schon dafür, wenn eine Grippe öffentlich mit „Corona“ „betitelt“ wird und in den Köpfen die Pandemie stattfindet und aus der Ferne gewohnt in Zahlen (ca. 1,4 Millionen weltweit, bei 80.000.000.000 Menschen = 0.0175%) ausgedrückt, ihr Unwesen treiben? Wer erinnert sich schon an die über 24.000 „Grippetoten“ im Winter 2017/18? Und wer erinnert sich an ihre bisherigen Lebensweisen?

Zeit über alles mal eingehend nach-, drauf herum- und vor allem vorzudenken.

Für ein Opfer gibt es immer einen Feind, der ihm nicht gut geheißen ist. Denn sie alle wollen es ja nur unterwerfen und nach „seinem Leben“ trachten.

„Es ist ein beachtlicher Unterschied, ob man eine Rolle spielt oder die Rolle ist.“

Klingt für einen ostersonntäglichen Nachmittag nach ein bisschen viel Tobak.

Für die Rolle des Opfers scheint es niemals genug, um auch weiter die eigene Existenz und Haltung rechtfertigen zu können. So kann es sich immer von anderen beschützen lassen, die sich für einen solchen Unfug auch noch „vor den Karren spannen“ lassen.

Im Leben kommt immer der Moment, wo man sich entscheidet, wer man sein will und manchmal gibt es kein Zurück.

Wenn es nach den gewohnten Denk- und Verhaltensweisen ginge, dann müsste eine Veränderung erst mal „woanders“ oder „bei anderen“ stattfinden. Doch wenn alle so denken, entpuppt sich das „Gequakte“ nur als Gewissensberuhigung und Ventilfunktion, um sich später wieder um Macht, Geld, Eigentum, Besitz, Hab und Gut zu kümmern.

Wer will schon verstehen wollen, dass niemandem etwas oder jemand gehört? Wer will schon verstehen, dass man die zukünftigen „Arbeiter“ (Sklaven der Gesellschaft) in der Familie erzieht, indem man sie auf Gehorsamsbereitschaft trimmt, die später von nachgelagerten Institutionen nur weiter ausgebaut wird?

An diesem Punkt sieht man ganz gut, wer die Fäden in der Hand hält und eine Entscheidung an der Wurzel der Gesellschaft zu einer massiv-fundamentalen Veränderung führt. Diese Wahl ist von wesentlicher Natur, als die Wahl der nächsten, freundlich plakatierten, „gerechten“ Vorgesetzten“.

„Wir müssen jedoch erst mal so lange noch weiter machen, bis wir irgendwann mal ein neues System haben.“ Während jener damit beschäftigt ist, sich a) beschäftigend abzulenken und b) ja arbeiten und Geld verdienen muss.

Durch diese beiden Punkte ist er jedoch verantwortlich, dass das Alte ja weitergeht, was er ja nicht weiß, während sich die gewohnten Lösungskonzepte durch „Goldvergoldung“ zum Ausdruck bringen. Und wenn die Mehrheit so denkt, dann bleibt am Ende nur eines übrig, was man nun gemütlich beobachten kann.

Während die Politik auf der einen Seite verlautbaren lässt, dass genug Geldmittel vorhanden sind, und sich keiner Gedanken machen muss, meint sie gleichzeitig: „Die meisten werden nach der Krise erstmal ärmer sein.“

Der finanziellen Armut folgt zunächst die Erkenntnis über die geistige Armut über das eigene Sein. Was den Geldgläubigen ein Graus sein wird. Möglicherweise beginnt er über die Situation an sich nachzudenken und vielleicht erkennt er den Etikettenschwindel, dem er bisher seine alternativlose Aufmerksamkeit (meist belohnt) geschenkt hat/schenken sollte.

Dass es an ihm selbst liegt, sorgt zwar für maximalen Entscheidungsfreiraum, bereitet ihm jedoch sichtliches Unbehagen, ist er es gewohnt Entscheidungen von anderen treffen zu lassen, die schon wissen, was für ihn „gut“ und „richtig“ sein soll: maximale Unfreiheit.

Geldversprechen sind mehr wie unsichtbare Zügel, in der Hoffnung, dass der Glaube an mit Zahlen bedrucktes Papier weiter aufrechterhalten bleibt, damit sich die Gläubigen auch später noch an ihre wohlwollenden Gönner und Geber erinnern und ihnen auch weiterhin ihre „Aufmerksamkeit“ schenken.

„Woanders habe ich viele Freunde.“

Was die Menschheitsgeschichte angeht: Wenn man erst einmal erkannt hat, dass es vollkommen egal ist, ob wer in der Rolle als „Sieger“ oder „Verlierer“ unterwegs war, und das Dokumentierte stets auf den gleichen Denk- und Verhaltensweisen basiert, die von bedingter Liebe und Gehorsam bis zum Krieg alles erschaffen haben, so offenbart sich einem das System.
„System“ ist nur ein anderer Begriff für die als „normal“ angesehenen Denk- und Verhaltensweisen, denen nur deswegen nachgegangen wird, weil „es ja schon immer so war“ – was nicht bedeutet, dass es deswegen auch „richtig“ ist.

„Nur gemeinsam stark zu sein“ und: „Wir brauchen Mehrheiten“, sind nur zwei Märchenstunden, denen sich unwissend nur deswegen nachgegangen wird, weil bereits einer die Luftnummer zum Einsturz bringen kann.

„“Schmetterlingseffekt“ oder „Ockhams‘ Rassiermesser“. Wie darf‘s denn sein?“

Hat man erst einmal verstanden, dass es wenig nutzt, sich weiter nur mit dem Alten zu beschäftigen, verbunden mit dem sehnsuchtsvollen Hundeblick auf eine „strahlende Rückkehr des Gestern“. Frage man sich, wer oder was in einem selbst so sehr daran interessiert ist, dass es gestern besser gewesen sein soll? Damit man die „Schwarzen“ zusammen mit den „ungerechten Vorgesetzten“ wieder nach Hause schicken kann?

„Neues = Bestrafung → Gestern war alles besser = Zugehörigkeit, Privilegien, Anerkennung usw.“

Grenzen und Länder sind letztlich nur künstlich erschaffen und der namenlose Boden gehört niemandem, weswegen Besitzer auch stets „besetzt“ sind.

Wenn man erkennt, dass einem nichts gehört, kann man auch nichts verlieren und auch nicht wirklich etwas kaufen.

Wenn Zahlen (später genannt ‚Sichteinlagen‘) aus dem Nichts erschaffen werden, die im Kern nichts wert sind, wie kann Gold, ein Haus, ein Mensch oder eine Meinung dann etwas wert sein, die man damit zu kaufen versucht? Äh…

Der Glaube an den Wert von mit Zahlen bedrucktem Papier, lässt einen Vertrag zwischen Dar-Lehensgeber und Dar-Lehensnehmer entstehen – Credere, Glauben.

Damit etwas „anders“ wird, reicht es nicht, es „nur zu verstehen“ oder zustimmend zu nicken, weil man es gerade mal gehört oder hier gelesen hat. Es ist erst dann wirksam, wenn man es verinnerlicht und sich daraus eine veränderte Haltung und damit verbundenes Handeln einstellen.

In der Regel sind „Gut“ und „Böse“ an Sichtweisen mit einer gewissen Vorteilserwartung gebunden. „Gut“ ist alles, was einem zuträglich und „Böse“, was einem abträglich erscheint. Jedoch entpuppt sich die klassische Denke in „Gut und Böse“ nur als ein Mittel, um den Entwicklungsprozess des Menschen damit auszuhebeln.

„Der Terrorist im fremden Land, ist der Held im eigenen.“

Auf diese Weise wurde der Mehrheit eine einfache Entscheidungshilfe verabreicht, die ihr unwissentlich auch den Entwicklungsprozess „wegballert“, während sich fortan die „gerechten Vorgesetzten“ ein Stelldichein vor den zu betreuenden Unvernünftigen und Gewissenlosen geben.

Wer weiß schon, dass alles Bisherige nur auf anerzogenen Denk- und Verhaltensweisen des Menschen beruhen, mit denen er die Welt nur weiter zu „beglücken“ versucht.

„Das „Ich“ schuf die virtuelle Welt, um seine als real, ebenso wie die künstliche Intelligenz, um seine Intelligenz als die echte zu verkaufen.“

Wer mag schon erkennen wollen, dass er mit „Grenzen“, „Land“, „Staaten“, „Verteidigen“, „Macht“, „Geld“, „positivem Recht“, „Eigentum“, „Besitz“, „Kämpfen“, „politische Ideologien“, „Parteien“, „Pöstchen“, „Wahlen“, „Titeln“, „Religionen“, „Rollenspielen (Personen, Hüllen)“ &c., nur in einem „so tun, als ob“ unterwegs ist?

Es ist nicht echt, weil es echt ist, sondern weil der Mensch glaubt, dass es echt sei.

Der Mensch gibt den Dingen ihre Bedeutung. Die Dinge sind nur die Dinge. Weil er an Zahlen glaubt und mit Zahlen bedrucktem Papier, denkt er, dass alles was er damit „kaufen“ kann, ebenfalls etwas wert sei. Doch sind Zahlen nur Symbole, Erfindungen.

Und das Geld nichts wert ist, sieht man in dem Moment seiner Erschaffung aus dem Nichts und in dem Moment, wenn ein Finanzsystem in sich zusammenfällt, wenn der Glaube (das Vertrauen) an das Geld verloren geht. Warum sollte es dazwischen anders sein? Weil das Gefühl herrscht, dass mit Zahlen bedrucktes Papier „Sicherheit“ bedeutet.

Dies alles, während man den Menschen aus der Gewohnheit und Unwissenheit heraus auf Gehorsamsbereitschaft getrimmt hat, also eine Handlung mit psychologischem Ausmaßen.
Daran gekoppelt so etwas wie eine Existenz – meist verbunden mit einer Karriere – die „er“ unter Umständen verliert, wenn „er“ sich nicht den Regeln der Autorität und der Autorität selbst unterstellt.

Wer denkt schon darüber nach, dass sich die Existenz von Hierarchien, mit ihren Vorgesetzten und Untergebenen, aus der Beziehung zwischen dem Menschen und seinem „Ich“ heraus ergeben?
Das „Ich“, die Denk- und Verhaltensweisen, die deswegen über den Menschen herrschen, weil er der Meinung ist, sie nicht ändern zu können, da er in der trickreichsten Täuschung lebt: er sei sein „Ich“.

Der gewohnte Mensch ist nun nicht mehr nur in wirtschaftlich-existenzieller Not, sondern auch in seinem letzten „Überlebenskapitel“ angekommen: „Der mögliche Verlust seines Lebens“, was nur die Angst des „Ichs“ vor dem Verlust seiner eigenen Existenz bedeutet. Verlust und Mangel bestimmen seine Existenz. In voreilendem Gehorsam bestimmt auch die Welt der Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten sein leben.

„Der mit der Erhebung des Rundfunkbeitrags ausgeglichene Vorteil liegt in der Möglichkeit, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nutzen zu können.“ BVerfG, Rundfunkbeitrag, 1. Leitsatz, Abs. 2

So lässt er sich der Gewohnte eine Welt vorgaukelt, gerade weil er sich bereits selbst etwas vormacht, oder:

„Es ist leicht, Leute zu belügen, die sich schon selbst belügen.“ „Mysterio“, Spider-Man – Far From Home, 2019

„Eine beachtliche Erfahrung, in Furcht leben zu müssen. So ist es, wenn man ein Sklave ist.“ „Roy Batty“, Blade Runner, 1982

Die maximale Vereinzelung ist mit der medial aufbereiteten „Corona-Mär“ erreicht und an diesem Punkt kippt ein System, was sich bisher vom Glauben an den gewohnten Werten und seiner Gläubigen zu nähren wusste: Dass man mit Arbeit nur Geld verdienen braucht/ oder verdienen lässt, während man kollektiv die Augen verschließt, was man sich selbst und der Natur antut, was auf der einen als „normal“ angesehen und auf der anderen Seite unwissentlich über die Zusammenhänge ignoriert oder verharmlost.

„The World of German Workaholics.“

Was den meisten dazu einfällt, ist gewohnt Gelder zu beantragen, weil man sonst der wirtschaftliche Ausstieg droht, so dienen die Gelder mehr dazu, den Glauben an mit Zahlen bedrucktem Papier und den Glauben an die Politik aufrechterhalten zu wollen – letztlich nur Bemühungen, um das System der alten Ordnung aufrechtzuerhalten.

Hinweise in den Wind schlagen, dadurch Krisen a) erzeugen, an diesen dann b) „herumknorpeln“ und sie später frustriert aussitzen sowie c) Probleme gewohnt oberflächlich zu behandeln, damit man sich schnell wieder dem Tagesgeschäft (Arbeiten und Geld verdienen) widmen kann oder d) auf einen „Erlöser/Führer“ warten, der in Eigenverantwortung alles im Sinne seiner ihn anbetenden Untertanen regelt. Dies sind nur einige Vorstellungen, die in der Gesellschaft als „normal“ angesehen werden.

Doch reicht das alles – ohne ein Umdenken – nicht aus.

Musikalische Untermalung: