Lockdown, oh Lord, Lockdown!

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Letzte Woche rief George Orwell bei mir an. Er behauptete, dass sich die Realität, ähnlich wie bei der Verfilmung der „Herr der Ringe-Triologie“, nun sehr stark an seine Romanvorlage annähern würde.

Der Bundestag plant weitere Einschränkungen, denn geplant wird immer, und der artige Bürger hat dann zu folgen.

Meiner lieben Bekannten ist in der letzten Woche auf dem Markt „der Sack geplatzt“, als man ihr nichts verkaufen wollte, weil sie keine Maske trug.
Darauf hat sie den ganzen Platz zusammengebrüllt und so viele Beweise der gaffenden Bevölkerung vorgebracht, dass recht schnell klar wurde, dass die Unwissenheit der gaffenden Masse einen besonders hohen Stellenwert eingenommen hat, der in der Tat eine aufwendige staatliche Betreuung vorausgegangen zu sein scheint.

„Ich bin nur der Erfüllungsgehilfe meines Dienstherren.“ So ein Filialleiter einer Sparkasse in Bachrain/Künzell. „Mit so einer Einstellung sind sechs Millionen Juden umgekommen“, war dazu meine Antwort.

So mancher gewohnte Denker rettete sich bei dem Gehörten mit einem „Scheibenwischer“ über das Szenario hinweg.

Ich kann mir gut vorstellen, dass zu Zeiten Hitlers, die Geschwister Scholl genauso von ihrer Umgebung behandelt wurden. Zu Helden gegen das Hitler-Regimes wurden sie erst, nachdem alles vorbei war.

Und wie immer gab und gibt es auch heute eine verhaltensamorphe Masse, die nach ihren gewohnten Denk- und Verhaltensweisen nur untätig und gehorsamsbereit in der Gegend herumläuft und den „Pawlow’schen“ mimt, während sie vor drei wesentlichen Dingen Angst hat: Zum einen von der Autorität, der sie sich gewohnt unterwirft, bestraft zu werden, von der Gesellschaft ausgegrenzt zu werden oder an Corona zu verenden.
Dies möglicherweise vereinsamt in einem Zimmer, wo der Türschlitz gerade noch so hoch ist, dass eine gut belegte Pizza drunter durchpasst.

So am Rande: RT-Deutsch entpuppt sich heute als „Orwell’scher Medienwurmvorsatz“, indem behauptet wird, dass ein Russe der nicht an Corona glaubte, an selbigem gestorben sein soll. Nachher kann man immer alles behaupten.

„Zu den Neuinfizierten gehören neben Papayas und Ziegen, nun auch Sammelausgaben des Brockhaus.“

Wie man es drehen und wenden mag, die Masse hat in der Tat zu lernen, dass sie mit ihren üblichen Denk- und Verhaltensweisen einen wesentlichen Beitrag zur faschistischen Gesamtsituation beiträgt und diese sich seit geraumer Zeit prinzipiell, wie in „33“, wiederholt.

Der wesentliche Unterschied ist dabei, jeder kann sich heute im Internet selbst informieren, was in „33“ nicht in der Weise der Fall war.

Die Bevölkerung bekommt auf recht unsanfte Art und Weise ihr eigenes Unvermögen gespiegelt, bis sie es endlich kapiert hat.

Ein Bekannter regt sich fast regelmäßig über die gesamtgesellschaftliche Bewusstlosigkeit auf. Die Energie kann er sich im Grunde sparen, denn jeder ist für sein Verhalten selbst verantwortlich.

Das Thema, was die Gesellschaft im Kern betrifft, geht somit über das gewohnte „Corona-Märchen“ hinaus – weit über die Grenzen ihrer gewohnten Angstzustände.

Vor einigen Wochen kam der Gedanke rein, dass Alte sich selbst zu überlassen.

Musikalische Untermalung: