Reklame: Hab’ davon gehört – Teil 3
(v1.0) Verlustangst und selbst geschaffener Druck sind auf der einen Seite dazu gedacht, dass das Bisherige weiter erhalten/verteidigen zu wollen. Kippt die Situation um, fällt das „Soufflee“ in sich zusammen, während es „innen drin“ kurzzeitig „lauter“ wird.
Zwischendurch: Schon mal darüber nachgedacht, warum es „in Deutschland“ heißt, obwohl man ja „draufsteht“? Somit heißt es auch nicht „auf der Welt“, sondern „in der Welt“ – mentale Konstrukte.
„Kennen Sie das Lied „Fremde Inder?“ „Nein.“ „Fremde in der Nacht…“
Schuldzuweisungen und renitentes Verhalten nehmen weiter zu. Jeden Tag postet so mancher gebetsmühlenartig, wer von den Politikern „endlich weg“ soll.
„Gereizt! Der neue Film von Jaques Bubu.“
Mit der Auseinandersetzung mit Verdrängungskonzepten wird klar, dass man sich derer schrittweise entledigen sollte, da man sich durch diese nur selbst einkapselt und so von der Entwicklung abhält.
Im „Außen“ erkannte „Feinde“ sind lediglich der Spiegel der eigenen, inneren Haltung. So manche meinen, es gäbe kein „Außen“, wofür ich mir eine logische Herleitung von jenen wünsche.
„Das jüngste Gericht“
Unaufhaltsam rückt jener Tag näher, wo erkannt wird, dass man sich mit dem Bisherigen, was bspw. Werte angeht, kräftig geirrt hat und es stets am Einzelnen selbst lag, der jedoch – um Unbill gegen sich zu vermeiden – sich lieber zurückhielt und mitmachte, lautes Klagen, Jammern, Beschweren am Ende nicht gereicht haben.
Es hat auch nichts damit zu tun, sich lediglich der Meinung seiner „Unterdrücker“ zu unterwerfen, sondern über das gemeinsame „Beziehungsmuster“ hinauszudenken, über den gewohnten Systemhorizont hinauszublicken.
Es wird kein anderer für ihn tun, was wohl das erste Mal sein mag, dass jemand „für sich selbst“ etwas macht.
An jenem Punkt findet sich jedoch kaum jemand, weil noch auf die Rückkehr des gewohnt-bekannten Gestern – möglicherweise auch des Vorgestern durch „gerechte Autoritäten“ gehofft wird.
Jetzt als Zitat-Paket im Kühlregal:
„Der von dem Bundeskanzler und seinen Ministern zu leistende Amtseid, Art. 64 i.V.m. Art. 56 des GG ist ein politisches Versprechen und kein Eid in einem gerichtlichen Verfahren. Er wird von der Strafvorschrift des §154 des StGB nicht erfasst.“ Staatsanwaltschaft Bonn, 2000
„Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt. Und wir müssen damit rechnen, daß das in verschiedenen Weisen sich wiederholen kann.“ „Bundeskanzlerin“ A. Merkel, 2008
„Und noch immer kein Regen auf Arrakis.“
Das Verhalten des gewohnten Gegeneinanders und die irrige Vorstellung von „Gerechtigkeit“ sorgen dafür, dass die mit Wut angereicherten Akteure weiter abgelenkt sind, und so weiter „systemgerecht funktionieren“. Verärgert? Gut!
Im Grunde ist es ein leichtes, die Menschen von etwas abzulenken, weil das, um was es im Wesentlichen geht, auch von ihnen weiträumig von ihren Denk- und Verhaltensweisen „umschifft“ wird: Ihre eigene Entwicklung, von der die bestehenden Denk- und Verhaltensweisen im Wesentlichen betroffen sind, die sich jedoch gegen Veränderung vielfältig zur Wehr setzen.
Ich zitiere aus erlebter Praxis: „Vollidiot“, „Spinner“, „Labertasche“.
„Man nimmt nur dann etwas persönlich, wenn man sich für die Person hält.“
Im Grunde schaden sich jene nur selbst, was sie durch Projektion auf andere zu umgehen meinen.
Weiß man jedoch, dass es sich nur um ein Rollenspiel handelt und gleichsam nichts wirklich „auf dem Spiel steht“, so kann sich das Gegenüber noch so aufgebracht geben, und einem selbst macht es nichts aus, da man sich mental eben nicht in der gewohnten Rolle des „Verteidigers“ bewegt, was der andere weder nicht erkennen, man ihm jedoch auch nicht begreiflich machen kann, da dies seine eigene Aufgabe ist und bleibt, das Rollenspiel und die Illusion zu erkennen.
Noch überlässt eine Mehrheit den „vorausschauenden Blick“ noch jenen, denen man zunächst die Stimme gibt, bzw. als „gerechte Autorität“ akzeptiert.
Im einem mental – anerzogen – geschlossenen Raum, bleibt dabei nur noch der Streit und die übliche Wahl, wer denn nun die „gerechten Autoritäten“ sein sollen, die dann „für alle die Kohlen wieder aus dem Feuer holen“ werden… versprochen.
Wo sich nach erfolgter Wahl alle anderen unterzuordnen haben, um später „wohlwollend“ von „demokratischer Entscheidung“ sprechen zu wollen. Ein Etikett auf etwas aufgebracht, was keine Demokratie ist und nur so heißt.
Ein aus heutiger Sicht peinlicher Versuch von „Demokratie“, der nur deswegen solange überlebt hat, weil der „Gewohnte“ stets nur oberflächlich darauf schaut, weil er ja arbeiten, Geld verdienen und wieder ausgeben muss.
Wohl hat es etwas Nostalgisches an sich, weiter betreut zu werden, wie dies einst in der Kindheit erfolgte und auch mit sogenannten „Erwachsenen“ wohl ganz gut funktioniert. Und damit es auch „gerecht“ zugeht:
„Der Sklave träumt nicht von der Freiheit, sondern einen Sklaven sein Eigen zu nennen. Cicero.“ „Macrinus“, Gladiator 2, 2024
Kommentar auf „X“ zu „Neuwahlen“: Gut, dass man seine Betreuer noch selbst wählen darf.
Was kostet es?
Gewohnte Erziehung zu Gehorsamsbereitschaft, Entsprechung, im Haben und damit verbundene Wertvorstellungen, stehen auf dem Prüfstand. Ebenfalls die gewohnte Denkweise, mit der seit langem bereits an gesellschaftspolitischen Problemen „herumlaboriert“ wird.
„Milch hilft für Maroditis.“ J.-P. Weber, Gelsenkirchen
Einer Masse vorzugeben, was seit Jahrhunderten, „gut, richtig und vernünftig“ sei, sorgt dafür, dass sich der Mensch nicht wirklich in Vernunft und Gewissen entwickelt, und so als Betreuter seiner irrationalen Autoritäten verbleibt. Denn wer nicht vernünftig ist, der muss betreut werden, wo käme man sonst hin?
„Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“ Kurt Marti
Vorsorglich hält sich die Bevölkerung selbst und gegenseitig unten, was sich mit triggern der Verlustangst sehr leicht zu bewerkstelligen ist.
Gewohnte Politik wird vielleicht ein paar Hinweise zum Umdenken von sich geben, jedoch ist die Bevölkerung letztlich zuständig, weil von ihr die Entscheidungs(Gewalt) ausgeht, ob sie weiter auf eine „gerechte Betreuung“ beharren darf oder sich endlich des eigenständigen Denkens bemächtigt, was über die nächste Wahl, verbunden mit der gewohnten Abgabe der eigenen Zuständigkeit (Verantwortung und Befugnisse), weit hinausgeht.
Wie man es deutlich erkennen kann, ist es ebenfalls eine Märchenstunde die Verantwortung an wenige abgeben zu meinen, wie auch die Schuld später zu verteilen, wenn am Ende doch die Rechnung winkt und das geerntet wird, was gesät wurde.
Dies verbunden mit entstandenen „Problemen“, die man dann nur allzu gerne den nachfolgenden Generationen überlässt – schließlich sollen diese sich um die Probleme kümmern, oder?
Es mag jetzt wie ein Vorwurf klingen, doch man nimmt nur dann etwas persönlich, wenn man sich für die Person, also die Rolle hält.
„Und noch immer kein Regen auf Arrakis.“
Die in der Bevölkerung bestehenden Vorstellungen, es sei ja schließlich „alternativlos“ und deswegen auch „ernst“, tut man sich aus Gewohnheit und Verlustangst recht schwer, dass etwas Vereinbartes auch auf einer gemeinsamen Illusion statt gefunden hat.
„Schließlich haben wir ja kein anderes System“, sagte jemand vor geraumer Zeit zu mir – „man müsse wohl darauf warten.“
Ohne Umdenken, was im Kern die gewohnte Denkweise betrifft, wird sich für jene nur das Gewohnte präsentieren, was sich jedoch im Verfall befindet.
Ich führe das hier jetzt nicht weiter aus, da Sie sonst auf die Idee kommen, ich wäre dafür verantwortlich, dass „die Hütte brennt“. Ich bin unschuldig. 😀
Was das System angeht, geht es nicht darum, das eine nur gegen ein anderes zu tauschen, ohne selbst darüber nachgedacht haben zu müssen, um weiter so etwas wie eine Alternativlosigkeit hervorzubringen, an der sich – unter Einhaltung und Beachtung der gewohnten Wertvorstellungen – der Gewohnte nur noch anstellen muss. Ganz im Gegenteil. Sind Sie nun davon überzeugt, dass das letztlich nichts für Sie ist?
„Gehen Sie weiter! Hier gibt es nichts zu sehen!“ Ein „Sonnenstaatländer“ auf Facebook
Gewohnt würde man – wenn nichts mehr geht – einen Krieg hervorbringen, um alles zu zerstören, wie dies ein Bekannter neulich lautstark – am Telefon – forderte.
Hinweisend: Es ist weitaus Lebens- und menschenfreundlicher, das Gegebene lediglich infrage zu stellen.
Ratend: Wer weiter in Rachsucht und Vergeltung unterwegs sein mag, schließlich gibt es ja auch jene in der Rolle der Unbelehrbaren: „Man wird zu jenen, die man zuvor noch meinte beseitigen zu müssen.“
Hinweisend: Das verhindert natürlich nicht, dass sich jemand selbst dazu entscheidet, sich in Gewalt gegen sich, Gewalt gegen andere, Resignation, Regression, Wahnsinn usw. zu üben.
Es geht darum, sich wieder für die eigene Entwicklung zu entscheiden.
Weiter hinweisend: In der Gesellschaft gefühlter Druck und Besorgnis, wird durch die eigenen Denk- und Verhaltensweisen erzeugt.
Auf diese Weise werden Konflikte geschürt, sich durch Schuldzuweisung selbst entmachtet, um anderen ebenfalls dafür die Schuld zu geben.
Selbstverantwortung beginnt damit, auf „gießkannenartiges“ Verteilen von Schuld grundsätzlich zu verzichten.
„Menschen verteidigen notwendigerweise ihr eigenes Ich. Wir nennen das: „ohne Grenzen“. Sie werden lügen, betrügen, stehlen, morden. Sie werden alles tun, was notwendig ist, um das aufrechtzuerhalten, was wir „die Grenzen des Ichs nennen.“ Andrew Samuels, Ph. D., Revolver, 2005
„Eigenständiges Denken hat nichts damit zu tun, nur „viel“ zu wissen – besser: auswendig gelernt zu haben, um es später der Zugehörigkeit wegen wiederzugeben oder den ersonnenen Gegner damit zu überhäufen – weil geistig viel, viel helfen soll.“
Hat man die wenigen Ursachen von Konflikten erfasst, ist es später gleich, wie sich die Gegner namentlich voneinander unterscheiden mögen.
Gerade erinnere ich mich an die Serie „Ein Gentleman in Moskau“, wo ein Mensch sinngemäß daran gescheitert meinte, er habe – sinngemäß – versucht die Menschen durch Geld „gleichmachen“ zu wollen.
„Alles nichts, oder?“
Der altbekannte Gedanke „Alles oder Nichts“ sorgt dafür, dass sich „gepflegt“ und „sicher“ nur auf der gewohnten Seite des Alles, mit all seinen Vorteilen und Abstrichen, aufgehalten wird, was die Frage erlaubt, wie sich das „Nichts“ für die „Anhänger des Alles“ wohl präsentieren mag – besser: für die Denk- und Verhaltensweisen der Anhänger.
„Es verkauft seine Gedanken als die Ihren. Seine Gefühle als die Ihren. Sie halten es für sich!“ Leonard Jacobson, Revolver, 2005
Im Rahmen seiner Beobachtungen, Denkweisen, Handlungen und Erfahrungen schuf sich der Mensch eine Realität, die den Versuch darstellt, die Wirklichkeit auf eine für ihn verständliche „Form“ zu reduzieren, um gleichsam das Unbegreifbare vergessen zu wollen.
Das „Nichts“ des im Haben erzogenen Menschen dient ihm zu seiner eigenen Abschreckung und Verhinderung seiner eigenen Entwicklung. Der im Haben erzogene Mensch, der „ist“, weil er „hat“.
Noch immer geht mir eine Aussage durch den Kopf, wie jemand mal gesagt haben soll, dass er sich von Freiheit nichts kaufen könne. Es kann jedoch sein, dass mir der Kopf da gerade was vormacht. (Anmerkend: Nein, nicht immer.)
Zumindest lässt sich erkennen, dass die gewohnte Denkweise nicht mehr zu jenen Ergebnissen führt, die sich vor einer ganzen Weile voller Hoffnung noch einzustellen schienen – mitunter verpackt in beruhigende, politische „Gute-Nacht-Geschichten“ (Narrative), an die eine sich als erwachsen gebende Gesellschaft noch immer zu glauben meint.
Hieß es mal: „Die Renten sind sicher“, so macht man sich heute mehr um die Höhe Gedanken.
„Hart arbeiten“ bekommt eine neue Bedeutung, wo zu wenig Rente nicht selten auf zu wenig Lohn und für zu gering erachtete Arbeit beruht.
Im Kern wurde den Wahrsagungen der Politik „blindlings“ geglaubt.
In jener unsäglichen „Corona-Zeit“ ging ich eines Tages an einer Parkbank vorbei. Diese von drei Rentnern besetzt, wo sich einer sinngemäß darüber beschwerte, wer nun seine Rente erarbeiten solle. Gewohnheiten.
Da mir das ganze Tamtam bereits in der Kindheit – noch vor dem zehnten Lebensjahr – sehr komisch vorkam, habe ich – aus heutiger Sicht – über die letzten zwanzig Jahre, das Bestehende für mich öffentlich infrage gestellt und da, wo es sich ergeben hat, auch einen Schnitt gemacht.
Zunächst stellte sich heraus, dass die anfänglich auf „Recht und Gesetz“ reduzierte Fiktion, diese recht schnell auch auf andere Disziplinen übergriff – einschließlich ihrer Inhaber, Vertreter, Titelträger und somit auch Darsteller.
Irgendwann erkennt man, dass das Leben ständig anwesend ist, jedoch auch, dass alles, was einem „gewohnt“ erscheint, letztlich auf einer Illusion beruht.
(v1.1) „Es ist ein beachtlicher Unterschied, ob man eine Rolle nur spielt, oder sich für die Rolle hält.“
Sicher will so mancher alles nun ganz genau wissen, und fragt nach Details von Details. Doch letztlich hat jeder seine Entwicklung, was mich ebenfalls betrifft, weswegen es auch keine Diskussion über das hier Beschriebene gibt.
Noch vor kurzem meinte jemand, dass ich ihm eine für ihn verständliche Erklärung schulden würde und ihn auch zu überzeugen hätte. Die Augen rollender Smiley.
Was ist das System?
Es begab sich, dass von vielerlei Seiten Veränderungen gefordert wurden, während jene in einem längeren Dialog erkannten, dass sie (für) sich nur selbst (etwas) ändern können, jedoch selbst nicht davon betroffen sein wollten.
„Ja, wie willst DU DAS DENN DEN ANDEREN beibringen“, war dabei die gewohnte Frage mit sofortiger Ausflucht.
Mit bewusster werdendem Akt der Infragestellung des Systems, stellt sich die Philosophie als eine der Kerndisziplinen heraus, an der auch der sich für „nicht philosophisch“ haltende Mensch sein Dasein ausrichtet, neben der Religion, die durch personifizierte Darstellungen die Beziehung zum Leben beschreibt, wie auch auftretende Phänomene menschlicher Denk- und Verhaltensweisen und Wertvorstellungen, um wieder zum Leben zurückzufinden, von dem sich weiträumig – gehorsamsbereit erzogen – abgewendet wurde, um es gegen eine Fiktion einzutauschen.