Hoch zu Ross und im wilden Galopp

- Lesezeit: ca. 5 Minuten

(v1.2*) Die Tage taucht ein Video auf, wo jemand sich über die Dummheit der Bevölkerung auslässt und diese unter anderem als „Menschenmüll“ und „nutzloses Gesindel“ bezeichnet.

Allerdings scheint er der Meinung zu sein, dass seine „Community“ aus „Anwälten“, „Richter“, „Wissenschaftler“, „Ärzte“ usw. „die rettende Realität“ sei.
Dabei gehört das alles nur zum Rollenspiel, um sich über andere erheben zu wollen, während der „Rest“ „Taugenichtse“ und „Männer ohne Eier“ seien.

Nun gut. Die Nerven liegen blank und was er übersieht, darin steckt die wesentliche Aufgabe, ein Anderssein sichtbar vorzuleben, was nicht damit getan ist, andere in Rollenspielmanier nur beleidigen zu wollen.

Man spricht niemanden an, der sowieso nicht weiß was läuft. Nicht zu vergessen, dass die Mehrheit anerzogen alles unterlässt, was die eigene Existenz gefährden könnte, weswegen sie auch gehorcht.

Mehr besteht die Aufgabe darin, über die gesellschaftlich als „normal“ deklarierte und in den Familien anerzogene Gehorsamsbereitschaft aufzuklären, die die Grundlage für gesellschaftliche Verwerfungen wie Faschismus, Diktatur, Tyrannei und repräsentative Demokratie bildet. Nachfolgende Institutionen wie Kindergärten, Bildungseinrichtungen, Gesellschaft, „Staat“, Kirche und Unternehmen.

„Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.“ Artikel 6, Abs. 1, Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (rechtsphilosophisch)

Was er übersieht, was mehr schon seltsam erscheint, weil genug andere – auch bei den Aufklärern – das ebenfalls übersehen, dass ein nicht mehr geltendes Bundeswahlgesetz, das fehlen räumlicher Geltungsbereiche in den Gesetzen und das, was über Viren gelernt wurde, gar nicht dem entsprechen, was seine „Wissenschaftler“, seine „Ärzte“, seine „Richter“ und seine „Anwälte“ gelernt haben.

Die Richter und die Anwälte bewegen sich – wie der Rest – in einem rechtsfreien Raum, dass was sie als „Staat“ betrachten, ist eine Firma, genauer eine Betreuungseinrichtung nach UN-Charta. Die Regierung, die sie zu kritisieren meinen, hat mit dem Wegfall des Bundeswahlgesetzes in 2012 keine Legitimation mehr.
Hat man das geflissentlich übersehen, bewegt man sich sozusagen in einer Scheinwelt.

Im Kern drückt sich durch das Video nur die eigene Machtlosigkeit aus, innerhalb der Fiktion etwas mit Hilfe der Fiktion erreichen zu wollen. Dabei geht es gar nicht mehr darum – schon lange nicht mehr.

Das hat die Mehrheit allerdings noch nicht verstanden, denn die schaut nach wie vor weg und verleugnet, sich mit der tatsächlichen Situation auseinanderzusetzen, was über das „bekämpfen“ der Regierung und Durchsetzung einer gewohnten Vorstellung von „Gerechtigkeit“ hinausgeht.

Sicher mag das so sein, dass die Bevölkerung ordentlich Schelte verdient, doch was nutzt es, wenn man sich damit an lediglich die anonyme Masse wendet, die wie ein „Großer Bruder“ daherkommt, und – weil sie es eben nicht anders kennt – nur ihrer gewohnten Form der Realität nachgeht, weil sie sich selbst auf arbeiten gehen, Geld verdienen und wieder ausgeben reduziert, weshalb sich seine Nummer „hoch zu Ross“ alsbald von selbst regeln wird.

Denn wer mag schon hören wollen, dass mit Zahlen bedrucktes Papier und Sichteinlagen (Zahlenreihen auf dem Konto) letztlich genauso wenig wert sind, wie die Arbeit für die man „belohnt“ werden mag, wo der „Wert“ anerzogen mit der „Besicherung“ eines Dar-Lehens (wodurch das „Geld“ dann ins System gelangt) gegeben wird und sich der Mensch auf diese Weise selbst versklavt, während er sich damit in der Weise täuscht, so dass andere sich über ihn erheben können.

„Wenn man jemandem sagt, er sei dumm, dann wird er sich ärgern. Sagt, man ihm, dass ihm nur Informationen fehlen, wird er diese gegebenenfalls erfahren wollen. Prinzipiell ist beides das Selbe.“